»Senf dazu: das Comeback der Kassette (Folge 2)«

17. August 2018

»Senf dazu: das Comeback der Kassette (Folge 2)«

Dass die gute alte Schallplatte seit ein paar Jahren einen regelrechten Boom erlebt, ist kein Geheimnis mehr. Ob es am besseren Sound oder doch nur an der Retrowelle liegt, muss an anderer Stelle diskutiert werden. Neben dem Vinyl scheint aber auch noch ein weiterer Tonträger mit hohem Vintagefaktor seinen Weg zurück in die Herzen der Musikliebhaber gefunden zu haben: die Kassette.

Zunächst eine kleine Vorstellung: Bei der Kompaktkassette, Musikkassette oder Audiokassette handelt es sich um ein Tonband in einer Plastikhülle. Es dient zur analogen Aufnahme und Wiedergabe von Tönen. Die Kassette kam 1963 auf den Markt und gehörte in den 1970er- und 1980er-Jahren neben der Schallplatte zu den meist genutzten Tonträgern.

Metallica: The 5.98 E.P. - Garage Days Re-Revisited So weit, so gut, aber steht uns tatsächlich ein ähnliches Comeback bevor wie bei der Schallplatte? Schauen wir mal.

Egal ob Metalikonen wie Metallica, Alternativerocker wie Thirty Seconds To Mars, Lenny Kravitz, Singer-Songwriter wie Iron and Wine, Popstars wie Rick Astley, Elektropioniere wie Jean Michel Jarre und The Prodigy oder Within-Temptation-Frontfrau Sharon den Adel alias My Indigo – sie alle bieten oder boten die Kassette bei ihren letzten Album-Veröffentlichungen als mögliche Medienform mit an. Auch Rise Against, Belgrad, Zeal & Ardor, Unknown Mortal Orchestra und viele mehr. Irgendwer scheint die Dinger also tatsächlich noch in seinen Walkman oder Kassettenrekorder einzulegen.

Aber warum? Ist es vielleicht die Erinnerung an die gute alte Zeit, als

  • Filmmusik: Guardians Of The Galaxy: Awesome Mix Vol.2 (MC) man noch stundenlang vorm Radio saß, um beim Lieblingslied der Record-Knopf zu drücken, nur um regelmäßig auszuflippen, wenn die Aufnahme schon wieder von aktuellen Verkehrsnachrichten unterbrochen wurde?
  • man noch wohl überlegte Mixtapes von allerhöchstens 90 Minuten aufnahm, statt stundenlange Playlists zu erstellen?
  • man noch regemäßig Bandsalat mit dem Kugelschreiber oder Schraubenzieher beseitigte?
  • der Walkman am Gürtel noch eine Art Status-Symbol war?

Was es auch ist, sie ist wieder da: die Kassette, die MC, das Tape – der Tonträger, der Alte in Erinnerungen schwelgen und Junge verdutzt mit dem Kopf schütteln lässt.

In welchem Umfang das Comeback letztendlich stattfinden wird, wird sich wohl noch zeigen. Oder es wird sich ganz von selbst in Bandsalat auflösen.

So, jetzt seid ihr wieder einmal gefragt: Glaubt ihr an die Rückkehr der Musikkassette? Gehört ihr zu den Leuten, die tatsächlich noch Tapes hören, kaufen oder aufnehmen? Und wenn ja, wieso? Wir freuen uns auf eure Meinungen zu diesem Thema.

 

Noch eine spannende Diskussion findet ihr hier:

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Christoph van Kampen

Verfasst von Christoph van Kampen

Christoph van Kampen ist unser Texter und Redakteur. Neben Rock, Pop, Klassik und Jazz beschäftigt sich der Schallplattenliebhaber bevorzugt mit dem Thema Vinyl, zum Beispiel hier im Blog.

34 Antworten zu “»Senf dazu: das Comeback der Kassette (Folge 2)«”

  1. Peter Wichmann sagt:

    Ich verwende immer noch Kassetten, habe ein Archiv mit Aufnahmen, die es anderweitig nicht gibt. Es kommen im Rundfunk auch Sachen,die nur hier zu haben sind. CDs sind zwar manchmal bequemer, aber man muß auch nicht so träge sein, nur Vorgefertigtes einzulegen.

