Erfahrungen mit Vinyl-Qualität

6. November 2008

Den Reaktionen zu unserer Vinyl-Umfrage, z. B. von Olaf, entnehmen wir, dass es durchaus nicht nur zufriedene Vinyl-Käufer gibt, gerade was die Qualität der aktuell produzierten Scheiben angeht. Entsprechende Rückmeldungen von Kunden gab es auch schon an anderen Stellen.

Da Vinyl ja gerade unter den audiophilen Hörern äußerst beliebt ist, ist das natürlich ein Missstand, der nicht tragbar ist –, wenn es denn tatsächlich stimmt. Daher dieser Beitrag:

Bitte teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit Vinyl-Käufen mit. Stimmt die Qualität? Ist eine generelle Verschlechterung zu erfahren oder handelt es sich eventuell nur um Ausreißer oder einzelne Produktionsfehler? Gibt es Labels, die in Qualitätsfragen häufig auffallen, im Positiven wie im Negativen? Ist die Gramm-Angabe entscheidend für die Qualität des Vinyls?

Wir sind höchst gespannt auf Ihre Erfahrungen und wir sind uns sicher, dass auch das ein oder andere Label an dieser Stelle mitliest und hoffentlich dankbar für die direkte Rückmeldung zu seinen Produkten ist.

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Stefan David

Verfasst von Stefan David

Stefan beschäftigt sich bei jpc mit dem Onlinemarketing und veröffentlicht daher auch den ein oder anderen Artikel im Blog und schreibt auf den Social-Media-Kanälen von jpc.

100 Antworten zu “Erfahrungen mit Vinyl-Qualität”

  1. Peter sagt:

    Hallo,

    für mich ist es schon immer der einzige ernstzunehmende Tonträger und ich freue mich deshalb sehr über das erweiterte Vinylangebot. Leider ist es wirklich sehr schade und ärgerlich, welche unzureichende Qualität der LPs uns Vinylhörern zum Teil verkauft wird. Der Einzelhandel sollte meines Erachtens großzügig mit Reklamationen verfahren und schlechte Ware dem Hersteller zurückgeben. Nur mit erhöhter Sorgfalt bei der Plattenproduktion kann dauerhaft die Freude am Plattenhören gewährleistet werden.
    Mfg
    Peter

    [Anm. d. Admins: Kommentar von anderem Post verschoben]

  2. Mario Cortolezzis sagt:

    Hallo,

    Habe einige neue Scheiben 180g gekauft bei Ihnen gekauft, 3 von insgesamt 6 waren nicht OK. 2 waren gewellt d.h. regelrecht konkav (Glockenform), daher fast nicht abspielbar, und wenn schon dann nur eine Seite mit einem schweren Puck. Die Miles Davis Kind of Blue hat einige laute Knacker.

    Habe die Scheiben nicht zum Umtausch gegeben da der Transport teuer käme als den Sachwert… da diese ja auch sehr preiswert waren :-)

    Ich denke dass der ganze 180/200g Hype nur darauf zurÜckzuführen ist dass die Produktion keine anständige normale Qualität mehr hinbekommen…. Die alten dünnen Scheiben die 30 Jahre auf dem Buckel haben klingen fast besser! Problem ist Fertigung und Q-Kontrolle. Zum Glück gibt es ja noch Flohmärkte.

    Mit JPC und Ihr Service bin ich absolut zufrieden, CDs und andere Ware ist 1A, nur bei den LPs da bin ich zurückhaltend geworden, würde ganz gerne wieder aus Ihrem Sortiment kaufen, aber bei den teuereren Stücken macht man sich schon Gedanken.

    Hoffe dass die Hersteller das in den Griff bekommen

    Mit herzlichem Gruss

    Mario

  3. Klaus Fischer sagt:

    Da hat der Mario recht.Aber mal ehrlich,wer kauft schon 180g Scheiben?
    Das Problem ist bekannt.Die Hersteller wollen schnell schnell die Scheiben produzieren und auf den Markt werfen.Die nötige Sorgfalt bleibt auf der Strecke.Also NIEMALS 180g Platten kaufen.Lieber bisschen mehr Geld für `ordentlche` Platten ausgeben. Merke: Billig ist eben billig.

  4. Manfred Heizmann sagt:

    Hallo Klaus,
    ich kaufe z.B. 180g-Platten und kann nichts nachteiliges sagen. Sicher, wenn die Platte gewellt ist, hat man ein Problem, das nicht so schnell gelöst werden kann. Aber wenn es ein bisschen knackst, ja was macht das schon aus? Wir sind von den sterilen CDs wahrscheinlich schon so sensibiliert, dass wir auf alles allergisch reagieren.

    Aber über eines können wir doch gemeinsamer Meinung sein: Platten hören sich – gegenüber CDs – doch einfach genial und unübertroffen an. Dafür lohnt sich allemal ein 2000,- € teurer Plattenspieler!

  5. Guido aus LH sagt:

    Hallo,
    ich muß sagen das die Klangqualität und Dynamik der neuen Scheiben gegenüber den vor 30 Jahren ernorm zugelegt hat, doch die Qulität der einzelnen Pressungen hat sehr nachgelassen, z.B. : Bei der LP von David Gilmour, On An Island, verzerrt der Klang immer auf den letzten Stücken der beiden LP-Seiten und es wird von mal zu mal schlimmer, ich finde dieses sehr störend und enttäuschend. Solche Sachen bin ich von meinen alten Scheiben nicht gewöhnt und 21 Euro ist nicht gerade wenig Geld für eine LP. Schade, vielleicht kann ich die Scheibe ja umtauschen ? Mal sehen was das jpc-Team dazu sagt.

    Good Luck

    Guido

  6. Frank sagt:

    Hallo zusammen,

    als leidenschaftlicher Musikhörer ist es schon ärgerlich, wenn neue Vinyl`s nicht der notwendigen Sorgfalt produziert werden.

    Meine Erfahrung ist da recht seltsam: ich habe einige sehr teuere und aufwendig Produzierten Vinyl´s (die Klingen schlechter als CD´s) – einige billig Vinyl Produktionen sind den 180 +Xg Vinyls schlicht und einfach überlegen. Auf der anderen Seite habe ich mittlerweile einige Label´s (Vinyl und CD) die generell mit Ihren sehr schlechten bzw. sehr guten Aufnahmen verblüffen – unabhängig von dem Gewichtsanteil des verwendeten Vinyl´s.

    Mein Eindruck ist folgender: Für den schellen Euro und die Zielgruppe derer, die anscheinend Taub sind, reichen die primitivsten Aufnahmetechniken – wobei auch bei diesen Produktionen verblüffend gute Aufanmen sein können.

    Wenn man richtig den Preis in die Höhe treibt mit vermeintlichen Materialschlachten und einer guter Lobby….- dann muß es gut sein! – kann, geht und darf nicht anders, da dies vermeintlichen HighEnd Pressungen ja vom Guru kommen. Dieser Eindruck wird meinerseits daduch verschäft, das es immer weniger Musikhörher gibt, die sich Ihr eigenes Urteil bilden. Stattdessen setzt die Musikindustie auf Konsumeneten – denn diese wissen anscheinend nicht wie es Klingen kann (DSDS und Konsorten…..leider auch einige sehr gute Profi Musiker bzw. Produzenten) und sollte.

    Eine Vinyl nach den Klangqualtiäten zu kaufen ist sehr schwierig. Ich kaufe eine Vinyl, wenn mir die Musik zusagt bzw. es eine seltene Vinyl ist. Ist die Aufnahme sehr schlecht ist, dann wird sie eben wieder Verkauft – oder als Sammlerstück aufgehoben. Es ist ein trauiges Pockerspiel ob es nun Klingt oder nicht.

    Zudem darf man nicht vergessen, dass der persönliche Geschmack und Eindruck, der Musikraum, die Wiedergabekette und die Psysche einen nicht zu verachtenden Faktor bei der Beurteilung der Klangqualtät darstellt.

    Fazit: die notwendige Sorgfalt (ggf. auch Hezblut) bei der Herstellung von Vinyl scheint oftmals nicht mehr im Vordergrund zu stehen. Umsatz ist wichtiger als die Qualität. Sogfalt und Hezblut ist nicht mehr gefragt….wozu auch? – Die meisten Widergabeketten könne die Unterschiede nicht darstellen – daher Umsatz vor Klangqualität. Kann es denn wirklich sein, das einige Toningenieure und Musikliebhaber schon Taub sind?…oder ist es der Kostendruck?

    Viele Grüße

    Frank

  7. Stefan David sagt:

    @Guido aus LH: Jemand aus unserem Service-Team wird sich bei Ihnen melden.

  8. Stefan sagt:

    Hallo an die „leidgeprüfte Analogfraktion“,

    es ist schon bedauerlich, was uns Analogies als gute bis sehr gute Pressung suggeriert wird. Im Anfang dachte ich, dass es bei mir eine Ausnahme mit den teilweise fehlerhaften Pressungen wäre. Jedoch weit gefehlt! Im Regelfall ist die Hälfte!!! aller gelieferten Platten nicht einwandfrei.
    Das reicht von „Schüsseln“ über dezentrierte Seiten, von Flecken auf der Oberfläche bis zu anscheinend schadhaften Chargen (z.B. Katie Melua). Die Krönung war ein 180er Reissue von Billy Joel mit „angenagtem“ Rand. Und diese Pressungen wurden bereits ersetzt!
    Andererseits gibt es aber auch Glücksmomente, Musikgeschmack hin oder her, z.B. bei Labeln von Stockfisch, Clearaudio, Speakers Corner etc.
    Es scheint tatsächlich, dass die Qualität der Pressung mit dem finanziellen Einsatz korreliert. Wenn ich da an meine alten Schätze, teilweise über 30 Jahre alt (jung) denke, war eine schadhafte Pressung die absolute Ausnahme.
    Fazit: Aus meiner Sicht gibt es noch nicht den notwendigen „Druck“ auf die Hersteller, Qualität unabhängig des Preissegmentes zu etablieren. Bei den o.a. Scheiben handelt es sich auch nicht unbedingt um Sonderangebote. Somit spricht mir dieses Forum aus der Seele und wird hoffentlich von vielen Anhängern der schwarzen Scheiben rege genutzt. Nur so und mit kontinuierlichem „Qalitätsreport“ seitens der Käufer ist auf längere Sicht eine Verbesserung in der Industrie erzielbar.
    Nochmals meinen Dank an das Team von jpc.

    Viele Grüße

    Stefan

  9. Roland Popp sagt:

    Ich kaufe seit den Siebzigern LPs. Die Bedeutung der Schallplatten hat in den Achtzigern – die Gründe hierfür sind bekannt – leider abgenommen. Trotzdem halte ich am Vinyl fest, wenngleich ich feststellen muss, dass die Qualität bei Neupressungen labelübergreifend leider zu Wünschen übrig lässt. In der Regel haben die Neupressungen eine Welle oder Wischer, Schlieren oder sonstige Spuren der Produktion. Das gab es damals nicht. Auch die immer so außergewöhnlich angepriesenen 180-Gramm-HQ-Pressungen machen da leider keine Ausnahme. Die Misere liegt meines Erachtens eindeutig bei der Produktion und nicht beim Handel, der die Fehler der Hersteller nur ausbaden darf. Offenbar wird das Vinyl nach der Fertigung nicht genug abgekühlt, gleich verpackt und versandt. Darüber hinaus wird mit dem sensiblen Material oft nicht vorsichtig genug umgegangen. Vermutlich verfügen die Hersteller nicht mehr über das nötige know how, um korrekt mit Platten umzugehen. Dabei dürfte es doch gar nicht so schwer sein. LPs müssen nur plan (eben) laufen und die Oberfläche muss unbefleckt und glänzend sein. Wenn dann auch noch der Sound (warm und voll) stimmt ist doch alles in Ordnung. Ich musste leider auch schon etliche Schallplatten an JPC zurücksenden und umtauschen. Mit dem Service war ich immer voll zufrieden und habe dann in der Regel auch einwandfreie LPs erhalten. Es wäre schade, wenn dies irgendwann einmal nicht mehr der Fall wäre.

