10 Albumcover-Zwillinge, gewollt oder nicht

14. Januar 2019

Was ein Album legendär macht? Natürlich die Musik darauf. Nicht unwichtig ist aber auch das Cover. Hier zeigt sich einmal mehr die Kreativität der Künstler oder aber ihr Verständnis von Kunst. Aber mit der Kreativität ist es manchmal so eine Sache, denn nicht alle Künstler oder deren Grafikdesigner lassen sich selbst etwas Neues einfallen. Es gibt ja schließlich schon so viele schöne Vorlagen. Natürlich wollen wir hier niemandem etwas unterstellen, und manchmal mag es ja auch als Hommage gedacht sein, aber eins steht fest: die Ähnlichkeit der folgenden Cover ist nicht zu leugnen, ob nun gewollt oder nicht.

Platz 10: Eminem vs. Beastie Boys

Eminem: Kamikaze The Beastie Boys: Licensed To Ill (30th Anniversary) Erst letztes Jahr erschien Eminems Spontanalbum »Kamikaze«. Die Vorlage, »Licensed To Ill« von den Beastie Boys, feierte 2016 seinen 30. Geburtstag.

Platz 9: Marteria & Casper vs. EPMD

Marteria & Casper: 1982 EPMD: Back In BusinessEbenfalls im letzten Jahr veröffentlichten die Deutschrapper Casper und Marteria ihr erstes gemeinsames Album »1982«. Das Original ist EPMDs 5. Album »Back In Business« aus dem Jahr 1997.

Platz 8: The Clash vs. Elvis

The Clash: London CallingElvis Presley: Elvis Presley 1st AlbumThe Clash veröffentlichten 1979 ihr drittes Album »London Calling«. Elvis war ein bisschen früher dran. Sein legendäres selbstbetiteltes Debüt samt Cover erschien 1956. Weitere Nachmacher sind Flogging Molly und Tom Waits.

Platz 7:  Iron Maiden vs. Earth, Wind & Fire

Iron Maiden: Powerslave (180g) Earth, Wind & Fire: All 'N All 1977 erschien mit »All n’ All« das achte Studioalbum der R’n’B-Legenden Earth, Wind & Fire. Nur sieben Jahre später nutze eine weitere legendäre Band ein ähnliches Pyramiden-Motiv, nämlich Iron Maiden für ihr fünftes Album »Powerslave«.

Platz 6: Roger Waters vs. MoTrip

Roger Waters: Is This The Life We Really Want?MoTrip: MamaGerade einmal zwei Jahre liegen zwischen den beiden folgenden Covern. Erster war Deutschrapper MoTrip mit seinem Album »Mama« 2015. Erst 2017 erschien »Is This The Life We Really Want?« von Rocklegende Roger Waters.

Platz 5: Frank Zappa vs. The Beatles

Frank Zappa: We're Only In It For The MoneyThe Beatles: Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band Er ist wahrscheinlich der einzige, der das durfte: Frank Zappa kopierte für sein 1968er-Album »We’re Only In It For The Money« einfach mal das Cover des Beatles-Klassikers »Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band« von 1967.

Platz 4: Sophie Hunger vs. Sepenthwithfeed

Sophie Hunger: MoleculesSerpentwithfeet: Soil Wahrscheinlich eher zufällig, denn beide Alben erschienen 2018: Sophie Hungers »Molecules« und das Serpentwithfeet-Debüt »Soil«. Gewisse Ähnlichkeiten sind aber auch hier nicht zu leugnen.

Platz 3: Gorillaz vs. The Beatles

Gorillaz: Demon DaysThe Beatles: Let It Be Und schon wieder die Beatles. Diesmal holten sich jedoch die Gorillaz möglicherweise Inspiration bei den Rocklegenden. Man vergleiche »Demon Days« (2005) und »Let It Be« (1970).

Platz 2: Joe Jackson vs. Sonny Rollins

Joe Jackson: Body And Soul Sonny Rollins: Sonny Rollins Vol. 2 1957 veröffentlichte Jazzlegende Sonny Rollins seinen Longplayer »Sonny Rollins, Vol. 2«. Viele Jahre später erschien Joe Jacksons Studiowerk »Body And Soul«.

Platz 1: David Bowie vs. Stone Temple Pilots

David Bowie: Blackstar (Explicit) Stone Temple Pilots: No. 42016 erschien mit »Blackstar« das letzte Album von Rocklegende David Bowie. 1999 veröffentlichten die Stone Temple Pilots ihr Album »No. 4«.

Und? Kennt ihr auch irgendwelche Albumcover, die sich verblüffend ähnlich sehen, ob nun gewollt oder nicht? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

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Christoph van Kampen

Verfasst von Christoph van Kampen

Christoph van Kampen ist unser Texter und Redakteur. Neben Rock, Pop, Klassik und Jazz beschäftigt sich der Schallplattenliebhaber bevorzugt mit dem Thema Vinyl, zum Beispiel hier im Blog.


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11 Antworten zu “10 Albumcover-Zwillinge, gewollt oder nicht”

  1. Thomas Atzinger sagt:

    Platz 2: sahen nicht viele Jahre alle Jazz platten so aus?

  2. RainerS sagt:

    ……und dann gibt’s noch viele „Coverversionen“ der „Abbey Road“ der Beatles.

  3. ansgar leuthner sagt:

    zu Thomas Atzinger: eigentlich nicht – die waren alle so verschieden wie Pop-Platten…wär ja auch blöd, bei einem Pianisten ein Saxophon-Motiv vorne drauf zu haben….

  4. Ulrich Grobusch sagt:

    zu Platz 8 Elvis/The Clash gibt es noch eine Version von Dub Spencer&Trance Hill (Live in Dub). Die Band hat dann auch noch für ihre Platte „The Clashification of Dub“ eine sehr lustige Variante von THE CLASH „Give Em Enough Rope“ gemacht.
    Aber mein Favourit ist eindeutig Joe Jackson vs. Sonny Rollins, supercool

  5. Uwe Probst sagt:

    Da gibt es von Moody Blues das Album „The Present“. Genau das gleiche Motiv benutzen Dalis Car für „The waking Hour“.

  6. Clemens Echt sagt:

    Bezüglich Sgt. Pepper gibt es auch noch das Cover der „Bläck Fööss“ mit dem Titel „Et es zwanzig Johr jenau jetz her“

  7. Jacek sagt:

    …und die Stones haben sich bei „Their Satanic Majesties….“ ebenfalls bei „Pepper“ bedient.

  8. Werner Meuer sagt:

    Beinahe wäre mir vor einigen Jahren das wunderschöne Album von Mark Fry-
    Dreaming with Alice- entgangen, weil ich laut Cover dachte, habe ich. Ich hatte aber
    Barabajagal von Donovan. Seht euch beide mal an- auch die Rückseite.
    Noch ein Zwilling.

  9. Heinz sagt:

    U2 “ Achtung Baby“ – Anathema „Internal Landscapes“

  10. Olaf Edel sagt:

    Bei „The National – Alligator“ (2005) stand mit verblüffender Ähnlichkeit evtl. auch „Tom Barman & Guy Van Nueten: Live“ (2001) Pate.

  11. Dr.Jazzdrum sagt:

    Noch ein Original und ein Nachahmer:
    Roxy Music mit „Roxy Music“ & Sweet Apple mit „Love & Desperation“