  2. Marcel Dittrich sagt:

    Also ich finde ja, was besseres als Kassetten gibt es für Kinder nicht. Meiner Tochter hab‘ ich das Prinzip schon früh beigebracht – und sie weiß, dass auf der blauen Kassette andere Kinderlieder drauf sind als auf der orangenen.
    Mit dieser einfachen Bedienbarkeit können mp3- und CD-Spieler nicht mithalten.
    Gut, Metallica kommt vielleicht etwas später dran ;)

  3. Herbert Bender sagt:

    Ich sag‘ nur: „LIEBLINGSKASSETTE“!!!
    Tagelanges Überlegen, welche Songs für die Liebste drauf sollen, dann die Aufnahmephase, das liebevolle Beschriften, das gespannte Verschenken und das Hoffen auf ein überschwängliches, euphorisches Feedback…

  4. Dirk sagt:

    Kassetten verwende ich hin und wieder, um interessante Beiträge oder Musik vom Radio aufzunehmen. Auch habe ich noch ein ganzes Archiv an Kassetten aus den 70er, 80er und 90er Jahren mit guter Musik. Früher habe ich mir sogar die Mühe gemacht, Titel und Interpreten in eine Computerdatei einzutragen (C64, Database). Den Ausdruck davon habe ich immernoch; man findet eben schneller, was man sucht an alten Aufnahmen.

  5. Verena sagt:

    Ich hatte immer zu viele Kassetten um jemals damit wieder aufzuhören. Habe dafür handgeschriebene Inhaltsverzeichnisse in einer Mappe, mit der Nummer der Kassette und was halt drauf ist.
    Ich hatte früher einen kleinen Radio mit dem ich auch meine Stimme aufnehmen konnte und spielte quasi selbst Radio mit meiner Schwester. Dieses Relikt aus unserer Vergangenheit ist ein Teil von uns und ich hör sie immer wieder gerne an.
    Vor allem seltene Sachen wie die Milestones, die ich mir damals von Papas Schallplatte kopierte habe, kann ich mir so wieder anhören. :)

  6. volker röll sagt:

    Wollen wir bei der Debatte doch die guten , alten Tonbänder nicht vergessen ! War zwar umständlicher als Kassette , aber bei 19 Drehzahl auf jeden Fall von guter Tonqualität .

  7. Audiochem sagt:

    In meinem Auto habe ich noch ein Abspielgerät für Cassetten und als ich kürzlich einige 35 Jahre alte Cassetten anhörte, die schon im Walkman liefen und in der Sonne gebraten haben, war ich von der Tonqualität sehr positiv überrascht. Vor allem Aufnahmen in Dolby waren super gut erhalten und mir kam vor, dass das analoge Gefühl, der Charme und die Wärme der Musik nicht besser in die Jetztzeit transportiert werden hätte können. CDs aus der Anfangszeit sind dagegen unanhörbar schrill und scharf. Aber es gibt heute bessere Technologien und auch wenn man gerne mal Kerzen aufstellt, auf elektrisches Licht will man doch nicht verzichten, oder?

  8. Harry E. sagt:

    Ich habe noch sehr viele MC’s, selbst Aufgenommenund gekauft. Zum Abspielen habe ich einen 26 Jahre alten Stereo Turm mit 1000w, Plattenspieler und Doppel Kasettendeck sowie zwei UHER Tonband Maschinen. Ausser MC’s habe ich viele Bänder die alle selbst Aufgenommen wurden und viele Singel’s und LP’s, die regelmäßig zuwaschs bekommen. Alle drei Musikarten sind ständig im Betrieb, da kommt Laune auf und macht Spaß.

  9. Jochen Krull sagt:

    Nun, meine alten Cassetten hören sich im Vergleich zur Platte zu dumpf an und ich habe nur Maxell und TDK.
    Hinzu kommt der drohende Bandsalat.