    Danke

    Roland

  10. KAYSER Max sagt:

    Ein interessantes Forum habt Ihr da aufgemacht. bitte weiterfahren.
    Ich bin seit 1 Jahr zum Vinyl zurückgekommen und habe bis auf 2 Ausnahmen auch mit 180 Gr. gute Erfahrungen gemacht. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich die Platten stets mit Aufschraub-Puck abspiele. Die tiefere Rinne bringt rein mechanisch betrachtet einen ruhigeren Lauf der Nadel und eine flächigere Abtastung.
    Allerdings bestätige ich gerne die hervorragende, teilweise auch traumhafte, Qualität einiger dünner Altplatten aus der Sammlung – insbesonders nach Plattenwäsche !
    Ginge denn eine zusätzliche Qualitàtskontrolle bei JPC vor dem Versand um ausreisser zu vermeiden ?
    Beste Grüsse und weiterhin gutes Hören
    Max Kayser

  11. Thomas sagt:

    Hallo,
    da ich von der analogen Schallplatte nie wirklich weg gekommen bin,muss ich leider die schlechten Qualitäten aktuell gepresster Schallplatten bestätigen.Die Preise für Schallplatten übersteigen die der Cd um einiges.Da sollte man doch einiges erwarten können,oder?
    Die meisten Plattencover bestehen einfach nur noch aus unlackierten Pappkarton,bei einigen meiner 7″ Neukäufen ist das Loch nicht zentriert ,so das die Musik jault,der Tonabnehmer veranstaltet Berg- und Talfahren, die so „wunderhübsch“bedruckten Platten haben ein sehr starkes Grundrauschen ,an den Rändern kann mann sich die Finger aufschneiden ,aktuelle Platten kommen teilweise erst Monate später auf den Markt usw.
    Jeder hat bestimmt in den letzten Jahren diese Erfahrungen machen müssen.
    Warum-eine Frage an die Industrie-?
    Die Plattenpressen aus den achtziger Jahren müssten doch noch ihren guten Dienst verrichten.Oder wurden diese Verschrottet?
    Auch heute ist Qualität gefragt.

  12. Caroline Kaiser sagt:

    Ich bin mit den Großproduktionen aus den USA und D sehr zufrieden, z.B. Madonnas „Confessions of a Dance Floor“, oder der letzten LP von den Einstürzenden Neubauten, sowie Gustav Holsts „The Planets“.

    Allerdings habe ich auch keinen 250 000 Euro Schallplattenspieler ;-)

    Die Klangqualität ist besser als die der jeweiligen CDs. Bei Klassik finde ich aber auch viele SACD Aufnahmen gleichwertig oder auch besser. Enttäuschend fand ich eine Neuauflage des Soundtracks „Yellow Submarine“ auf LP, die habe ich aber in Amsterdam gekauft und nicht bei JPC. Die ist übersteuert und der Klang ist blechern, der nicht so freundliche Schallplattenhändler hier hat sie nicht zurückgenommen, weil ich „die ja hätte aufnehmen können“ und außerdem
    “ Deutsche immer sehr viel meckern „.

    Ich habe mir dann die alte Originalversion gekauft, natürlich woanders, die kostete die Hälfte und hatte einen guten Klang. Mir scheint aber, daß es bei der Vinylproduktion immer mal wieder „Montagsplatten“ gibt, z.B. auch bei teuren Soundtrack Neuauflagen, denn anders kann ich mir einige Beschwerden in US Foren nicht erklären. Vielleicht sind die Auflagen mittlerweile für ein Nischenprodukt wieder zu groß, so daß man die hohe Qualität nicht konstant halten kann.

  13. Mark sagt:

    Hi,

    kann all die negative Kritik an aktuellen Pressungen, die sich hier angesammelt hat leider nur bestätigen. Oftmals klingt eine alte, dünne und gut erhaltene Flohmarktscheibe besser als eine vergleichbare neue. Am schlimmsten finde ich, dass neu gekaufte Scheiben oft zerkratzt etc. sind. Kann bei den Preisen eigentlich nicht sein.

  14. Lars Borrmann sagt:

    Habe bei Ihnen u.a. Kari Bremnes – Svarta Bjorn gekauft. Ein tolles Werk, aber leider knisterte die Platte von Anfang an. Habe sie jetzt auf einer professionellen Waschmaschine gehabt, hat auch nicht geholfen.
    Dem Text auf dem Cover “ high quality pressing“ kann ich leider nicht ganz zustimmen.

  15. Holger Mank sagt:

    Ich habe im Herbst bei JPC mit zwei LPs Probleme gehabt:

    1) Billy Joel „The Stranger 30th Anniversary“ (Best.-Nr. 1223986): das Mittelloch war nicht ausgebohrt, die LP kann nicht auf die Plattentellerachse gesteckt werden. Außerdem enthielt die Platte deutliche Reibspuren und Fingerspuren.
    2) Shelby Lynne „Just a Little Lovin“ (Best.-Nr. 6753593): die LP war nicht sauber ausgeschnitten, am Rande steht Vinyl über. Außerdem war die Platte über und über mit Fingerabdrücken und oberflächlichen Reibspuren versehen.
    Beide LPs wurden eingeschweißt geliefert.

    Die Ersatzlieferung Billy Joel war okay, die zweite Shelby Lynne ähnlich schlimm wie der erste. Ging wieder zurück.

    Traurig für den Kunden, problematisch aber auch für JPC, deren Service nach wie vor sehr gut, aber bei solchen Zulieferern machtlos ist.

  16. Rainer Stolle sagt:

    Hi JPC und Hersteller,
    ich finde die Qualität der gelieferten Platten lässt zu 50% zu wünschen übrig, wellig,“Schüsseln“, Rückstände in den Rillen, die auch mit waschen nicht entfernt werden können, knistern und Übersteuerung des Signals habe ich schon beanstanden müssen. Diese Fehler können nicht JPC angelastet werden, wobei ich mir eine Übnerprüfung durch JPC zumindest nach Reklamationen derselben Platten auf den in der Rücksendung beanstandeten Fehler wünschen würde (es kann meines Erachtens nicht angehen, das z.B. bei welliger Erstlieferung eine Platte eingeschweißt als geprüft den JPC- Versand verlässt).

  17. Klangvision sagt:

    Seltsamerweise zielen alle Kommentare auf Probleme mit den Pressungen ab, die ich überhaupt nicht teilen kann. Lediglich die 3-fach LP von Nils Petter Molvaer vor ein paar Jahren war so schlecht, dass trotz mehrfachen Umtauschs kein zufriedenstellendes Exemplar zu bekommen war. Kann auch sein, dass Universal besonders schlampig arbeitet?

    Das größere Problem lieg meiner Meinung schon vor der Pressung, wenn das Mastering auf CD ausgelegt ist, ist auch der sonst angenehme Vinyl-Sound schnell dahin. Gerade wenn es sich um ältere Produktionen handelt, kann ich gut auf gewisse digitale Produktionen auf Vinyl verzichten.

    Da JPC der einzige Internet-Händler ist, der die Platten für den Versand gut verpackt, kaufe ich gerne dort ein, auch wenn’s dann einen Euro teurer ist.

  18. ansgar leuthner sagt:

    Hallo!
    Seit ich in den letzten Jahren wieder verstärkt Vinyl höre, kaufe ich mir natürlich auch wieder gute LPs. Leider muß ich sagen: grundsätzlich ist die Mehrheit der Neupressungen (aktuelle Scheiben) hundsmiserabel: Rauschen, Knacken, Verwellungen, offensichtliche Fehlpressungen mit linsengroßen Einschlüssen im Material) – das gilt für 150, 180 oder sogar 200gr Scheiben. Ich habe bisher die meisten meiner Neuerwerbungen umgehend zurückgeschickt und, ja leider, CDs gekauft. Im Gegensatz dazu sind allerdings Wiederveröffentlichungen alter Sachen z. B. von Classic-Records, Vinyl-Lovers oder Lilith makellos Ebenso verhält es sich mit den audiophilen Schätzchen von MFSL – besser als alles, was auch früher so veröffentlicht wurde – leider auch teurer, aber das ist mir die Sache schon wert.
    Fazit: die Industrie will mit ihren Neuerscheinungen jetzt auch wieder auf dem Vinylmarkt mitmischen und macht den gleichen Fehler wie schon seit Jahren überhaupt mit allen Tonträgern: es wird schnell und billig produziert um maximalen Gewinn zu schaufeln. Der Schuß geht auf die Dauer wohl eher nach hinten los.
    Tschüß!

  19. Christian sagt:

    Hallo Vinylis,
    habe gemerkt das viele von euch denk mal schon älter sind und die Platte als Träger von klein auf kennen somit das gefühl was eine Platte kann und in sich trägt noch spüren , habe aber festgestellt das keiner von euch gemerkt hat das die Platte seit über zwanzig Jahren von der CD abgelöst wurde folglich die Aufnahmetechniken fast nur noch digital sind , also was soll dann mehr von ner neuen Platte runter kommen wenns garnicht draufgespielt wurde. Schlimm noch dazu das die Leute die Ahnung mit der Technik und den Maschinen hatten sehr dünn gesät sind. Hab selber gute Anlagen zur Musikreproduktion (Plattenspieler) da mekt man gleich wers versteht Platten zu pressen oder nur Kohle machen will. In zuckunft wirds aber mal nur noch so laufen ,schade , deswegen kauf ich fast nur ältere Scheiben (analog) wos eh ein Meer an guter Musik gab !

  20. Jan sagt:

    Zunächst einmal finde ich es mutig, aber auch klug von jpc, diese Stellungnahme zu ermöglichen. Unglaublich, wenigstens steht man nicht alleine da, denn tatsächlich hat die Qualität in der Fertigung der LP spürbar nachgelassen. Beispiel: Herbie Hancock – Headhunters, 2008 von Sony/BMG als 180g wiederveröffentlicht. Bevor man überhaupt die Klangqualität beurteilen kann, scheitert man schon beim Auflegen, das Mittelloch ist zu klein! Die Ränder zieren zudem häßliche Grate, sogar mit Fäden. Nach dem Tausch in einem Plattenladen (Frankfurt/M.), nicht jpc, erhielt ich ein anderes Exemplar. Ergebnis: Auch diese Platte der gleiche Alptraum! Notgedrungen mußte ich selbst das Mittelloch vergrößern und mit einem Tapeziermesser die Ränder „entschärfen“. Die Zentrierung ist noch akzeptabel, ich rechnete schon mit einem elliptischen Gruß…
    Im Ernst, heißt es im 21. Jhdt. zurück in die Steinzeit? 2008 wird etwas abgeliefert, das sich in den 80ern noch nicht mal ein Wühltischsampler geleistet hätte.
    Klanglich reizt dieses neuveröffentlichte Album auch nicht aus, was ein älteres Exemplar bietet. Schade. Grace Jones – Hurricane bald als LP verfügbar! Aber was bekommt man?

  21. Andreas sagt:

    Die Qualität von LPs ist nicht grundsätzlich schlecht. Ich denke vor allem die Major-Labels haben erkannt, dass mit Vinyl wieder Geld zu verdienen ist und nutzen die Gutgläubigkeit der Vinylkäufer aus: Wenn Vinyl idR teurer als die CD ist, denkt halt jeder gleich an Sammler-/Liebhaberstücke… Ich traue mich schon nicht mehr, Vinyl zu bestellen, man muss sich wirklich im Laden von jeder Scheibe einzeln von der Qualität überzeugen. Der Umtausch bestellter Ware im grosser Stil treibt die Preise womöglich noch weiter, da der Aufwand ja auch finanziert werden muss.
    Zum Thema 180+gr-Pressungen: Was man da erlebt ist teilweise schon eine Frechheit. Ryan Adams „29“ als HQ-Pressung war bei meinem Exemplar total daneben, die „normale“ Version klang besser, aber auch nicht optimal.
    Nicht zu unterschätzen ist meiner Meinung nach auch das Mastering der Aufnahme, das in vielen Fällen nur für CD vorgenommen wird. Die Probleme mit schlechter Qualität können also auch bereits vor dem Herstellungsprozess entstehen.

