Oliver Hochadel: Öffentliche Wissenschaft, Flexibler Einband
Öffentliche Wissenschaft
- Elektrizität in der deutschen Aufklärung
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- Verlag:
- Wallstein, 03/2003
- Einband:
- Flexibler Einband
- ISBN-13:
- 9783892446293
- Umfang:
- 364 Seiten
- Sonstiges:
- m. 15 Abb.
- Copyright-Jahr:
- 2003
- Gewicht:
- 536 g
- Maße:
- 228 x 144 mm
- Stärke:
- 27 mm
- Erscheinungstermin:
- 15.3.2003
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Kurzbeschreibung
Oliver Hochadel zeigt die Rolle der umherziehenden Elektrisierer in der Verbreitung des Phänomens Elektrizität. Die Auseinandersetzung damit zwang die universitären Wissenschaftler zur Definition ihres Berufsstandes.
Beschreibung
Oliver Hochadel zeigt die Rolle der umherziehenden Elektrisierer in der Verbreitung des Phänomens Elektrizität. Die Auseinandersetzung damit zwang die universitären Wissenschaftler zur Definition ihres Berufsstandes.
Das Phänomen der Elektrizität war das Modethema der Physik in der Aufklärung. Seit etwa 1740 sorgten magisch leuchtende Kopfaufsätze, geheimnisvoll bewegte Glockenspiele und die Entzündung von Weingeist durch eine Degenspitze für großes Aufsehen auch weit über akademische Zirkel hinaus. Der adlige Hof, der bürgerliche Salon, aber auch das Gasthaus und die Jahrmarktsbude wurden zum Schauplatz funkensprühender Versuche.
Wer aber waren diese elektrisierenden Vorführer? Mit Hilfe einer Vielzahl bisher unbekannter Quellen rekonstruiert der Autor die faszinierende Subkultur der umherziehenden Elektrisierer und Instrumentenmacher, die Geschäft, Spektakel und Popularisierung zu verbinden wußten. Diese Fußtruppen der Aufklärung machten sich um die Einführung des Blitzableiters verdient und lockten ihr Publikum mit den Heilungsverheißungen der medizinischen Elektrizität.
Konflikte mit den universitären Praktikern der Elektrizität gehörten zur Tagesordnung. Der heftige Wettbewerb um zahlende Zuschauer, gesellschaftliche Respektabilität und die Deutungsmacht über die Phänomene veranlaßte die Physikprofessoren, sich in aller polemischen Schärfe von den wissenschaftlichen Handlungsreisenden abzugrenzen: Man selbst sei seriös und voll Forschergeist, nicht marktschreierisch, repetitiv und betrügerisch. Diese Absetzungsrhetorik verfestigte sich zu einer Definition dessen, was einen Wissenschaftler ausmacht - und was nicht. Die elektrisierenden Schausteller wurden zur Negativfolie für das sich allmählich herausbildende Selbstverständnis des modernen Naturwissenschaftlers.
Klappentext
Oliver Hochadel zeigt die Rolle der umherziehenden Elektrisierer in der Verbreitung des Ph mens Elektrizit Die Auseinandersetzung damit zwang die universit n Wissenschaftler zur Definition ihres Berufsstandes. Das Ph men der Elektrizit war das Modethema der Physik in der Aufkl ng. Seit etwa 1740 sorgten magisch leuchtende Kopfaufs e, geheimnisvoll bewegte Glockenspiele und die Entz ndung von Weingeist durch eine Degenspitze f r gro s Aufsehen auch weit ber akademische Zirkel hinaus. Der adlige Hof, der b rgerliche Salon, aber auch das Gasthaus und die Jahrmarktsbude wurden zum Schauplatz funkenspr hender Versuche. Wer aber waren diese elektrisierenden Vorf hrer? Mit Hilfe einer Vielzahl bisher unbekannter Quellen rekonstruiert der Autor die faszinierende Subkultur der umherziehenden Elektrisierer und Instrumentenmacher, die Gesch , Spektakel und Popularisierung zu verbinden wu en. Diese Fu ruppen der Aufkl ng machten sich um die Einf hrung des Blitzableiters verdient und lockten ihr Publikum mit den Heilungsverhei ngen der medizinischen Elektrizit Konflikte mit den universit n Praktikern der Elektrizit geh rten zur Tagesordnung. Der heftige Wettbewerb um zahlende Zuschauer, gesellschaftliche Respektabilit und die Deutungsmacht ber die Ph mene veranla e die Physikprofessoren, sich in aller polemischen Sch e von den wissenschaftlichen Handlungsreisenden abzugrenzen: Man selbst sei seri s und voll Forschergeist, nicht marktschreierisch, repetitiv und betr gerisch. Diese Absetzungsrhetorik verfestigte sich zu einer Definition dessen, was einen Wissenschaftler ausmacht und was nicht. Die elektrisierenden Schausteller wurden zur Negativfolie f r das sich allm ich herausbildende Selbstverst nis des modernen Naturwissenschaftlers. Der Autor Oliver Hochadel ist Lektor an der Universit Wien, Redakteur des Wiener Wissenschaftsmagazins heureka und Ko-Leiter des Universit lehrgangs Wissenschaftskommunikation.Anmerkungen:
Bitte beachten Sie, dass auch wir der Preisbindung unterliegen und kurzfristige Preiserhöhungen oder -senkungen an Sie weitergeben müssen.