    Ich besitze noch einen 30 Jahre alten Yamaha-Recorder aber für mich keine Option. Ich bleibe bei Vinyl

  10. Ludwig Landau sagt:

    Ich besitze noch ein Doppelcassettendeck als Teil einer Anlage. Aufnahmen sind mit beiden Laufwerken möglich. Der Clou daran ist, dass das Gerät Musikstücke im Random-Play abspielen kann und auch Musikstücke, anhand einer automatischen Nummerierung, wiederfindet. Beim Kauf vor über 20 Jahren, wurde ich mitleidig belächelt, denn die Technik sei veraltet. Jedoch besitze ich noch Aufnahmen auf Cassette, welche ich bisher nicht auf Platte oder CD finden konnte. Original verpackte Leercassetten stehen noch dabei. Davon trennen kommt nicht in Frage.

  11. Max Herzog sagt:

    Vinyl und MC gehören zusammen. Beim Vinyl muss ich ab und zu die Nadel reinigen und ersetzen, bei der MC muss ich ab und zu den Tonkopf reinigen, dann ist alles Okay. Die Tonkualität ist besser als MP3.

  12. Rainer Wellnitz sagt:

    Ich bin jetzt 71 Jahre alt und habe eine dementsprechende Musiksammlung ( 35000 Einzeltitel-Hugo Egon Balder würde es erfreuen ;-) ).Da sind alle Tonträger vorhanden.Die Kassette will ich nicht vermissen.Ich gebe allerdings zu,daß ich zu faul geworden bin um noch Aufnahmen zu machen.Das gilt im übrigen auch für meine Tonbänder.Aber abgespielt werden sie noch-auch um die Geräte in Bewegung zu halten.
    Von der Wiedergabequalität gibt es nichts zu bemäkeln,wenn man die richtige Anlage dazu hat.

  13. Jörg Menkens sagt:

    Ja, die gute alte Compakt Cassette ist doch geil, wenn man ein Hi-End Gerät hat und die dazu gehörende Anlage. Außerdem halten die CC länger als manche CD´s und haben eine längere Abspieldauer. Und der Platzbedarf ist auch kleiner.

  14. Dieter Mohr sagt:

    Ich hatte eine große Cassettensammlung mit Nacamichi-Deck aufgenommen und alles verschrottet. Dann eine DAT-Cassettensammlung mit Sony-Deck und mobilem Gerät.
    Klasse Klangqualität. Aber alles zu groß, zu schwer, keine Titelsprünge möglich.
    Auf dem Handy über 100 GB Musik im Losless-ACC Format mit schnellem Zugriff – da geht doch keine Weg vorbei, es sei denn, man ist notorischer Digital-Muffel von vorgestern. Die Schellackplatte ist doch auch schon lange tot.

  15. Thomas sagt:

    Was soll ich sagen meine Platten hab ich nie weggegeben und das ist auch gut so. Tapes hab ich vor einiger Zeit für mich wieder endeckt und einfach aus Spaß ein paar Tapes aufgenommen. Der Klang War jetzt nicht sooo toll, der Spaß schon und wenn ich mal ne coolen Walkman finde geht es wieder los. :)

  16. Wohlklang sagt:

    „Sicher ist: Das Leben in den Siebzigern und Achtzigern wäre irgendwie ein anderes gewesen, hätte der Holländer Lou Ottens nicht das tragbare Tonband – die Audiokassette – erfunden. Bis heute ist die Kassette in Afrika und Südasien der Standardtonträger, robust und haltbar, resistent gegen Staub und Extremtemperaturen und auch in alten Rekordern abspielbar. Zugegeben – in Europa und den USA herrscht heute neben der Musik im MP3-Format die CD – aber die hat Lou Ottens, damals Ingenieur bei Philips, ja auch mitentwickelt.“ (Zitat aus „Zeit Online, Erfindung der Musikkassette: Bandsalat, der die Welt veränderte“ vom 28.08.2013, Autor: Wierd Duk)
    Soviel zur grundsätzlichen Daseinsberechtigung der MC auch in heutigen Zeiten.
    Am liebsten höre ich Vinyl-Schallplatten und CDs.
    Das älteste Teil meiner Anlage jedoch ist das Sony TC-K8B Tapedeck (Kultverdacht!) aus den siebziger Jahren, welches immer noch hervorragend funktioniert und klingt. Hmmm, und dieses Display, einfach klasse…
    Damit höre ich manchmal eines meiner vielen, selbst aufgenommenen und zumeist immer noch intakten TDK-Bänder aus Jugendzeiten. Außerdem habe ich noch einige alte Proberaum-Aufnahmen auf MC, die ich mir ohne Tapedeck nicht mehr anhören könnte. Zum Aufnehmen benutze ich es aber aus Bequemlichkeit nicht mehr, da brenne ich dann doch lieber mal eine CD und auch zum Home-Recording bevorzuge ich digitales Equipment. Ist halt einfacher.