  22. Rudolf Zellner sagt:


    [Anm. d. Admins: Kommentar entfernt. Für persönliche Angriffe bieten wir hier keinen Platz.]

  23. Wolfgang Steiner sagt:

    Habe mir vor etwa 10 Jahren einen Thorens 2000 gekauft und höre seitdem wieder vermehrt LP. Mit Neupressungen hatte ich bisher nur kleinere Probleme (Verwellte Platten und manchmal kleine Verzerrungen). Nur bei meiner letzten Bestellung (M.Mann, Budapest LIVE) gab es Probleme. Bei einem Titel lief der Tonarm nicht mehr weiter; dann der Schock: die umgetauschte LP hatte den gleichen Fehler.
    Ich hab die LP dann trotzdem behalten und nochmal näher betrachtet. Der von mir zuerst festgestellte Kratzer, war in wirklichkeit ein Grat (Rückstand von der Pressung ?) der entfernt werden konnte. Jetzt knackt die LP an dieser Stelle zwar noch aber sie läuft wenigstens durch. Einen Kritikpunkt, am sonst hervorragenden JPC Sevice, habe ich dennoch, einzeln Verpackte LP’s sollten etwas ausgepolstert werden. Bei besagter umgetauschte LP, wurde durch den Posttransport die Innen- u. Aussenhülle beschädigt.
    Hier noch ein ungewöhnlicher Tip für alle Analogie’s :
    Zum Reinigen von CD’s verwende ich schon seit Jahren Opto-Pro von Westfalia.
    Gibts auch größer (Westfalia Nr. 229997 für 9.99)
    Als ich mich eines Tages über den rauen Klang einer LP ärgerte, nahm ich dieses Mittel, spühte es Nebelfeucht auf ein gutes Microfasertuch und rieb damit die Platte in beide Richtungen ab. Danach wird noch mit einem anderen Microfasertuch trocken gerieben. Die so behandelte LP verlor tatsächlich ihren rauen Klang und spielte viel homogener. Es war, als ob sich der Reibungswiderstand verringert hätte.
    Ich weis, viele sagen jetzt : auf keinen Fall LP’s mit so was behandeln. Ich habe aber bis heute, auch bei teuren LP’s keinerlei negtive Erfahrung gemacht.
    Dies ist ja kein nass abspielen !
    Nur eines ist zu beachten, nach der Prozedur die LP einmal abspielen. Dabei sammeln sich and der Nadel die feinen Microfasern die in den Rillen hängen geblieben sind.
    Dies ist in der Regel aber nur ein Mal der Fall.

  24. Bad Company sagt:

    Ich muss die teilweise schlechte Qualität von Neupressungen leider bestätigen. Trotzdem beweisen einzelne Labels, dass es möglich ist, hochwertiges Vinyl zu produzieren. Mir fällt auf, dass neue 180 g. Metall- und Rock-Alben oft hervorragend gepresst sind, da stört dann jedoch das digitale Mastering und die hohe Komprimierung. Auf der anderen Seite sind populäre Jazz- und Klassikalben mit feiner Tonqualität öfter voller auch durch mehrfache Wäsche nicht entfernbare Kister- und Störgeräusche.

    Das Gewicht einer Platte ist mir gleichgültig und meine alten Platten zeigen, dass es darauf auch nicht ankommt. Schwere Platten erfordern mehr Sorgfalt in der Produktion (Zeit zum Abkühlen), so dass ich nicht verstehe, warum nicht einfach dünner gepresst wird.

  25. Stefen Beutel sagt:

    Ich kann die Kritiken über schlechte Neupressungen nur bedingt teilen. Die z.B. wiederaufgelegte Scheibe „Pearl“ von Janis Joplin ist klanglich(für Musik von, vor Jahrzehnten) und von der Pressqualität nicht zu toppen.
    Das Patti Smith Doppelalbum „twelve“ 2007 bei „Columbia“ erschienen ist jedoch schlichtweg eine Katastrophe. Die Stimme ist so nervig von Zischlauten begleitet,das diese LP nur für die Tonne taugt. Da meine LP Sammlung recht umfangreich ist und ich gut vergleichen kann muss ich aber sagen,so toll waren die Pressungen in den 70er und 80er Jahren nicht,das diese als Beispielhaft für die heutige Zeit gelten könnten.
    Außerdem nicht zu vergessen,so gute Hifi Komponenten wie heute gab es früher nicht. Und wir sind alle anspruchsvoller geworden,sonst würden wir einer LP heutzutage keine Zeit mehr widmen.

  26. Ingo Berbecker sagt:

    Zu den Konditionen von jpc möchte ich auch noch einen kurzen Kommentar abgeben. Meine Erfahrungen über ca. 20 Jahre Kunde sind durchweg sehr positiv! So wurden problemlos kostenfrei defekte Platten sogar noch nach zwei Jahren getauscht, CD-Hüllen großzügig ersetzt und rare Platten langfristig beim Großhändler gesucht. Man darf sich nur manchmal nicht mit dem Callcenter- Service zufriedengeben, da dort wohl, wie überall, nicht nur freundliche Mitarbeiter sitzen. Aber auf entsprechende Einlassungen regiert die Zentrale ungemein freundlich.

  27. Det sagt:

    Hallo zusammen,

    eine kurze Anmerkung zu Jans Posting zu den Wiederveröffentlichungen von Sony. Ich habe Miles Davis – Kind of Blue und Dave Brubeck – Time Out gekauft und bin von Pressung und Klang enttäuscht. Pressung ist schlecht (exzentrisch, scharfe Grate, Knackser) und Klang ist grauenhaft (gerade bei Miles Davis verzerren die Trompeten doch häufiger).
    Es scheint so zu sein, dass die ganzen Sony-180g-Reissues nicht wirklich toll sind. Zum Glück waren die Titel einigermaßen preiswert.

    Viele Grüße
    Det

  28. Michael sagt:

    die öffnung dieses forums finde ich schon mal absolut positiv weil es zeigt dass jpc sich auch um die vinyl-fans kümmert. das angebot ist auch hervorragend und ich hatte bis jetzt auch glück was die bei jpc bestellen vinyl-scheiben betrifft – die waren alle ok.
    aber was die pressqualität allgemein der neu- und wiederveröffentlichungen auf vinyl betrifft kann ich den vorrednern nur zustimmen. besonders exzentrische mittellöcher kommen immer wieder vor und nerven.
    also ein lob an jpc – ein tadel an die plattenfirmen und ihre oft schlechte pressqualität.

    LG michael

  29. Stefan sagt:

    Hallo,
    nach reiflicher Überlegung habe ich mich nochmals entschlossen, hier einige Zeilen zum Besten zu geben. Der Grund ist u. a. in der letzten Lieferung zu sehen. Von drei Artikeln gingen zwei erneut retour.
    Bis dato war mir (noch) nicht präsent, welche Anstrengungen beim Herstellen wohl unternommen werden müssen, um auf eine runde Scheibe einen extrem elliptischen Rillenverlauf zu pressen! – aktuelles Beispiel: J. J. Cale – Roll On. Bei diesen hörbaren Kratzgeräuschen „schadet“ auch der zusätzliche Höhenschlag nicht mehr.
    Des weiteren herrschte bei der Pressung der neuen Neil Diamond- Scheibe – Home Before Dark – anscheinend ein starkes Unwetter mit „Hagelschlag“. Alle vier LP- Seiten sind mit Löchern gespickt. Da stimmt es auch nicht wirklich versöhnlich, dass zumindest die übrigen Qualitätsmerkmale (zentriert, plan, etc.) eingehalten werden.

    Gerade im Hinblick auf diese Beispiele kann ich mich des Verdachtes nicht erwähren, dass Redakteure für LP- Rezensionen (siehe u. a. Ausgaben der LP) ggf. „vorselektierte“ Ware erhalten. Wie sonst sind diese Diskrepanzen in der Fertigungsqualität zu erklären?

    Und letztlich noch einen Dank an die Mitarbeiter von jpc, die unbürokratisch Reklamationen bearbeiten. Es bleibt zu hoffen, dass deren Engagement hinsichtlich Vinyl nicht (verständlich) nachläßt.

    Viele Grüße Stefan

  30. Axel sagt:

    Hallo zusammen,

    ich möchte meinen Ärger, meine Wut und mein Unverständnis über diese Zustände aus einer anderen Sicht zum Ausdruck bringen. Aber neues kann ich leider nicht beitragen.

    Ich bin ein potentieller Neukunde für die Plattenspieler- und Vynil Branche. Werde ich auch wirklich einer? Ich weiß es nicht.

    Ich bin 41 Jahre alt und kenne natürlich noch die alten guten Plattenzeiten. Von den Problemen die hier geschildert werden wußte ich bis heute noch nichts. Und ich hatte immer Spaß und Freude an meinen Platten.

    Aber auch ich ging mit der Zeit und fand die praktischen Vorteile von CD`s einfach überzeugend. So verschwand die kleine Plattensammlung mit samt Thorens.

    Ich habe erst vor 2 Jahren etwas mehr Geld in Verstärker, Boxen und CD investiert.
    Und eigentlich fing der Frust auch damit erst an.

    Du lernst mit ein Paar ausgewählten Scheiben wie gut der Kram eigentlich klingen kann und später verzweifelst Du beim anhören der neu gekauften Massenware.

    Heute würde ich schon „fast“ davon abraten. Der Grund: Womit die Anlage füttern?

    Die wenigen wirklich guten Aufnahmen (gerade im Rock Bereich) sind doch wirklich Mangelware. Da fängt man schon an Musik zu hören die einem eigentlich gar nicht so liegt, nur weil sie gut klingt (aufgenommen wurde), oder wie?

    Warum gibt es Highend – Messen mit qualitativ hochwertigem Equipment, aber keine adäquate Musikproduktion dazu? Bei der High-End 2009 in München musste ich schon darüber lachen mit welchen „Scheiben“ da Vorführungen einer 100.000 EUR teuren Anlage gemacht werden. Da wird ja nur noch „Krampf“ vorgespielt.

    Klar, die beliebten Sachen aus dem Bereich Pop / Rock können sie da nicht auflegen, sonst wird es eng mit der Klangüberzeugung.

    Und weil das so ist, habe ich einen Wunsch in mir verspürt: Zurück zur alten Schallplatte!

    Nun war ich sehr positiv darüber gestimmt, dass sich der Plattenspieler wieder großer Beliebtheit erfreut. Viele schöne und bezahlbare Modelle gibt es da.

    Meine zweite Frage war: Gibt es denn auch genug „neue“ Platten zu kaufen? Auch die alten Scheiben? Ich meine, ich wäre bereit mal eben für 1000 EUR einzukaufen um die ersten 40 bis 50 Platten zu erwerben!

    Und je mehr man sich mit dem Thema auseinandersetzt, desto trauriger wird die Erkenntnis. Genau das gleiche Drama wie bei der CD? Nur noch krummer und gewellter?

    Ich kapier es einfach nicht. 2010 und es gibt keine Firma die anständige Schallplatten pressen kann?

    Wann endlich wird den entsprechenden Leuten klar, dass es einen Markt für edle Musikwiedergabe gibt?

    Was soll ich jetzt tun?

    Soll ich 2000 EUR für einen Plattenspieler investieren zzgl. passendem Tonabnehmer um dann keinen Ton abnehmen zu können?

    Was hier alles berichtet wird:
    „3 von 6 bei Lieferung schadhaft“, „kratzer schon vor dem ersten Gebrauch auf der Scheibe“, „Wellen in der Platte“, „nicht zentriert“, „Kantenabbruch“, „mieser Klang“, „Hagelschlag“, „Löcher in der Scheibe (eins reicht doch aus, oder) ?“ usw.

    Da soll man als Interessent denken „…Ja! Da will ich auch mitmachen!“ ???

