Produktinfo: In der mehrstimmigen Musik des 15. Jahrhunderts bezeichnete die „musica ficta“ nicht notierte Töne mit Versetzungszeichen, die vom Interpreten ergänzt werden mussten. Es bestimmt diejenigen Töne, die gemäß dem Solmisationssystem nicht in einem Hexachord vorkommen und nur durch Versetzungszeichen bzw. Transposition des Hexachords auf einen ungebräuchlichen Ausgangston als leitereigen erreichbar sind. Ein Grund dafür war die Vermeidung des Tritonus als diabolus in musica. Bereits 1941 erkannte der Musikwissenschaftler Charles van den Borren, dass es sich hierbei nicht nur um eine musiktheoretische Notwendigkeit (causa necessitatis), sondern auch um eine Art Ornament handelte, dessen Einsatz dem ästhetischen Empfinden des Ausführenden überlassen war (causa pulchritudinis). Brigitte Lesne und Discantus haben diese Praxis bei einigen Chansons von Gilles Binchois mit überzeugenden Ergebnissen angewandt.
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NoteCD (Compact Disc)
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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