Schöne Aussicht: die jpc-Vorschau (Januar-Februar 2023)

2. Januar 2023

Wie könnte man 2023 besser beginnen als mit einer Aussicht auf die kommenden Top-Veröffentlichungen?
Auch im neuen Jahr werden wir euch hier im Zwei-Monats-Rhythmus eine Vorschau über die anstehenden Neuheiten bieten. Anders als bislang wird sich diese aber nicht auf Vinyl-Veröffentlichungen beschränken. Viel Spaß beim Entdecken der Neuheiten!

Das Jahr beginnt gleich mit einem Paukenschlag für alle Punkrock-Fans: Iggy Pop veröffentlicht am 06.01. sein 23. Album »Every Loser«. Auf dem kehrt er mit Gastmusikern wie Chad Smith (Red Hot Chli Peppers), Duff McKagan (Guns’n’Roses) und Taylor Hawkins (Foo Fighters, R.I.P.) zu seinen rockigen Wurzeln zurück.

Der Love-Metal-Pionier VV (alias Ville Valo) meldet sich standesgemäß am 13. des Monats mit seinem Solo-Debüt zurück. Der ehemalige Sänger von H.I.M. behält mit »Neon Noir« seinen Kurs bei und liefert gotisch-angehauchten Pop-Metal.

Nach vier Jahren veröffentlichen die polnischen Prog-Rocker von Riverside im Januar endlich ein neues Studioalbum. Das achte Werk des Quartetts wird »ID.Entity« heißen und sich mit den Problemen unserer modernen Welt auseinandersetzen.

Mit »RUSH!« kredenzen uns die italienischen Rocker von Måneskin ihr erstes Album, seit dem Gewinn des Eurovision Song Contests im Jahr 2021. Mit den 17 neuen Songs wollen die vier Römer die hohen Erwartungen übererfüllen und haben sich dafür extra Tom Morello von Rage Against The Machine als Gast für den Song »Gossip« eingeladen.

Ein echtes Hardrock-Highlight haben am 20.01. die Black Star Riders in petto. Ihr fünftes Album heißt »Wrong Side Of Paradise« und mit dem wollen die ehemaligen Thin-Lizzy-Musiker erneut die oberen Regionen der Charts angreifen. Mit allen Vorgängern war dies unter anderem in Deutschland und UK gelungen.

Die 17. Ausgabe der umfangreichen Bootleg Series kümmert sich um die »Time Out Of Mind Sessions (1996-1997)« von Bob Dylan. Das Album gilt es ein Meisterwerk in der Diskographie und als Beginn einer kreativen Hochphase des Meisters. Es ist hier in einem 2022er Remix mit diversen Outtakes und Alternativversionen enthalten.

Album Nummer – natürlich – »Sieben« veröffentlichen Pascow Ende Januar. Die deutschen Punkrocker aus Rheinland-Pfalz entwickeln ihren Sound seit 20 Jahren kontinuierlich weiter. Mit dem Vorgänger »Jade« gelang 2019 sogar der Sprung in die Charts.

Mit »Heut ist ein guter Tag« setzen die Donots im Februar der allgemein gedämpften Gesamtstimmung in unserer Gesellschaft ein explizit positives Punkrock-Album entgegen. Bei den Ibbenbürenern und ihren Fans werden die 15 neuen Songs auf jeden Fall für gute Laune sorgen.

Ebenfalls Anfang Februar erscheint »ADHS«, das neue Album des Berliner Rappers Prinz Pi. Auf seinem 17. Studiowerk sinniert der 43-Jährige über die Risse in unserer Gesellschaft. Aber auch die eigene Biografie und seine Rolle als Vater werden thematisiert.

Nach über fünf Jahren erwartet uns im Frühjahr endlich ein neues Album von Shania Twain. »Queen Of Me« wird zwölf neue Songs des US-Megastars enthalten. Einige davon waren vorab schon in der Netflix-Dokumentation »Shania Twain: Not Just A Girl« zu hören.

Ganze zehn Jahre hat es gedauert, bis The Rolling Stones das Live-Dokument zu ihrer großen Show aus Newark, New Jersey aus dem Jahr 2012 veröffentlichen. »GRRR Live!« enthält neben dutzenden Stones-Hits auch eine Reihe an illustren Gästen wie Bruce Springsteen, Lady Gaga, The Black Keys und viele mehr.

Die Indie-Rock-Institution Yo La Tengo veröffentlicht im Februar ihr 17. Album »This Stupid World«. Die neun Songs des Albums sollen den Hörern in Zeiten von Unruhe und Angst ein Gefühl von Ruhe und Zuversicht geben. Dafür haben die Kritiker-Lieblinge die Tracks gemeinsam live im Studio aufgenommen und auch die Produktion selbst in die Hand genommen.

»Trustfall« wird das neunte Album von P!nk heißen und es kommt im Februar auf den Markt. Bislang wird um die 13 neuen Songs noch ein ziemliches Geheimnis gemacht. Aber die erste Single-Auskopplung »Never Gonna Not Dance Again« macht definitiv Lust auf mehr.

Mit »Neues vom Dauerzustand« kommentieren Deichkind gewohnt humorvoll die Ausnahmesituation in der wir uns kollektiv sein einigen Jahren befinden. Mit ihrem achten Album wollen die Hamburger außerdem zum vierten Mal in Folge in die Top 3 der Charts.

Satte zehn Jahre haben sich die belgischen Art-Rocker von dEUS Zeit gelassen, um ihr achtes Studioalbum fertig zu stellen. Dafür dürfen die Fans von »How To Replace It« aber auch den typischen ausgefeilten Sound erwarten, für den sie das Quintett aus Antwerpen so verehren.

Album Nummer Zehn veröffentlicht Annett Louisan im Februar. »Babyblue« erzählt vom Älterwerden und den Befindlichkeiten, die uns allen in der Mitte des Lebens begegnen. Wie immer charmant ehrlich, aber mit einem Augenzwinkern vorgetragen von Deutschlands erfolgreichster Chanteuse.

Pünktlich zur neuen Tournee (oder umgekehrt) erscheint Helge Schneiders neues Album »Torero«. Auf dem spielt der Nonsens-Jazzer aus Mülheim mal wieder diverse Instrumente selbst, wobei es ihm vor allem die Trompete dieses Mal besonders angetan hat

Mit »Wildberry Lillet« gelang Nina Chuba einer der größten deutschen Hits des vergangenen Jahres. Im Februar nun erscheint nach zwei EPs und über 30 Singles endlich ihr erstes vollwertiges Album »Glas«. Auf dem beweist die junge Hamburgerin auf 18 Songs, warum sie schon jetzt als wichtige Stimme ihrer Generation gefeiert wird.

Für ihr achtes Album »Cracker Island« haben sich die Gorillaz einmal mehr namhafte Unterstützung ins Studio geholt. Auf den zehn neuen Songs der virtuellen Electro-Pop-Band geben sich unter anderem Stevie Nicks (Fleetwood Mac), Thundercat, Beck und Tame Impala die Ehre. Willkommen auf Cracker Island!

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Marc Albermann

Verfasst von Marc Albermann

Marc Albermann ist unser Texter und Redakteur. Außer für Rock, Pop, Jazz und Klassik interessiert er sich für Filme, Fußball und natürlich Vinyl.


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