    Ich weiß natürlich auch dass es anders funktioniert und viele zufrieden sind. Aber alleine schon der letzte Beitrag von Stefan -immerhin im Mai 2009- zeigt doch, dass sich hier nicht viel verändert haben kann.

    Das ist einfach nur enttäuschend für Deutschland als ehemaliger Qualitätsgarant „made in Germany“ und eine Ohrfeige an alle Audiophilen Fans.

    Ich hoffe ich habe niemanden zu sehr gelangweilt.

    Viele Grüße von einem frustrierten

    Axel

  31. stereo sagt:

    Ich bin sehr froh, dass so viele Vinyl- Reissues auf den Markt kommen, gerade im Bereich Jazz ist die Klangqualität hervorragend. Vorausgesetzt man verfügt natürlich über ein hochwertiges Equipment. Wollen wir uns mal nichts Vormachen, wenn sich jemand aus dem MM einen Plattenspieler kauft, mir einer 40 € Nadel dran, wird er wenig Freude an der Vinyl-Musik haben. Überhaupt ist das Thema Plattenspieler kein einfaches. Da müssen alle Feineinstellungen passen etc, es reicht auch hier nicht,viel Geld für ein Gerät zu investieren und dann darauf zu hoffen, dass die Wiedergabe gut ist, ohne sich mit der Sache näher zu beschäftigen. Erst wenn die Hausaufgaben gemacht sind, kann der Spaß beginnen. Ich ziehe den warmen Sound von Vinyl allemal dem einer CD vor, dies gilt vor allen Dingen im Bezug auf Jazz, Blus, Folk.
    Im ganz kommerziellen Bereich oder auch bei Rock wird wesentlich mehr bei der Aufnahme geschludert, viele User aus verschiedenen Musikforen beschweren sich derzeit über die schlechte Qualität in dem Segment.

    Bisher bin ich über die Lieferungen von JPC sehr erfreut, meine Platten waren bisher fast immer frei von Fehlern. Wenn die Platte mal etwas wellig ist, liegt es daran, dass die Produzenten schludern und die Scheiben gleich nach Pressung auf den Markt werfen, ohne sie aushärten zu lassen.

  32. Wolfgang sagt:

    Habe 1963 mein erstes Vinylteil gekauft und bin seitdem immer am Ball geblieben.
    Mein Eindruck ist der, das es schon immer sog.“Ausreisser“ gab und geben wird.
    Die Anzahl/Häufigkeit hat allerdings sehr zugenommen. Ich denke, das nach Ein-
    führung der CD (80er), viele Firmen ihre guten Pressmaschinchen vertickt oder
    ausgemustert haben. Die „Bedienprofis“ gleich mit. Es ist ein aufwendiger Prozess,
    Vinyl zu produzieren. Ohne „Herzblut“ nicht zu machen. Bei den heutigen Firmen
    geht es doch nur noch um Gewinnmaximierung, wenn interessiert denn da die
    Pressqualität? Ich werde trotzdem weiterhin selektiv auf dem Vinylmarkt ein-
    kaufen, da das Gesamtkunstwerk LP nicht zu toppen ist. Der haptische Genuss ist
    eben bei der CD nicht gegeben. Ein Knacks hier und da gab es früher auch immer mal wieder (Holland-Pressungen!!!) LG Wolfgang

  33. Oleg sagt:

    Dem Kommentar über die grottenschlechte Pressungsqualität von „Svarta Bjorn“ von Kari Bremnes schließe ich mich völlig an. Die Platte knistert furchtbar, ja sogar überspringt einige Stellen. Dabei am selben Tag gekaufte „Iron Man 2“ von AC/DC spielt hervorragend sauber.

  34. Christian sagt:

    ich kann die stark verringerte (Press/Material?) Qualität ebenfalls nur bestätigen.
    Bin im Besitz von etwa 2000 Maxis, fast ausschließlich alle innerhalb der letzten 2 Jahre gekauften Exemplare – wellen sich deutlich (oft fast 1 cm!), während die Originale aus den 70ern und 80ern unbeeinflusst bleiben.

    Mit scheint, dass die aktuellen Releases vor allem mit der Thermik stärkste Probleme haben.
    In meinem Wohnung wird es im Sommer sehr heiß, während einige Stellen auf dem Boden (Garage unter mir, zudem Wohnung schlecht isoliert) relativ kühl bleiben.

    In einigen Stapeln Platten, die vor meinem Regal auf dem Boden stehen, haben sich stets die Releases der letzten Jahre verwellt, auch hier aber nur die Neuen Pressungen!

    Irgendetwas muss bei der Fertigung hier gewaltig schief laufen, denn dies passiert
    mit Vinyls aus unterschiedlichen Produktionsstätten und Ländern, ich vermute mal der Fehler liegt bei der Anmischung des Materials/Granulats.

  35. Frederik Brückner sagt:

    Die Qualität der aktuellen Pressungen variiert sehr stark von Lable zu Lable.

    Besonders negativ sind mir leider immer wieder die Pressungen von Nuclear Blast aufgefallen.

    Exzellent sind die Pressungen von Garden of Exile (NL), sowie Beards&Bones (FR), aber auch die aktuellen 180g Pressungen von Epic usw. sind gut.

  36. Stefan sagt:

    Hallo,
    nach nunmehr fast zweijähriger Abstinenz in diesem Forum melde ich mich mit einem neuen Beitrag.
    Da mein Glaube an eine Verbesserung hinsichtlich der Pressqualität neuer Vinylproduktionen bisher überwog, sehe ich mich leider eines Besseren belehrt.
    Aktuell sind dieses eine LP von Jack Johnson und Eric Clapton.
    Erstere weist erhebliche Pressfehler aus. Neben Dellen und Dezentrierung „entschädigt“ nur noch der geringe Höhenschlag. Dieser wiederum ist bei der Clapton- Scheibe so stark, dass ich sie meinem Tonabnehmer nicht zugemutet habe.
    Nach reiflicher Überlegung werde ich zukünftig nur höchst selektiert Vinyl erstehen, in der Hoffnung, weniger Problemfälle einzukaufen.
    Eine Qualitätsoffensive von Vinyl, so es diese überhaupt gegeben hat, ist jedoch kläglich gescheitert und wird/wurde auf dem Rücken der gutgläubigen Kunden ausgetragen.
    Es scheint, dass der Weg in datenreduzierte CD´s oder noch schlechter MP3 nicht aufzuhalten ist. Dem Kulturgut Musik wird hiermit jedoch ein Bärendienst erwiesen.

    Viele Grüße Stefan

  37. Domi sagt:

    Hallo,
    auch ich habe seit einem 1/2 jahr auch einen plattenspieler und habe bis jetzt 7 LPs gekauft 3 Davon sind super produziert und klingen einfach wahnsinnig geil (2 Davon 180g 1. RHCP Blood Sugar Sex Magik, 2. Crowbar – Sever The Wicked Hand, 3 normal pressung Madball – legacy) mit 3 LPs war ich zufrienden (BioHazard -Reborn in Defiance, Violence Approved – No Free Rides, Suck City Vol.9) , man konnte nicht meckern – ich denke das hier mehr oder weniger das CD mastering auf die platte kam – und 1 LP ging zurück (First Blood – Killafornia) da sie einfach komplett nur verzerrt hat.
    Ich denke das 180g platte nicht unbedingt den normalen Pressungen überlegen sind, ein Vorteil ist aber dass sie Stabiler sind und (wenn gerade) auch sehr gut auf dem plattenteller liegen.
    Im Gnazen bin ich dennoch sehr zufrieden mit den LPs und werde auch weitere kaufen, auch wenn sie etwas teuerer sind – man hat ja auch meistens mehr davon-
    Service von JPC ist TOP! =)

  38. Anölog Kid sagt:

    Cool, ein Thread über die Qualität aktueller Vinyl-Veröffentlichungen. Da muss ich auf jeden Fall auch ein paar Sätze zum Thema loswerden.
    Nachdem in den 90ern meine Vinylleidenschaft fast gänzlich zum erliegen kam, habe ich im letzten Jahr wieder angefangen mich verstärkt mit dem Thema zu beschäftigen.

    Nach dem Genuss einiger alte Schätzchn war die Leidenschaft wieder da, und es musste ein neuer Thorens und natürlich auch das entsprechende Futter für ihn her. Die aktuellen Preise von um die 20 € für eine LP schreckten mich Anfangs etwas ab, aber die vielversprechenden Sticker mit der Aufschrift 180 Gramm Vinyl nahmen mir schnell alle Hemmungen, und so wurde fleißig eingekauft und bestellt. Bei den Preisen kann das ja nur von einer totgeilen Qualität sein. Dachte ich zumindest. Trotz einer guten Wiedergabekette wolte sich aber nicht so recht das gewohnte Hörvergnügen einstellen. Keine Räumlichkeit, schlechte Dynamik, dafür jede Menge Knistern und Rauschen

    Da ich gerade dabei war meine alten Schätze in 24/96 Qualität zu digitalisieren habe ich natürlich auch die neuerworbenen Scheiben mal auf den Rechner überspielt. Dabei waren Rereleases von Bands wie Queen, Simon and Garfunkel und Rainbow aber auch aktuelles von Arch/Matheos oder Death Angel.

    Ein Blick in Samplitude auf die gewonnenen Wav-Dateien bestärkte leider den gewonnenen Höreindruck. Sichtbar mehr Grundrauschen und eine geringere Dynamik, dazu ein schlecht auflösender Mittenbereich und am oberen Spektrum war auch schon bei Zeiten Schluss.
    Audiophil ist auf jeden Fall anders. Zu den in vielen Posts beschriebenen qualitativen Mängeln am Material, gesellt sich also noch ein krasser Verlusst an Soundqualität. Für mich hat sich das Thema aktuelles Vinyl damit erlegt, was ich sehr Schade finde, da es nach wie vor ein tolles Medium ist.
    Aber die Jagd nach alten Schätzen in der Bucht oder auf Börsen hat ja zum Glück auch seinen Reiz….

  39. Timo sagt:

    Das die Vinylqualität im Schnitt betrachtet heutzutage deutlich schlechter, halte ich für ein generelles Spiegelbild unserer Gesellschaft.

    In unserer schnelllebigen Zeit achtet man weniger auf Qualität. Das einzige was zählt ist die Quantität, sprich der Produktivitätsausstoß. Aus Rationalisieruns/Profitabilitätsgründen wird in heutigen Produktionsbetrieben generell deutlich schneller gearbeitet, als noch vor etwa 20 Jahren. Die Mitarbeiter sind hier klar die leidtragenden. Für ausgiebige Qualitätskontrollen ist da einfach kein Platz mehr.

    Die Mitarbeiter tragen beim Einpacken keine Schutzhandschuhe, da schneller und die Pressmaschinen arbeiten am Limit und den Zwischenschritten zum Herstellen der Pressmatrize wird nicht genügend Zeit und Sorgfalt gewidmet. So erklären sich dann das höhere Grundrauschen, Knackser, exzentrische Löcher etc…

  40. Uwe sagt:

    Eigentlich bin ich Analog-Verfechter, habe noch ne Bandmaschine aus den 70ern und einen ca. 10 Jahre alten Plattenspieler. Aber in letzter Zeit kaufe ich keine Schallplatten mehr, die schlechte Qualität überwiegt. Es gibt aber auch Aha-Momente, wo man merkt, dass man in die richtige Technik investiert hat. Das Album Shaman von Santana. Die CD kann man getrost wegschmeißen (oder im Auto verwenden), die Qualität der Aufnahme und der Platte selbst ist hervorragend, eben so, wie es sein sollte. Die CD dagegen klingt blutleer. Als Negativbeispiel sei das Album Amsterdam von Luka Bloom genannt. Knacken über das ganze Album, auch eine Reinigung hat nichts gebracht. Hoffentlich besinnen sich die Hersteller.