  17. Rodja sagt:

    Ich habe erst vor kurzem die Kassette wieder entdeckt. Auch für meine Kinder. Hörspiele auf Kassetten sind für sie einfacher zu bedienen, als CDs oder mp3. Und wenn sie schlafen, kann man den Player einfach auf Stopp drücken – und am nächsten Tag an der gleichen Stelle fortsetzen. Bei CDs muss man immer skippen, sobald man abgedreht hat.

    Auch ich höre wieder mehr Kassetten. Leider habe ich keine Anlage, um mir Mixtapes aufzunehmen. Aber das kommt noch.

    Durch Mixtapes habe ich mich weitaus mehr mit Musik auseinander gesetzt, als jetzt, wo ich einfach Songs auf meinen mp3-Player rüberschiebe. (Ja, ich nutze einen mp3-Player, weil ich das Smartphone an sich nicht mag. Mir ist der mp3-Player einfach handlicher – und auch leichter beim Sport zu verwenden).

  18. Tanti sagt:

    Hier geht es ja um Kauf-Cassetten. Damit hatte ich immer wenig Glück. Die Firmen haben oft schlechtes Material genutzt. Viele der Cassetten, die ich gekauft hatte, haben geleiert, gezittert, waren dumpf oder haben gerauscht.
    Aber ich habe noch eine ganze Menge von selbst aufgenommenen und von Freunden aufgenommenen Cassetten. Die Qualität ist auch heute nach 20, 30 Jahren immer noch anhörenswert. Und ein Projekt für die Rentnerzeit ist, diese Cassetten zu digitalisieren. Ich hoffe, ich erlebe da keine so bösen Überraschungen wie beim Rippen meiner ältesten CDs.

  19. Christin sagt:

    Äh, nein. Ich will mit den Dingern nix mehr zu tun, bin froh, daß sie weg sind. Das Hauptproblem war, daß sie nur dann einen guten Klang hatten, wenn man für das Deck mindestens (!) 700 Mark ausgab (eher >1.200) und dann bei Deckwechsel immer am Azymuth rumjustierte.
    Ich habe aber Hunderte Songs davon digitalisiert und seitdem als mp3 in Swinsian — sozusagen als Einkaufserinnerungsliste.
    Andererseits, einige Alben gibt‘s ja gar nicht (mehr) auf CD: Zum Beispiel The Name/Dangerous Times, Greg Kihn/Next Of, Quench/Dreams (12“ Version), selbst hinter den „jüngeren“ von Steve Harley hechel ich ständig hinterher.

  20. Rolf Müller sagt:

    Nach dem Vinylknistern noch ein kräftiges Bandrauschen. Für Klassik-Hörer unerträglich. Wer höchste Klangqualität will, dem bleiben nur SACD oder Bluray Audio. Und wer die Klangqualität der späten 50er Jahre ohne störende Wiedergabegeräusche genießen will, dem sei Soltis Ring des Nibelungen empfohlen. 14 Stunden hoch auflösend auf einer Scheibe. Dafür bräuchte es auf Vinyl ein paar Kilo Material. Und 28 Mal Scheiben oder Seitenwechsel. Viel Spaß.

  21. Ulrich Helmich sagt:

    Ich stelle mir meine alten Mixtapes am PC als Audirvana-Playlists neu zusammen, in CD-Qualität oder besser, genau 90 Minuten lang, wie eine C90. Habe zwar neulich ein paar neue Kassetten aufgenommen, aber ehrlich gesagt, hört sich das nicht so gut an wie ein HD-Download von Qobuz oder HighResAudio etc. Vor allem schade, dass es keine guten Metall-Cassetten mehr zu kaufen gibt, nur noch billige Ferro oder Chromdioxid-Bänder.

