Dezsö Kosztolanyi: Lerche, Leder / Künstlerischer Einband
Lerche
Buch
- Roman. Nachw. v. Peter Esterhazy
- Originaltitel: Pacsirta
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- Übersetzung:
- Christina Viragh
- Verlag:
- Manesse, 10/2007
- Einband:
- Leder / Künstlerischer Einband, Lesebändchen
- ISBN-13:
- 9783717521457
- Umfang:
- 320 Seiten
- Copyright-Jahr:
- 2007
- Gewicht:
- 165 g
- Maße:
- 159 x 99 mm
- Stärke:
- 17 mm
- Erscheinungstermin:
- 15.10.2007
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Beschreibung
Dieser ungarische Fin-de-siècle-Klassiker führt uns in den Randbezirk der glanzvollen Donaumonarchie. Die fiktive Provinzstadt Sárszeg, fernab aller mondänen k. u.k-Herrlichkeit, dient als Kulisse eines psychologischen Kammerspiels, das der Autor mit verhaltenen Tönen und sparsamen Gesten höchst effektvoll zu inszenieren weiß.
Klappentext
Dieser ungarische Fin-de-siècle-Klassiker führt uns in den Randbezirk der glanzvollen Donaumonarchie. Die fiktive Provinzstadt Sárszeg, fernab aller mondänen k. u.k-Herrlichkeit, dient als Kulisse eines psychologischen Kammerspiels, das der Autor mit verhaltenen Tönen und sparsamen Gesten höchst effektvoll zu inszenieren weiß. Zum ersten Mal seit langen Jahren sind die Eheleute Vajkay unter sich. «Lerche», wie sie ihre längst erwachsene Tochter noch immer zärtlich nennen, ist der Einladung von Verwandten zur Sommerfrische auf dem Lande gefolgt - ein wahrhaft unerhörtes Ereignis im sonst so gleichförmigen Einerlei des häuslichen Alltags zu dritt. Öd und leer scheint den betagten Eltern das Haus ohne die geliebte Tochter. Nur widerwillig, da die gewohnte Hilfe im Haushalt fehlt, entschließt man sich zu einem Restaurantbesuch - und findet zum eigenen Erstaunen Geschmack sowohl am Essen wie an der Gesellschaft. Das Experiment wird wiederholt, und allmählich taucht das Paar wieder ein ins bewegte Leben der Kleinstadt, von dem es sich so lange abgeschottet hatte. Lerche hingegen, das unansehnliche, altjüngferliche Mauerblümchen, verbringt freudlose Ferientage und schreibt, statt sich zu amüsieren, pflichtschuldig lange Briefe an die Eltern. Mit feiner Ironie und bestechender Exaktheit im Detail schildert Kosztolányi den unerwarteten Aufbruch der Daheimgebliebenen. Einen bestürzenden Moment lang erkennen die Eltern, wie sehr ihnen die eigene Tochter zur Last geworden ist, und doch sehnen sie den Tag herbei, an dem «ihr kleiner Vogel zu ihnen zurückfliegt». Kaum je wurde das Drama familiärer Abhängigkeiten so schonungslos und dabei mit solcher Leichtigkeit dargeboten.Biografie (Dezsö Kosztolanyi)
Dezso Kosztolanyi (1885-1936) veröffentlichte nach einem abgebrochenen Philosophiestudium und journalistischer Tätigkeit 1920 seinen ersten Gedichtband. Als Lyriker, Erzähler, Essayist und Übersetzer (u.a. der Werke von Oscar Wilde, Rilke und Stefan George) gehört er zu den prägenden Gestalten der ungarischen Literatur in den zwanziger und frühen dreißiger Jahren. 1931 war er erster Präsident des ungarischen PEN-Clubs.Biografie (Christina Viragh)
Christina Viragh, geboren 1953 in Budapest, emigrierte 1960 in die Schweiz und lebt heute in Rom. Sie ist Schriftstellerin und übersetzt aus dem Ungarischen und Französischen.Anmerkungen:
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