  41. HolDenMost sagt:

    Habe mir vor kurzem leider das 108g-Album „The Turning Point“ von John Mayall für teures Geld gekauft.
    Ich kann nur davon abraten, von dem russischen Label VinylLovers etwas zu kaufen.
    Die Aufmachung ist zwar hochwertig, ebenso die Pressqualität.
    Das ganze nützt aber nichts, wenn die Russen dynamikkomprimierte Tonquellen (möglicherweise sogar mp3-Dateien) auf Vinyl pressen. Mit Analog-Sound hat das nicht viel zu tun. Dagegen klingt meine in die Jahre gekommene Polydor-LP wie High-End, auch die CD klingt besser als dieser auf Russenvinyl gepresste, hohle Klangmüll!

    Leider habe ich vom selben Schrottlabel noch eine weitere LP von John Mayall (Live at Klooks Kleek) erworben und diese ist sogar klanglich noch schlimmer als die Turning Point.

    NIE WIEDER KAUFE ICH WAS VON DEM RUSSENSCHROTT!

  42. Ineo sagt:

    Ich habe erst in 2013 angefangen, Vinyl zu sammeln und habe in der relativ kurzen Zeit unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Überrascht hatte mich gleich zu Beginn, daß Neupressungen in der Preßqualität sehr viel schlechter sein können als Altpressungen. Das war mir bis dahin nicht bekannt. Hier meine konkreten Erfahrungen:

    1. Neupressung: Miles Davis „Kind of Blue“ (180 g) + 2 Bonus-Tracks, Do-LP, Columbia, Made in the EU. Die A-Seite hatte einen gewaltigen, dreifachen Knacker, vermutlich ein Fremdkörper aus der Produktion, da die Platte eingeschweißt war. Zudem weist die A-Seite in einem kleinen Bereich ein paar kleine graue Flecken auf, die mit Kopfhörer auch zu hören sind, wenn auch an der Hörbarkeitsgrenze. Beide Platten haben leichten Höhenschlag, der aber noch okay ist. Den Knacker konnte ich mittlerweile identifizieren und vorsichtig entfernen.

    2. Neupressung: Bill Evans „The Sesjun Radio Shows“ (180 g), Do-LP, Out of the Blue, Manufactured in the Netherlands. Die Tonqualität sehr gut, keine Knacker oder Flecken, aber die Platten sind extrem verwellt, damit unbrauchbar, eigentlich Schrott. Ich habe sie zu einem Dienstleister zwecks Glättung mit einer Spezialmaschine eingeschickt.

    3. Neupressung: John Coltrane „Africa Brass“ (180 g) Limited Edition, LP, Jazz Wax Records, Sitz des Labels vermutlich in Spanien. Diese LP ist hundertprozentig in Ordnung und läßt nichts zu wünschen übrig, eine positive Überraschung. Außerdem gutes Preis-Lestungs-Verhältnis.

    4. Neupressung: Soft Machine „at Ronnie Scott’s Jazz Club“, Do-LP, Vinyl Lovers, Sitz des Labels in Rußland, Manufactured in EU. Die Preßqualität ist gut, kein Höhenschlag, keine Kancker. Die Tonqualität (Masterband) ist jedoch katastrophal, sie klingt noch deutlich schlechter als aus einem Telefon oder einem billigen Mittelwellen-Taschenradio. Eine Zumutung! So etwas habe ich noch nicht erlebt. Das Konzert ist damals vermutlich mit einem billigen Cassettenrecorder unter Amateurbedingungen mitgeschnitten worden, und ist für eine Veröffentlichung auf Platte absolut nicht geeignet. Zudem wird weder auf dem Cover, noch im Angebot bei JPC erwähnt, daß die Platte in mono ist. Andernfalls hätte ich sie gar nicht erst gekauft. Ich fühle mich über den Tisch gezogen, vor allem angesichts des relativ hohen Preises von 28,99 EUR (!). Die Platte ist nicht einmal 1 EUR wert.

    Desweiteren habe ich noch drei ungebrauchte Altpressungen aus den 80er Jahren gekauft. Diese sind, obwohl dünner und leichter als die neuen 180-Gramm-Pressungen, so, wie man es noch von damals kennt – absolut in Ordnung.

  43. Ineo sagt:

    Ich habe da eine Idee: Wie wäre es, wenn JPC bei Vinylplatten gegen Aufpreis eine Sichtprüfung der zu versendenden Platten auf Fremdkörper, Flecken, Beschädigungen, Produktionspfusch und ganz besoders auf Höhen- und Seitenschlag anbieten würde, die geprüften Paltten mit einem Prüf-Zertifikat versieht, und die fehlerhaften Produkte gleich an die Plattenfirma zurückschickt. Ich kann mir vorstellen, daß viele Kunden das in Anspruch nehmen würden, denn die Portokosten für Rücksendungen durch die Kunden bei Reklamation sind ja auch nicht „ohne“. Zudem würde mehr Qualitätsdruck auf die Plattenfirmen und Preßwerke erzeugt.

  44. Stefan David sagt:

    Interessanter Vorschlag, Ineo. Danke dafür. Wir werden darüber mal intern reden.

  45. ralph hansmann sagt:

    das seh ich auch so.

    früher im bielefelder ladengeschäft konnte man ja alles selbst in augenschein nehmen

    sollten alle mailorders gemeinsam handeln.

    join me and us on facebook

    ralph hansmann „doin hendrix“

    „with the power of soul, everything is possible“ …

  46. Hans-Ulrich Ohly sagt:

    Der Vorschlag von Ineo wäre die Ideallösung! Hier käme es mir auch nicht auf den einen oder anderen Euro an! Hauptsache, eine in jeder Hinsicht einwandfreie(!) Scheibe ist in der Post.

  47. Sherry sagt:

    Zwischenzeitlich kann man sagen, dass 2/3 der 180er Vinyl-Alben nicht dem entsprechen, was man erwarten kann. Ich weiss nicht, ob das mit der Pressung zusammenhängt, oder beim Eintüten passiert. Immer wieder sind leichte Kratzer drauf, die man teilweise hört (Knacken). Die Qualität ist mit „früher“ nicht mehr vergleichbar. Alte Scheiben über ebay ersteigert, bringen mehr Qualität und Freude als die Neuauflagen (und sind um einiges günstiger). Da muss sich was tun!

  48. Ineo sagt:

    Daß 2/3 der Vinyl-Neupressungen Fehler aufweisen, kann ich bestätigen. Dabei ist der weitaus häufigste Fehler eine Verwellung der Platte (starker Höhenschlag). Wenn man wenigstens das in den Griff bekäme – es kann doch nicht so schwierig sein, früher waren die Platten doch auch plan – wäre schon sehr viel gewonnen. So wie es momentan läuft, geht es nicht weiter. Es scheint auch nicht besser zu werden. Ich überlege mir auch schon, ob ich nicht doch wieder zur CD zurückkehren sollte. Kürzlich habe ich wieder so eine ganz typische Erfahrung gemacht, diesmal mit der Vinyl-Neupressung von Keith Jarretts Doppelalbum „Tribute“. Die erste Platte der Doppel-LP ist hundertprozentig, läuft plan, knistert nicht und hat hisichtlich der Tonqualität fast CD-Qualität. Sie hat die gleiche hohe Qualität wie die alten Originalpressungen. Es geht also. Die zweite Platte der Doppel-LP ist jedoch derart stark verwellt, daß sie nicht abspielbar ist. So eine extreme Verwellung habe ich noch nicht erlebt. Ich bin darüber ganz besonders erschrocken und enttäuscht, weil ich so etwas gerade vom Edel-Label ECM nicht erwartet habe. Das Album kommt offenbar aus einem deutschen Preßwerk. Auf dem Aufkleber der Umhüllung steht „180g Audiophile High Quality Pressing Made in Germany“. Leider ist das Preßwerk nicht identifizierbar. Das Doppel-Album werde ich reklamieren.

  49. Sir Tom sagt:

    Hmmmm, Kann die teilweise sehr negativen Erfahrungen hier nicht teilen. Das mag Glück, Zufall oder an der Plattenauswahl liegen:

    Bob Dylan – Tempest: hervorragend
    Bob Dylan – Freewheelin: 45er von mfsl: brilliant
    Marc Knopfler – Privateering: ebenso; tadellos
    Black Cat Bone – Pressqualität hervorragend; Klang mittelmäßig

    so könnt ich fortfahren. Insgesamt habe ich von jpc einen sehr guten Eindruck; freundlicher Kontakt, wenn’s was zu klären galt; vermute (weiß ich jetzt allerdings nicht), dass auch Rücksendungen problemlos von statten gehen würden.

    Allerdings habe ich auf einige Anschaffung gerade dieses russischen Labels aufgrund der negativen Kommentare verzichtet, obwohl mich diese Neuauflagen sehr interessiert hätten – also mein Tipp, auf die bekannten Labels setzen und lieber etwas mehr investieren als sich ärgern…. Bei Schäden oder miserabler Klangqualität: Zurück an Absender!

  50. Ineo sagt:

    Ich kann leider die von meinem Vorredner gemachten positiven Erfahrungen nicht teilen. Ca. 2/3 fehlerhafte Produktion entspricht meinen Erfahrungen. Die von mir oben erwähnte und wegen Verwellung reklamierte Keith-Jarrett-Platte konnte mir JPC nicht umtauschen, weil alle weiteren Exemplare ebenfalls fehlerhaft seien. Den Herstellern sei es nicht möglich, JPC mit einwandfreier Ware zu beliefern. Mit anderen Worten: Die gesamte Produktion der Keith-Jarrett-Platte ist fehlerhaft. An JPC geht von mir hiermit erstmal ein herzlicher Dank für die Bemühungen und die Kulanz (der Kaufpreis der LP wurde mir auf meinem Kundenkonto gutgeschrieben). Weil die Fehler auf die Preßwerke zurückzuführen sind, finde ich es schade, daß die Preßwerke vom Endkunden und von potentiellen Auftraggebern nicht identifizierbar sind. Müßten sie auf dem Cover erwähnt oder ihr Name auf der Platte eingraviert sein, könnte man sicher sehr schnell die Spreu vom Weizen trennen. Es würde unter den Preßwerken einen kräftigen Wettbewerb um Qualität auslösen, der vielleicht zur Lösung der Probleme führen könnte.

  51. Ineo sagt:

    Am 25.02.2013 habe ich hier über die verwellte Doppel-LP „Bill Evans – The Sesjun Radio Shows“ berichtet. Ich hatte sie zu einer Firma (den Namen möchte ich hier nicht nennen) zum Glätten mit einer Spezialmaschine (AirTight discflatter) eingeschickt. Die Do-LP ist mittlerweile zurückgekommen. Sie läuft jetzt tatsächlich plan und praktisch ohne Höhenschlag. Aber dafür knistert die Platte jetzt, was vorher nicht der Fall war. Das ist also auch keine Lösung, zumal die Gebühr einschließlich Porto fast so hoch ist wie der Preis einer neuen Platte. Immerhin kann ich die Platte jetzt wenigstens abspielen, einiges an Knistern wird durch die spitzenmäßige Musik kompensiert, aber von „audiophil“ kann keine Rede sein. Ich werde so eine Glättung deshalb nicht wieder machen lassen. Wenn die Preßwerke nicht in der Lage sind, verwellungsfreie Platten zu liefern, kann man das Revival der Vinyl-Platte schlicht und einfach vergessen. Desweiteren habe ich in Facebook auf der Seite eines mir bekannten Preßwerkes in einem Kommentar auf die Probleme hingewiesen. Das Preßwerk hat meinen Kommentar leider ignoriert. Offenbar will man sich auf keine öffentliche Qualitätsdiskussion und keinen Dialog mit dem Endkunden einlassen. Ein großes Problem ist dabei auch, daß der Endkunde fehlerhafte Platten keinem bestimmten Preßwerk zuordnen kann, da de Platten bzw. Covers nicht entsprechend gekennzeichnet sind.