  22. F.Schwarz sagt:

    Ich habe zwei sehr gute Casettedecks, welche ich in weisser Vorsicht, nicht verkauft habe.
    Bespielte gekaufte Kasetten waren klanglich meist sehr schlecht. Deshalb wurde zu 95% vom Radio oder der ausgeliehenen Platte aufgenommen.

  23. McFlush sagt:

    Was nervt: die Tape-Decks kommen halt mal in ihrer Lebensdauer zum Ende und schwächeln. Keiner repariert etwas, es gibt keine Ersatzteile. Man kauft sich ein neues. Nur: Es gibt da nix mehr im Handel, auch nix Hochpreisiges. Man ist aufgeschmissen. Man ist angewiesen auf Händler mit antiquarischem Gerät – und das ist halt fragwürdig. Auch die momentan käuflichen MC-Casssetten selbst bieten keine Qualität mehr, nur noch Ferro und Kinderkram (siehe oben Ulrich Helmich).

    Aus der alten Zeit her ist meine Sammlung bis jetzt auf 491 MC angewachsen. Das meiste entstammt als Quelle aus dem Rundfunk – hier vor allem BR. Im Klassikprogramm bieten die hervorragend produzierte Stücke, die man auf CD kaum erwerben kann. Ganz abgesehen davon, das man ein armer Mann wäre, wenn man sich das alles zukaufen wollte.

    MC ist mit 2 x 45 Minuten ideal. Da passt nahezu jede Sinfonie drauf und Kammermusik und Klaviermusik sowieso. Wirds mal länger, bespielt man halt pfiffig die Rückseite der MC. Ideal!

    Zur Qualität: Hat man einen guten Apparat – kann beim Gebrauchthändler schon mal 200 Euro kosten/die alten AKai, TEAC oder PIONEER usw kosteten da locker schon mal 300 bis 500 Mark – so kann die Qualität im Klang ehrfurchtgebietend gut sein. Entscheidend ist halt die Qualität der Vorlage – aber die wird nahezu 1 zu 1 übernommen. Und die Qualität hält sich! Ich habe MC-Aufnahmen aus den 70ern – da bleibt die Puste weg. Insofern sind viele meiner LPs aus dieserZeit Schritt und diealtenCDs beginnen auch zu schwächeln. MC hat meiner Einschätzung nach die längste Lebensdauer. Und natürlich Bandmaterial mit Tonbändern – aber das ist eine eigene Geschichte.

    Fazit: Ich hoffe auf die Zeit, wo es wieder richtige Qualitäts-MC-Spieler geben wird und Casseten dazu wie in der ALTEN ZEIT.

  24. McFlush sagt:

    In meinem Beitrag ist mir ein Fehler unterlaufen: Streiche „Schritt“ und füge ein „Schrott“. Danke.

  25. Tanti sagt:

    Bezüglich Tapedecks: Für ein Aufleben der MC wäre es heutzutage natürlich überaus hilfreich, wenn es hochwertige Geräte mit USB-Schnittstelle und eingebautem DA-AD-Wandler gäbe.
    Das billige Zeug mit USB-Anschluss ist jedenfalls nicht geeigent, um mit der HiFi-Anlage oder dem PC bzw. dem Heimnetzwerk zu kommunizieren.

  26. Stefan sagt:

    Meistens höre ich Musik von CD. Die HiFi Anlage beherrscht aber auch das Abspielen von Tonträgern wie die SACD, BluRay Audio, … und auch alle gängigen Audioformate wie mp3, FLAC, AAC … Darauf möchte ich genauso wenig verzichten, wie eben auch auf die Möglichkeit noch Audiokassetten abzuspielen. Hierzu dient ein elektrisch und mechanisch top gepflegtes Tapedeck von Anfang der 90er Jahre, aus der Hochzeit der Audiokassette, kurz vor ihrem Niedergang. Der Klang ist für die meisten meiner Besucher nicht von der CD zu unterscheiden, noch dazu sind die leuchtenden Balken der Aussteuerungsanzeige ein kleiner Augenschmaus :)

    Neben älteren und aktuellen Hörspielen höre ich meist Kassetten aus älterer Produktion, die eben so nicht mehr erhältlich sind, aber gönne mir auch immer wieder mal eine neu veröffentlichte Kassette, statt dann die CD zu kaufen. Dazu gehörten z.B.: Visage, Jay-Z, Metallica, Re-Releases von Jaya the Cat, Nirvana, uvm. Mag sein, dass es sich bei diesen Kassettenveröffentlichungen um einen Marketing-Gag handelt, letztlich befriedigt es tatsächlich die Nachfrage einer kleinen Nische, zu der ich wohl gehöre.

