Cosette: Gefügig, Kartoniert / Broschiert
Gefügig
- Die besten erotischen Storys
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- Verlag:
- Heyne, 10/2009
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- ISBN-13:
- 9783453545304
- Umfang:
- 286 Seiten
- Altersempfehlung:
- Erwachsene
- Copyright-Jahr:
- 2009
- Gewicht:
- 235 g
- Maße:
- 187 x 118 mm
- Stärke:
- 20 mm
- Erscheinungstermin:
- 15.11.2009
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Klappentext
Grenzenlos und gewagtHemmungsloser Genuss, der an die Grenzen geht. Dafür steht die Erfolgsautorin Cosette. Sie lässt uns teilhaben an der Faszination der Ekstase, die so vielfältig und aufregend ist wie ihre Heldinnen. Demut trifft auf Kontrolle, Schmerz auf unzählige Spielarten der tiefsten Lust. Diese Erzählungen sind entfesselt, während sie die Leser unbändig fesseln. Lust pur.
Auszüge aus dem Buch
Scarlett wartete auf ihren nächsten Kunden. Den einzigen an diesem Tag. Es war nicht so, dass sie zu wenige Anfragen bekam. Das Gegenteil war der Fall. Sie konnte sich vor Buchungswünschen kaum retten. Durch ihr finanzielles Polster hatte sie das Privileg, wählerisch zu sein. Und eben diese Freiheit, die sie sich herausnahm, hatte ihr in der SM-Szene einen gewissen Ruf eingebracht.
Sie schaute aus dem Fenster und verfolgte mit ihrem Blick die Schneeflocken, die vom Himmel schwebten. Die Uferpromenade des Rheins war bereits weiß - ein kleines Wunder, denn in Düsseldorf schneite es selten und wenn, dann blieb der Schnee nie lange liegen.
Es grenzte ebenfalls an ein Wunder, dass sie in dieses Haus hatte einziehen dürfen. Nur selten wurde eine der exklusiven Wohnungen mit Blick auf den Rhein frei. Falls doch, war sie entweder schnell weg oder selbst für Scarlett zu teuer gewesen. Aber in diesem Fall hatte einer ihrer Kunden ein gutes Wort für sie eingelegt und nun wohnte sie seit sechs Wochen in ihrem kleinen, aber feinen Domizil. Es bestand aus einem Wohn-Schlafbereich, einer offenen Küche und dem separaten Bad. Scarlett liebte die hohen Stuckdecken der Altbauwohnung und den Ausblick auf die flanierenden City-Besucher, die Fährschiffe und das gegenüberliegende Ufer, das im Sommer grün und jetzt vom Schnee bedeckt ganz weiß war.
Vielleicht war sie endlich angekommen, endlich zuhause.
Nach dem Unfalltod ihrer Eltern hatte sie deren Großdruckerei verkauft und lange von dem Erlös gelebt. Die Trauer hatte sie fast entzweigerissen, bis sie wusste, dass es nur eine einzige Möglichkeit gab, nicht von den Depressionen überwältigt zu werden.
Sie traf eine folgenschwere Entscheidung und schlug zwei Fliegen mit einer Klappe: sie schaffte es endlich, die morbide Trauer abzustreifen und sich zu ihrer bizarren Lust zu bekennen. Bald darauf löste sie sich von allen Konventionen, tönte ihre schwarzen Haare rot und nannte sich fortan Scarlett. Anja Spiegel, ihr altes Ich, war mit ihrer Mutter und ihrem Vater im Auto verbrannt.
Sie war nun jemand anderes. Eine Domina.
Bis zu der tragischen Wende in ihrem Leben war sie ihrer Leidenschaft, Männer zu unterwerfen und zu quälen, nur sporadisch und dazu noch heimlich nachgegangen. Anja hatte sich gelegentlich in der Szene herumgetrieben. Sie hatte viele Gespräche geführt, erste harmlose Sessions geleitet und dabei stets eine Maske getragen.
Doch diese Zeit war lange vorbei. Ihr neues Ich, Scarlett, konnte sich dem Faible für SM nicht länger entziehen und brauchte zudem nicht mehr zu befürchten, dass ihre Eltern davon erfuhren. Sie verdiente sogar gutes Geld damit.
Scarlett war frei. Warum fühlte sie sich dann anfangs nicht so?
Zuerst hatte sie gedacht, dass es an ihrer alten Heimat und den damit verbundenen Erinnerungen lag. Also war sie von Duisburg nach Essen gezogen. Dort hatte sie sich jedoch nicht wohlgefühlt und war nach Köln umgesiedelt, bis die Wohnung in Düsseldorf frei geworden war. Für den Moment war sie zufrieden, dennoch nagte etwas in ihrer Brust, das sie nicht zu deuten wusste.
Es klingelte an der Tür. Das musste der neue Kunde sein. Sein Foto und die Sklavenbewerbung, die er ihr online zugeschickt hatte, hatten ihr gefallen. Er war anders gewesen als die anderen Bewerber, hatte nicht gebettelt und war nicht zu Kreuze gekrochen, sondern hatte klar seine Vorzüge herausgearbeitet. Scarlett war neugierig auf ihn geworden und hatte ihn zu sich bestellt.
Als sie zur Tür ging, prüfte sie kurz, ob das Elektroschockgerät an seinem Platz in der Schublade des Sideboards lag. Kein Sextoy, sondern eine Sicherheitsmaßnahme. In der ganzen Wohnung waren zu ihrem Schutz Waffen versteckt.
Scarlett drehte sich genüsslich vor dem Ganzkörperspiegel am Eingang, nur um den Neuen zappeln zu lassen, und war zufrieden mit dem, was sie sah. Die dunkelgrüne Brokatcorsage unterstrich ihre schlanke Taille und drückte ihre schweren Brüste hoch. Liebevoll strich si
Anmerkungen:
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