  52. Andreas C. sagt:

    Hallo Leude,

    hab gerade meine Imagine Dragons Platte ausgepackt und aufgelegt und siehe da – es sind zwei Wellen drin. Ich glaube nicht, dass diese beim Transport reingekommen sein können. Bei einer Welle macht die Nadel einen Satz in die nächste Rille. Fin ich nicht so doll…

  53. Michael sagt:

    Liebes JPC-Team, ich habe in letzter Zeit 3 neue Platten gekauft (YELLO, FEIST, TRENTEMOELLER) und allesamt sind von so schlechter Pressqualität, daß ich am liebsten wieder zurück zur CD greife: gewellt, Verschmierungen auf dem Vinyl, Kratzer und zwar breitflächig, grausamst ! Und dann stimmen manchmal nicht mal die Lochungen !!! Und die andauernden Rücksendungen können auf Dauer keine Lösung sein. ICH RUFE EUCH DESHALB AUF, Druck bei den Presswerken zu machen !!! Sonst wird der neuerliche Vinyl-Hype bald wieder vorbei sein. Warum kommt man eigentlich nicht an die Hersteller ran ? Das kann doch nicht sein ! LG Michael

  54. manfred sagt:

    ich kann michael nur beipflichten für teures vinyl kann man auch qualität verlangen, und jpc sollte da mal ordentlich druck machen. bin auch am überlegen meinen plattenspieler wieder abzuschaffen.
    gruß manfred

  55. David sagt:

    Liebe Leute,

    erst einmal möchte ich JPC dafür danken, ein so reichhaltiges LP-Angebot bereitzustellen. Ganz besonders dankenswert ist es deswegen, weil ich mir die Zahl der Rücksendungen nicht vorstellen möchte.
    Auch ich habe ähnliche Erfahrungen und Eindrücke, was die Qualität der neuen Pressungen anbelangt- mindestens 30 Prozent der neuen Schallplatten haben gravierende Mängel, seien es Wellen, Knackser, dezentrale oder zu kleine Löcher- mal ganz zu schweigen von den inzwischen häufigen billigen Papierinnenhüllen, die die LP schon nach einmaligem Herausnehmen mit feinen Kratzern übersäen.

    180g und höhere Qualität? ich halte diese „Auszeichnung“ inzwischen mehr für eine Maßnahme, um die großen Fertigungspatzer auszugleichen als für irgendetwas Besonderes.

    Ich bin überzeugt, dass der Großteil an mangelhafter Qualitätskontrolle liegt. Beispiele: „Youth And Young Manhood“ von Kings Of Leon enthielt eine plane und gut klingende Platte, die zweite hatte einen ordentlichen Schlag. Von John Frusciante habe ich letzte Woche zwei Alben, aus der selben Reissue-Reihe und mit großer Sicherheit aus dem selben Werk stammend, erhalten. Auch wenn ich dort mit der produktionsseitigen Audioqualität nicht so zufrieden bin, war das eine Album völlig in Ordnung, das andere wieder einmal wellig und mit über Knackser hörbaren, ganz klar sichtbaren Oberflächenschäden.
    Bei der Plattenfertigung gibt es nunmal eine hohe Ausschussquote, die offensichtlich gern mal über zwei zugedrückte Augen gesenkt wird.

    Nichtsdestotrotz gibt es auch so einige Lichtblicke, die mich immer wieder etwas Hoffnung schöpfen lassen: „Random Access Memories“ von Daft Punk ist mit gewagt niedriger Grundlautstärke (auch in gewissem Maße notwendig wegen der wunderbar starken Dynamik) gepresst, was bei einigen anderen LPs zu ungenießbar hohem Rauschen führen würde und somit eine grundsätzlich höhere Fertigungsqualität erfordert. Dieses Album ist jedoch absolut makellos und seine Platten von höchster Güte. Auch das neue „Electric“ von den Pet Shop Boys gab alles andere als einen Grund zur Beanstandung.

    Ineos Vorschlag mit der JPC-seitigen Sichtprüfung ist in der Tat eine hochinteressante Sache, andererseits mache ich mir da Sorgen mit diesen blöden zerkratzenden Innenhüllen. Dieses Risiko ist in meinen Augen einem Händler schwer zuzumuten, wenn ich mir vorstelle, dass ich inzwischen so manche wertlose Hülle direkt aufschneide, um die Platte möglichst unbeschadet zu entnehmen und umzutüten.

    Das war der meinerseitige Senf.

    Nette Grüße,
    David

  56. Jochen sagt:

    Hallo,

    ich möchte hier gerne auch einmal meine Erfahrungen mitteilen.

    Zuerst einmal finde ich es klasse, dass jpc einer der Wenigen ist, die Vinyl (auch einige rare Klassiker) zu erschwinglichen (*hust*) Preisen anbietet – weiter so!

    Ich habe seit über 15 Jahren Plattenspieler und nun bestimmt 7-8 Jahre keine neuen Platten mehr gekauft, höchstens gebrauchte auf dem Flohmarkt.

    Meine Widergabekette, wie es wohl heisst, muss sich mit einem SL1210, Ortofon-System und Yamaha Amp nicht verstecken – sagen wir mal so, für meine bescheidenen Zwecke reicht es vollkommen.

    Nun habe ich mir nach den langen Jahren mal ein paar neue Scheiben gegönnt, und ich war begeistert von der Soundqualität, die sich mir geboten hat. Hervorzuheben, „Beastie Boys – Ill Communication, RE, 180 gr.“ Mir hat sich ein klangliches Universum aufgetan, welches ich von der CD, die ich einmal besaß nicht kannte. Auch von meinen anderen LP´s gibt es keine, die an diese Brillianz, Tiefe und Wärme herankommt. Achja, da knistert und knackt nichts ;)

    Weitere Beispiele wären: „Daft Punk – Diskovery“, „Bob Marley – Legend, RE 180 gr.“, „Etienne de Crecy – My contribution to the global warming“, wo ich auch kein Knacksen wahrnehme – und auch das Mastering ist wirklich gelungen bei diesen LP´s.

    Vermutlich habe ich das „Glück“, zum Einen mit elektronischer und Hip-Hop-Musik eher „miderwertige“ Musik zu hören, zum Anderen nicht mit den perfekten 80er-Jahre Pressungen aufgewachsen zu sein – von daher war ich positiv überrascht.

    Einzig hat mich die „Beginner – Bambule“ etwas enttäuscht, sie klingt ziemlich verzerrt in der Stimme, was dem Hörgenuss aber nicht wirklich schadet, da kommt es mir auf andere Dinge an.

    Alles in allem klagen hier wohl viele auch (zurecht) auf hohem Niveau, da ich selber es auch nicht abstreiten kann, dass man im Lauf der Jahre doch anspruchsvoller wird.

    Ein leises Knistern und ab und an mal ein Knacken sind mir lieber als eine kalte silberne Scheibe. Vinyl ist ein warmes, langsames und „begreifbares“ Medium – deshlab liebe ich es so!

    „My two cents“ zu dem Thema Vinyl und jpc.

    Gruß.

  57. Karsten Voss sagt:

    Es ist ein jammer in welcher schlechten pressqualität heute die schallplatten hergestellt werden. Ich habe noch über 500 lps von früher aus den 60er 70er und 80er, und da hat man sich über qualität keine gedanken gemacht. Die waren alle durchweg einwandfrei ohne knistern (klebereste?) und absolut plan. Und die sind heute noch genauso, auch ohne beindruckende 180 gramm. In letzter zeit wollte ich mir mal wieder ein paar schöne vinyl scheiben zulegen. Aber fast nur ärger. Es gibt kaum eine platte die keine macke hat. Entweder schlieren, knistern und knacken, oder wellen, trotz 180 gramm. Prominente beispiele: die an sich schönen beatles und the who boxen. Ich kaufe kein vinyl mehr und erfreue mich an meinen alten schallplatten und den knisterfreien cds.

  58. Gerrit Stübben sagt:

    Hallo,
    ich bin Sammler und handele auch nebenberuflich.
    Bevor ich meine Meinung zur allgemeinen Qualität äußere: Es sollte die Verpackung überarbeitet werden! In Zeiten, wo ständig versandt wird sind seam splits an der Tagesordnung. Ich persönlich trenne vor Versand in aller Regel Vinyl vom Cover, der Kunde bekommt dann zwar geöffnete aber weitestgehend einwandfreie Ware; leider ist das nicht die Regel wie ich als Sammler schon manchmal schmerzlich erfahren musste. So etwas könnte ab Werk geschehen…Vinyls in gefütterte Standardhüllen und bedruckte Innenhüllen und Cover separat beilegen, das Ganze aufeinander- statt ineinandergelegt mit Folie umwickeln.
    Die Klangqualität ist auch oft bei älteren Aufnahmen besser, aber nicht grundsätzlich. Dies liegt wohl bei alten Titeln an der Überlieferung (Ist ein Master noch im Urzustand vorhanden? Wer mastered überhaupt…Bernie Grundman, Steven Wilson oder Franz Beckenbauer?) und daran dass analoges Einspielen schon bei der Produktion nicht zwingend geschieht; bei vielen Aufnahmen gibt’s wohl auch nur noch digitale Basismaterial, das gab’s früher garnicht. Manchmal mag es der subjektive Eindruck sein.
    Ich persönlich unterscheide zwischen Mainstream für das eher junge Publikum. Bei Justin Timberlake oder Rihanna ist kein wirklicher Vinylfokus bei der Produktion zu erwarten. Metal und Rock gibt sich da mehr Mühe; Mainstream-Metal a la Metallica wiederum schwankt stark – die 45RPM-Box vom Black Album hat mich klanglich umgehauen, Pressung einwandfrei; andere Alben aus der Reihe, z.B. …Justice… eher nicht – außerdem Schlieren so stark dass meine Freundin schon von Weitem ‚Was ist denn damit passiert?‘ rief…Mainstream hat’s scheinbar nicht nötig vernünftig zu pressen. Dann gibt’s noch die Auf-Den-Zug-Springer…da werden einfach mal Beatles- oder Elvis-Pressungen minderer Qualität, aber in verschiedenen Farben, gerne auch geshaped und natürlich immer limitiert (um sie dann in der nächsten Farbkombi erneut zu limitieren) rausgehauen. Das hat aber m.E. nicht zwingend was mit 180g (was ich eigentlich lobenswert finde) zu tun. Label/Presswerke nehmen sich nicht die Zeit für QM (Abkühlung, Kontrolle). Picture-Discs kann man klanglich grundsätzlich nicht ernst nehmen.
    Label mit denen ich bisher alles in allem nur gute Erfahrung habe: Kscope, Inside Out, Music On Vinyl, Mobile Fidelity, Tonefloat, ORG, Roadrunner. Nicht so bahnbrechend: Interscope, Zomba, RCA, Mischief Music. Große Masterlabel (Warner, Universal und Co.) schwanken, vermutlich wegen verschiedenster Presswerke aufgrund der Masse.

  59. Andre sagt:

    Die meisten neuen Pressungen sind von guter Qualität mit Laufgeräuschen, die nicht schlechter sind, als zu den viel gelobten 70er Jahren. In den 80ern mußte ich auch öfter Platten wegen Pressfehlern zurückgeben. Der gefühlte Anteil in % ist heute nicht mehr als damals.

    Nur einige Sache stören mich bei den heutigen Platten:

    1. Das diese unbedingt dicke 180g haben müssen und
    2. Diese dadurch so gut wie immer wellig verformt sind.
    3. Sind oft Schmutzrückstände nach dem Pressen drin, so daß eine Wäsche der neuen Platte fast zwingend ist.

    Ohne Plattenbügelmaschine und Plattenwaschmaschine zuhause dürfte man eigentlich keine neuen Platten mehr kaufen. Hier gibt sich die Pressindustrie leider keine Mühe, dieses Manko abzustellen. Natürlich bin ich froh, auch aktuelle Produktionen wieder auf Vinyl kaufen zu können. Die meisten Verwellungen sind nicht erheblich, so das ich mit dem Manko leben kann und dann eben später die Platten „bügeln“ muß.

    Relativieren muß ich aber, heute werden Schallplatten nur von Perfektionisten und echten Fans gekauft/gehört und die sind wieder anspruchsvoller als ein damaliger „Normalkonsument“ der einfach nur einen Musiktonträger haben wollte und sich über das früher oder später unvermeidliche Geknister eher geärgert hat. Der ist wohl froh, das es nun die CD oder Musikdatei gibt.