    Warum? Vor allem weil es Spaß macht, weil man etwas zum anfassen hat, weil sich die mit der Musik verknüpften Erinnerungen nicht auf Knopfdruck in nichts auflösen, weil der Bandsalat an einem Tapedeck in Wahrheit höchst selten auftritt, weil etwas Nostalgie dabei ist. Vielleicht auch weil es in unserer schnelllebigen Zeit entschleunigt, die Kassette aus dem Regal und dann aus der Hülle zu nehmen, das Kassettenfach zu öffnen, die Kassette einzulegen, die Bewegung der Bandspulen zu beobachten.

    An eine Rückkehr der Musikkassette, auf einem ähnlichen Niveau wie es bei der Schallplatte zu beobachten ist, glaube ich nicht. Aber ein kleines Comeback, eine Wiederentdeckung, ja die gibt es. Schön so.

  27. Bernd Schlüter sagt:

    Ich bin mit der MC praktisch aufgewachsen.Habe heute noch weit über hundert Musikkassetten,und nehme über einen Technics Cassettendeck hin und wieder mal auf.Auch auf einen Phillips Tonbandgerät.Und es macht immer wieder Spaß,auch wenn die Qualität nicht der CD entspricht.Aber Tonbänder und Musikkassetten zu besitzen ist für mich auch heute noch genauso selbstverständlich wie Vinyl,CDs,und sogar Minidiscs.Es gehört ebend zum Hobby.

  28. Carlo Fascher sagt:

    Ich liebe mein Vinyl. Ist auch gut so. Hatte früher auch tape-decks und MC-Aufnahme- und Abspielgeräte, inkl. Walkman, natürlich. Die Bänder für das tapedeck zerbröseln mit der Zeit; die MCs sind natürlich Schrott und waren nie besonders high-endig. Kann man getrost vergessen! Es leben die Vinylscheiben und für den Normalgebrauch die CDs !

  29. Thomas Wienand sagt:

    In den späten Siebzigern, als Cassette normal war, hatte ich als Teenie ein Braun TG 1000 und schaute erstmal mitleidig auf die mit den miesen Cassetten.
    Bis ich merkte, dass man Spulen nicht tauschen konnte. So bekam ich von meiner dauernden „Quelle“, meinem Vater, der bei Braun damals Abteilungsleiter war, ein TGC 450. Hatte ohnehin zu Hause Braun – Highend.
    Klanglich fand ich die Cassetten im Vergleich mit meiner restlichen Anlage furchtbar. Keine Ahnung, ob das repräsentativ war.
    Jedenfalls hab ich heute nen Netzwerkplayer, zwei Vinyldreher und nen SACD Player, und sehe keinen auch nur annähernd vernünftigen Grund, mich nochmal mit Cassetten zu beschäftigen, dem sicherlich schlechtesten Medium diesen gegenüber.
    Es sei denn, ich hätte einen Oldtimer mit zeitgenössischem, stilechten Cassetten-Autoradio. Hab ich aber nicht…

