Barocker Klangsinn
Mit Franz Kafka hat Christoph Graupner (1683-1760) gemein, dass beide testamentarisch die Vernichtung ihres Nachlasses verfügten. Zum Glück für
die Nachwelt wurde dies in beiden Fällen nicht umgesetzt. Graupners
musikalischer Nachlass gelangte nach einem tatsächlich bis 1819 währenden Rechtsstreit schließlich doch noch in die Bibliothek der Darmstädter Hofkapelle. Die Konzerte des Hofkapellmeisters zeichnen sich u. a. durch aparte Klangkombinationen und den Einsatz seltener Instrumente aus. Anders als Vivaldi legt Graupner außerdem weniger Wert auf stupende Virtuosität, sondern nimmt stattdessen mehr Rücksicht auf die jeweiligen klanglichen Eigenschaften der Instrumente. Das hochkarätig besetzte Ensemble Il Capriccio (u. a mit Sergio Azzolini am Fagott) legt hier einige herausragende Beispiele der Konzertkunst Graupners vor, die seinen letzten Willen noch unverständlicher erscheinen lassen.
Rezensionen
,,Er schafft dankbare Solokonzerte, die ihre stilistische Nähe zu Vivaldi gar nicht zu verbergen trachten. Diese Italianità wird durch das Ensemble Il Capriccio noch unterstrichen, denn bei deren Sound ideal haben unüberhörbar Formationen wie Il Giardino armonico Pate gestanden." (Fono Forum, 04 / 2011)
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NoteCD (Compact Disc)
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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