    Im übrigen bin ich mit dem Service bei JPC sehr zufrieden und kaufe daher gerne Platten bei JPC. Bisher waren alle Lieferungen bis auf die genannten Probleme mängelfrei und habe daher keinen getrübten Spaß am „schwarzhören“.

  60. mh1978 sagt:

    Ich habe bisher immer gerne Platten gekauft. In den letzten 2 Jahren musste ich allerdings feststellen, dass bei deutlich gestiegenen Preisen die Qualität immer schlechter wurde. Verwellte Platten, durchgehend starke Knackgeräusche oder auch mal eine nicht zentriert gepresste Rille waren bei all meinen Käufen schon fast an der Tagesordnung. Hinzu kommt die immer schlechte werdende Klangqualität, die sich bei den neuesten Scheiben nur noch flach, gepresst und sehr leblos anhört. Ich habe nun den Schlußstrich gezogen und werde nur noch CDs kaufen. Die Freude an meiner LP-Sammlung wird natürlich erhalten bleiben :)

  61. Stefan sagt:

    Hallo zusammen,

    mich würde zunächst interessieren, ob aus diesem Dialog der ja nun seit ein paar Jahren läuft auch konkrete Maßnahmen abgeleitet wurden (JPC ?) ?

    Dann möchte ich nichts desto trotz JPC ein großes Lob aussprechen, immer kulant mit den leider auch bei mir zahlreichen Reklamationen umzugehen ! Top-Service !

    Ich habe vor ein paar Jahren meine CD/SACD Sammlung in einem Anflug von Romantik komplett auf Vinyl umgestellt und mich schon manches Mal gefragt, ob das nicht der Fehler meines (Musikhörer-) Lebens gewesen ist. Gespaart wurde nicht am Equipment. Ich habe hier einen Bauer Audio mit Lyra Delos System stehen, für um die 5.000 € und Linn Elektronik. Daran wird es also nicht liegen ….. Ich kann bestätigen, dass locker ein Drittel der gekauften Platten defekt sind und damit meine ich keine Unzufriedenheiten mit schlechten Aufnahmen. Schlichtweg bescheidene Herstellungsqualität. Auch kann ich bestätigen, dass scheinbar niemand mehr den Umgang mit diesem Medium beherrscht. Wie kann es sonst sein, dass ich so oft Platten mit teilweise derben Kratzern bekomme ? Jeder Plattenkauf ist ein Lottospiel und so hatte ich mir das irgendwie nicht vorgestellt. Regeln lassen sich kaum finden. es geht meist quer durch alle Labels. Der Knaller war der „Gladiator“ Soundtrack auf ORG, 45 rpm supa-dupa für ich glaube 80 Euro. Wie oft umgetauscht ? 4 Mal bei JPC und dann noch einmal im direkten Kontakt mit Sieveking Sound. Hat auch nicht geholfen.

    Aktuell kommen ja gerade die Johnny Cash American Recordings in einer Neuauflage heraus. Die 6 Platten habe ich mir damals mühsam und teuer bei diversen Händlern neu zusammengekauft. Jetzt anläßlich der Neuauflage mal wieder alle durchgehört. 4 von den 6 habe ich jetzt in der Neuauflage nachbestellt, in der Hoffnung dass sie besser sind ……. Auch ein interessantes Geschäftsmodell …. Mich ermüdet das langsam und die Platten-Neukäufe werden weniger. Zu viel Aufwand mit Reklamationen.

    Also. Schön dass man mal darüber geredet hat. Aber was wird konkret unternommen ? Gibt es Inititiativen der Händlerschaft ? Trotz der höheren Verkaufspreise bei Vinyl kann das betriebswirtschaftlich doch wohl kaum Freude machen ? Oder sind die Vinyl-Fans die sich die Mühe machen zu reklamieren doch in der Minderzahl, so dass es niemanden stört ?

    Viele Grüße,

  62. Friedhelm Haumann sagt:

    Als langjähriger Vinyl-Fan und Klassiksammler kaufe ich, sofern möglich, LP. Meine letzten Käufe waren „Heimliche Aufforderung“, Christiane Karg, Berlin Classics, und die Furtwängler Box von Audite.
    Die Berlin Classics kam mit Papier-Innenhüllen(!) eine echte Rarität! ….und so waren auch die beiden Platten:Übersät mit sog. Paper- scratches und beim Abspielen überwiegend Knistern. Fielen hochwertige Innenhüllen der Gewinnmaximierung zum Opfer (Ich las letztens im Internet, dass EDEL sehr hohe Gewinnüberschüsse erzielt hat!)?
    Bei der Furtwängler- Box habe ich mit dem Kauf lange gezögert, da ich im Blog von Paper-Scratches gelesen hatte. In einer Antwort auf meine diesbezügliche Emali wurde mir von Audite versichert, dass Problem sei behoben.
    Nach Kontrolle der LP kann ich dies bestätigen. Nach Anhören von etwa 2/3 der LP bin auch mit der akustischen Qualität ziemlich zufrieden ( bei 14 LP sind nie alle gleich gut!)
    Einen Wermutstropfen gibt es dennoch: Alle Platten sind stark wellig! Zwar kommt mein LP12 damit klar, schön ist dennoch nicht und “ high-quality“ auch nicht! Außerdem war die Pappbox an einer Kante eingedrückt und die untere Box aufgerissen!
    Die letzte makellose Box, die erstanden habe, waren die Beethoven-Symphonien der Deutschen Kammerphilharmonie mit Paavo Järvi. Optisch und klanglich einwandfrei? Aber das ist in der heutigen Zeit wohl eine extreme Ausnahme! Obwohl es früher viel häufiger möglich war. Ich besitze alte Platten, die wunderbar „spielen.
    Gruß!

  63. Thomas Pentzek sagt:

    Ich war bis vor kurzem von den hier geschilderten negativen Erfahrungen verschont geblieben. Bis ich auch eine verwellte Platte erhielt, die ich nicht umtauschen konnte.
    Hier ist der Händler gefordert! Der Kunde sollte einwandfreie Ware erwarten können. Dafür muss der Händler sorgen. Wenn er das nicht leisten kann, war´s das.

    Gruß

  64. Eberhard Grütte sagt:

    Dem Medium LP sind so einige Fehlerhäufungen angebunden, die auf die störanfällige Fertigungsmethode hinweisen. Wenn dann noch Schlampe und Zeitdruck die Produktion infizieren sind 2/3 der Ware nicht mehr klangschön. Audiophile Fertigungen waren schon immer Glücksfälle in der LP-Welt – warum sonst hätte die CD gesiegt ?? Die Blau- und Gelb-Labels waren wohl zeitweilig Spitze- aber eben nur manchmal . Es gab in Deutschland Presswerke- zB Pallas- von höchster Qualität, aber deren Endkontrollen hatten auch 1/4 der Presslinge aussortiert. Wer kann sich das noch leisten ? Darum :Friss Vogel oder stirb-LP!“ JEG sabum

  65. Thomas Pentzek sagt:

    Leider hat es mich wieder erwischt. Wie kann es sein, dass das Mittelloch zu eng ist, so das ich Angst haben muss, wenn ich diese Platte auf mein Laufwerk quäle, dieses zu beschädigen. Schade, aber muss ich wohl zurückschicken und drauf verzichten. Vielleicht soll verhindert werden, dass dieses Medium wieder eine echte Alternative zur CD wird. Vinyl vergammelt nämlich nicht. Ich kaufe wieder bevorzugt im Secondhandplattenladen, obwohl die Ware knapp wird und die Preise explodieren.

  66. Thomas Pentzek sagt:

    Ich muss auch feststellen, dass die 180g Scheiben nicht unbedingt sein müssen. Bei der richtigen Plattentellerauflage komme ich bei meinen alten „dünnen“ Scheiben bestens zurecht. Lege ich dann eine 180g Scheibe auf, stimmt die Einstellung des Tonarmes nicht mehr, wiel die Platte dicker = höher ist. Also lieber qualitativ hochwertige Fertigung der „dünnen“ Vinylplatte, als die sowieso derzeit zweifelhaften 180g Scheiben. Würde mindestens unnötige ständige Fummelei ersparen.

  67. Marcel Hoffmann sagt:

    Hallo zusammen,

    also ich kann diese Erfahrungen nur bedingt teilen … ich kaufe mir wieder Vinyl seit Anfang der 90er-Jahre und finde durchaus, dass die Qualität wieder besser geworden ist. Ich höre in erster Linie Alternative, Punk und Metal. In den letzten Monaten hatte ich zwei Retouren, eine von Music on Vinyl (Faith no more) und eine von Epitaph (Weezer). Erstere hatte eine verknickts Hülle und die LP knisterte (der Ersatz war jedoch perfekt) und die Weezer hatte an der Einlaufrille eine Delle, die immer den Tonarm weggeschossen hat. Klar, ab und an ist mal eine etwas bescheidenere Pressung dabei, die etwas mehr knistert, aber so richtig derbe Verwelltes oder laute Knackser und Sprünge hatte ich so noch nie. Ich bin recht penibel würde maximal 1-2 Kratzer auf wenige Umdrehungen tolerieren oder Verwellungen von wenigen mm, die den Tonarm nicht beeinträchtigen.

    In den 90ern war das Vinyl noch dünner und es gab kaum Gatefold-Cover, sondern vieles wurde doppelt in eine dünne Papphülle gepackt – irgendwie lieblos. Dafür wars auch billiger. Dann lieber schweres 180g-Vinyl und was zum Aufklappen. Super finde ich den jpc-Service, der bei Reklamationen immer sehr schnell reagiert. Ich finde die Idee, eine „Vorab-Kontrolle“ anzubieten übrigens auch sehr gut. Würde ich definitv in Anspruch nehmen.

    VG

    Marcel

  68. Stefan Beyer sagt:

    ich kann die Kritik der hier vertretenen Meinungen im Großen und Ganzen nur teilen.
    Kaufe seit Jahren neues und auch altes Vinyl. Mich stört besonders häufig der schlechte Klang mancher Neuerscheinungen, suche daher schon lange ein Forum, eine Datenbank in der andere Vinylliebhaber ihre Platten klanglich bewerten. Vielleicht hat jemand eine Adresse.

  69. Stephan Rohm sagt:

    Hallo liebe Plattenfans,
    die Schilderungen vieler LP-Liebhaber kann ich gut nachvollziehen und auch so nur bestätigen. Die Fertigungsqualitât der LP’s aus den 70er u. 80er Jahren war insg. betrachtet deutlich höher und zum Glück besitze ich einige hübsche Exemplare aus dieser Zeit. Die LP’s hatten in der Regel eine ausreichende Dicke, waren plan gefertigt u. überwiegend sehr stabil – auch die Plattencover waren i.d.R. makellos gefertigt und wiesen keine Druckstellen oder beschädigte Kanten auf. Als Queen Fan habe ich z.B. Originalpressungen aus dieser guten alten Zeit. Was ein Glück ! Gekaufte LP’s ab den 90er Jahre haben mich oft enttäuscht. Man käuft eine teure Neupressung und stellt z.B. fest, dass die Texte zur Musik fehlen, der Labeldruck nicht dem Original entspricht, verletzt sich ggf. am Vinyl der einfach scharf abgeschnittenen LP Kante und entdeckt leider häufig ein starkes Knistern beim Abspielen der LP. Plattencover sind oft zu klein geschnitten, sodass die LP’s nur mit viel Mühe in die Cover geschoben werden können. 180 …Gramm Pressungen bieten meines Erachtens keinerlei Vorteile gegenúber herkömmlichen Scheiben…sind für mich ein reines Vermarktungsinstrument der Hersteller. Was nützt der beste Plattenspieler, das teuerste Tonabnehmersystem, wenn der Klang der LP wider Erwarten bescheiden ist. Manchmal klingt eine neue Pressung tatsächlich auch mal besser als die Alte aus den 70ern….dann hat man zufällig mal Glück gehabt. Preis zu Leistung passt in jedem Fall oft nicht zusammen. Fúr mehr als 30 Euro pro Scheibe sollte man Qualität erwarten dürfen…die sucht man aber leider oft vergebens. Ich bin und bleibe aber Vinyl-Fan.