  30. Michael Dahnelt sagt:

    Hallo Ihr Musikliebhaber,
    ich finde diese ewigen Diskussionen , ob ein veraltetes Speichermedium wie die Casette zurück kommt oder kommen sollte, völlig überflüssig und sinnlos.
    Jeder soll seine Musik doch so abspeichern und hören wie er das gerne möchte.
    Ich habe jedenfalls meinen Frieden gefunden und kaufe weiterhin CD und Vinyl.
    Aber um eines sollte es bei dem ganzen doch gehen, um die Musik selbst und die Beschäftigung mit dieser. In der Jugendzeit Stundenlang vorm Radio gesessen und die Musik aufgenommen oder Platten gehört. Herrlich !!!!
    Und seit die CD am Markt ist höre ich keine Casetten mehr, seit fast 15 Jahren wieder sehr intensiv Vinyl, aber das intensive Beschäftigen mit dem Kulturgut Musik ist noch immer das selbe geblieben.
    Und heute sitzen sehr viele Menschen vor ihrem Abhörequipment und hören „ihre“ Musik auf digitalen Medien und wenn das gerade gehörte nicht gefällt wird schnell weitergezappt. Der Musiker und seine Musik erfährt nicht mehr die „Wertschätzung“ die ihr eigentlich zusteht.
    Und deshalb kann die Casette vielleicht auch wieder dazu beitragen an diesem Umstand etwas zu ändern.
    Und vom Klang der Casette und den anderen Formaten wollen wir hier gar nicht reden, das ist ein anderes Kapitel. Es gibt aber nicht wenige unter uns die gerade diesen Oldschool-Sound der Kompakten mögen und lieben.
    Viel Spaß beim Musikhören-und erleben !!!!!!
    LG Michael Dahnelt

  31. gerd sagt:

    Zum Glück habe ich meine „alten“ Schätze auf MC und Vinyl nie weggegeben. Mein Cassettendeck, ein AKAI aus dem High End Bereich, wurde gut gepflegt und die TDK Cassetten habe ich damals auf Vorrat gekauft.
    Läuft auch heute noch alles sauber und ist klanglich diesem elenden MP3/4 um ein vielfaches überlegen. Einzig weil ich kein adäquates Cassettendeck für meinen PKW finde, muss ich MP3 Musik hören. Bequemer ist digital, aber klanglich und emotional wird es analog nie erreichen.

  32. Markusewitz sagt:

    Da mittlerweile wieder viele Neuveröffentlichungen auf MC rauskommen, hab ich mir dann doch die ein oder andere wieder zugelegt und mein gutes Pioneer-Tapedeck von 1993 reaktiviert. Es hat etwas Entschleunigendes und Nostalgisches…mir gefällt das sehr :-) ! Das große Revival wird es aber wohl eher nicht geben…

    @McFlush: Ich habe mein Tapedeck bei Krickhaus Elektronik in Köln überholen lassen. Hat zwar entspannte 180,- Euro gekostet, aber die machen noch Komplettüberholungen; auch mit Versand.

  33. Handlewithcare sagt:

    Ich war wohl einer der letzten Kassettenkäufer und habe in den Elektronikmärkten regelmäßig das Regal mit den TDK-SA geleert, bis der Nachschub ausblieb. Das ist zwölf Jahre her und damals waren die technischen Alternativen noch mit einer ganzen Reihe von Nachteilen behaftet. Aber heute? Ein guter Datensatz auf dem mobilen Player, abgehört selbst über einen zeitgemäßen Bluetooth-Kopfhörer mit verlustfreiem Protokoll klingt so viel frischer, knackiger und direkter, einfach näher an der Musik. Kassette ist da nur noch Hipster-Romantik. Liebenswert nostalgisch aber mit Liebe zur Musik nicht zu begründen.

  34. Ronald sagt:

    Comeback der MC? Definitiv nein! Liebhaberei? Definitiv ja! An eine längerfristige Rückkehr der Magnetbandkassette glaube ich nicht. Da bieten die neuen Medien deutlich mehr Komfort und zum Teil doch die bessere Qualität. Null Verschleiß bei Tonträger und Abspieler. Die mechanischen Abspielgeräte verschleißen sehr schnell und Ersatzteile wird es auf breiter Front nicht mehr geben. Das steht fest! Wer allerdings noch ein ordentliches Deck oder Potable besitzt, sollte es auch nutzen, solange es geht. Schon allein aus nostalgischen Gründen, wegen der schönen Erinnerungen, die manchmal wie Balsam auf der geschundenen Seele wirken kann! Ebenso verhält es sich mit Schallplatten. Auch hier sollte man differenzieren und nicht jeden Quark auf Vinyl veröffentlichen, nur weil es gerade „hip“ ist. Reissues, die seinerzeit auf Vinyl erscheinen sind, kann man gern auch wieder auflegen, aber Hitparadengedöns, was sowieso aus dem Computer kommt, muß ich nicht noch auf Vinyl haben ( DJ Platten mal ausgenommen)!

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