  70. Nicole Reutner sagt:

    nachdem ich mir vor ein paar Monaten – endlich – wieder einen guten Schallplattenspieler gekauft habe (mein guter alter Dual war vor ein paar Jahren kaputt gegangen) und ich meine alte Plattensammlung leider verloren habe, habe ich nun einige neue Platten gekauft (mittlerweile sind es ca. 200 Stück) – teilweise Klassiker aus den 60gern und 70gern in Neuauflage wie z.B. von Dylan, Beatles, Byrds und Neil Young (um nur ein paar zu nennen) aber auch einige neune Singer-Songwriter Platten wie z.B. von Ryan Adams, Doug Paisley, Jason Isbell, Lucinda Williams, Iron & Wine etc.. Und ich muss sagen – ich bin ein wenig entsetzt. Ich hatte früher auch eine große Sammlung, und ja, da war auch mal was nicht so tolles, z.B. welliges, dabei, aber im Moment geht es mir eher so, dass es eine Ausnahme ist, wenn mal eine wirklich gute komplett fehlerfreie Platte dabei ist. Das bin ich so von früher nicht gewohnt. Die Bandbreite ist groß: die Platten sind teilweise massiv konkav oder wellig, teilweise gibt es extreme Störgeräusche/Knacken (welches sich auch durch waschen nicht beheben lässt), ich hatte auch mal so ein großes Mittelloch bei einer teuren HQ Pressung dass die Platte stark leierte, manche haben ausgefranste, scharfkantige Ränder, manche sind extrem dreckig oder voller Fingerabdrücke und so weiter. Viele dieser Platten sind so nicht hörbar und sie gehen an den Händler zurück. Es ist meiner Erfahrung nach auch nicht unbedingt eine Frage des Geldes welches man investiert – teuer ist nicht unbedingt besser. Auch fällt mir auf, dass dieses Problem bei bestimmten Künstlern gehäuft auftritt, bei anderen wiederum ist fast jede Platte ok. Ich glaube, dass früher bei der Plattenproduktion viel mehr Know How vorhanden war und auch eine bessere Endkontrolle stattfand. Vielleicht werden die Platten heute auch zu schnell produziert weil die Nachfrage momentan zu hoch ist und die Presswerke mit der Produktion nicht hinterher kommen, ich weiß es nicht – und das ist eigentlich auch keine Entschuldigung. Schade ist, dass die Kontrolle im Moment beim Endverbraucher hängen bleibt – ich bin schon dazu übergegangen alles zu akzeptieren was sich nicht negativ auf den Klang auswirkt. Und die Händler tun mir auch wirklich leid, da sie die ganzen schlechten Pressungen zurück bekommen obwohl sie gar nichts dafür können. Ich hoffe, dass sich das mit der Zeit wieder bessert und die Vinyl Fans wieder glücklicher werden dürfen…

  71. Armin sagt:

    Hallo zusammen,
    ich lese hier immer wieder mal die Kommentare zu den Qualitätsmängeln der Vinylscheiben.
    Ich kann diese Erfahrungen nicht teilen (vielleicht kaufe ich zu wenig LPs), bisher waren alle Platten ok.
    Und hier noch ein Tipp: Die LPs aus der Stockfisch Rcords Produktion (Pauler Acoustics) sind generell klanglich und in der Materialqualität auf extrem hohem Niveau.

  72. Carsten sagt:

    Die Vinylqualität ist oft sehr schlecht.
    Ca.40% sind stark verwellt. Gerade wieder mit der Beatles Mono Box passiert.
    Es wurde bisher immer umgetauscht. Ärglich für beide.

  73. Michael Serr sagt:

    ich habe gerade eine audiophile Platte von Eden Atwood gekauft und bin so dermaßen enttäuscht über die Aufnahmequalität das ich die Platte wieder zurück senden werde. Nervig zischelnde S-Laute, klirrende Becken und das Gefühl die Aufnahme wäre „übersteuert“ aufgenommen. Geht garnicht!….bei dem aufgerufenen Preis schon 2mal nicht. Ich bin enttäuscht. ..

  74. Peter Zimmermann sagt:

    Habe in den letzten Jahren viele neue Platten gekauft und kann nicht alles was hier gesagt wird bestätigen. Keine einzige Platte war wellig oder hatte Fingerabdrücke oder sonstige Mängel. Das einzige das wirklich auffällig ist, sind die scharfen Ränder. Es ist ärgerlich, dass das so oft vorkommt, weil die Haptik bei einer Platte sehr wichtig ist finde ich. Klangtechnisch kann ich die Kritik hier ganz und gar nicht bestätigen. Ganz im Gegenteil, die ein oder andere neue und hervorragend gepresste und gemasterte Platte hat mir hier die Grenzen meiner Wiedergabe-Kette aufgezeigt, so das ich schnellsten aufrüsten muss.

  75. Andreas Wunnenberg sagt:

    Es ist sehr spannend die Forumeinträge zu lesen, weil es anscheinend doch oft Geschmackssache ist, von den Produktionsfehlern wie „wellige“ Platte mal abzusehen.

    Ich bin ein Kind der 80-er und als ich anfang der 90-er anfing Musik „selbstständig“ zu hören, war es die CD.

    Mittlerweile gehe ich da eher einen „Schritt“ zurück und versuche meine CD und Download Bibliothek durch Vinyl zu ersetzen. Musik hören macht mehr Spass. Man hört Alben auf einmal als Stück und nicht als einzelnes Lied.

    Meine Sammlung umfasst von Klassik über 70er, 80er, 90er und den heutigen Alben.
    Warum allerdings 180gr „Re-Issue“ hat sich mir auch noch nicht erschlossen.
    Ich finde die eher „klobig“. Mag ja sein, dass man die nicht so schnell verbiegen kann, aber das teste ich weder bei den 180 gr als auch bei den dünneren.
    Ich gehe mit den Platten ja gut um, so dass ich etwas von ihnen habe. Oder?

  76. Jan Kandowsky sagt:

    Habe eine Doppel LP von Daniel Hope (Deutsche Grammofongesellschaft!!) gekauft.
    Die erste LP hatte franzige und bröselnde Ränder. Die 2. LP eierte dermaßen, daß
    ich schon Sorge hatte, mein Plattenspieler ist hin! Auch ich werde zukünftig eher
    zurückhaltend mit Vinyl-Neukäufen sein und auf meine alte Sammlung zurückgreifen.

  77. xy sagt:

    Interessante Diskussion! Danke- auch wenn das nichts mit jpc zu tun hat.
    Ich habe unterschiedliche Erfahrungen mit neu gekauftem Vinyl gemacht und bevorzuge daher gebrauchtes- woher auch immer.

    Beispiele:
    Reissue von Kourosh Yaghmaei (Iran), u.a. gole yakh bei Now Again Records. Verglichen mit dem Original- genauso gut.

    Reissue von Mehropuya (Iran)- African Jumbo von Persianne- schlechter als beide Originale, die allerdings stark gelitten haben und in der ersten Minute stark rauschen.

    In den letzten Jahren gab es vergleichsweise viele afrikanische Reissues, von denen ich gut die Hälfte im Original habe oder gehört habe. Mir ist keine einzige bekannt, die an Originale heranreichen. Dabei sind Soundway oder vor allem Analog Africa noch die besten.

    Bei iranischem Vinyl ist es ähnlich wie bei jamaikanischem bzw. afrikanischem. Die Originalqualität damals neuer Platten war nie so gut, wie z.B. bei denen von 50er RCA oder 70er Mercury oder z.B. von Command Records (meine all-time favourites).

    Reissue von Free Pop Electronic Concept von Electronic Records. Sehr viel schlechter als die Ace of Clubs- Pressung. Vom Moog ist auf dem Reissue kaum was zu hören, was auf digitale Verschlimmbesserung zurückzuführen ist.

    Elsa Popping and her Pixieland Band Reissue auf Basta- Grauenhafte Soundqualität obwohl teurer als die Columbia- Pressung, die allerdings besser ist, als die Fontana.

    Salah Ragab and the Egypt Jazz- Erstauflage bei Art Yard- Sehr gute Aufnahme, sehr gute Pressung.

    The Sparks- Hello Young Lovers, Erstpressung auf weißem Vinyl: alle Lps hatten den Knackser bei Titel 1- ansonsten sehr gute Aufnahme (und Pressung).

    Kitty, Daisy and Lewis- Goin‘ Up The Country. Egal ob 7″ oder 10″- Die Aufnahme und/ oder Pressung ist schlecht- verglichen mit z.B. Stax oder King oder oder. Und das, obwohl die das Equipment haben. Aber wahrscheinlich niemanden, der es adäquat bedienen kann.

    Quarks- Königin von Monika: sehr gute Aufnahme.

    Ganz allgemein ist mir Vampisoul immer wieder negativ aufgefallen, was die Soundqualität angeht.

    Es gab z.B in D neben Conny Plank und Dieter Dierks kaum ernstzunehmende Toningenieure, die Sound produzierten. Und wahrscheinlich gibt es heute gar keine mehr- keine Ahnung. Es ist ja auch allenthalben vom Engpaß der Preßwerke zu hören und ich vermute mal, das da auch Gründe für die schlechter werdende Soundqualität von Reissues oder Neupressungen liegen. Daß diese Review hier an den bestehenden Praktiken etwas ändert- daran habe ich allerdings Zweifel- es geht zu sehr um die Bedienung des Hype, als um content.

    Vinylreste auf den LPs, scharfe Kanten, unvollständige Zentrierlöcher gab es auch in den 70ern, was mir bei versiegelten LPs aufgefallen ist.

    Ich würde ja gerne mal eine Stellungnahme von Leuten dazu hören, die aktuell was mit der Materie zu tun haben- oder rückblickend was dazu erzählen- habe aber bisher nichts dazu gefunden; leider.

    In diesem Sinne noch einen schönen Tag!

  78. Matthias Born sagt:

    Ich bin 52 Jahre und verfolge die Kommentare mit großem Interesse, da auch ich zu den Betroffenen zähle, der defekte LP’s geliefert bekommen hat. Vor ein paar Monaten gab es einen interessanten Bericht über Vinyl im Fernsehen, der das eigentlich bestätigt, was hier immer wieder vermutet wird. Als die Presswerke nach und nach schließen mußten blieben die Maschinen viele Jahre eingemottet bis irgendwann vor einigen Jahren die Nachfrage wieder größer wurde. Jetzt wurden die alten Maschinen von überall zusammengekauft und reaktiviert, die, die nicht mehr funktionierten, als Ersatzteillager herangezogen. Die interviewten Personen bestätigten, daß es kaum mehr KnowHow auf diesem Gebiet gibt, geschweige denn, daß neue Maschinen gebaut werden. Die alten Schätzchen werden gehegt und gepflegt. Mich würde in diesem Zusammenhang mal interessieren, ob die Rohware, die zum Pressen verwendet wird, noch die gleiche Qualität wie früher besitzt. Auch früher hat es schon schlechte Qualität gegeben, aber die gab es nicht bei den Top Labels wie z.B. Polydor, schlechte Qualität war nach meiner Erfahrung eher selten. Ich glaube, daß es früher eine Qualitätskontrolle gab, sodaß wellige oder defekte Platten selten in den Handel gerieten. Meine Erfahrungen mit den neuen Vinylplatten sind so negativ, daß ich nur noch auf Flohmärkten meine Sammlung ergänze und bei neuen Platten zur CD greife. Nur wenn der Kunde Druck macht, ändert sich vielleicht etwas. Der Vertrieb wie JPC kann nur soviel tun, als daß er den Unmut der Kunden an den Hersteller weitergibt.

  79. manfred sagt:

    ich habe 1986 auf cd umgestellt und meine 1200 lp’s verkauft ( alle lp’s von zappa,magma usw.) da hatte ich nur auf einer lp ein preßfehler von der gruppe rare bird – as your mind flies by sonst waren alle ok . ich habe jetzt auch wieder mit yinyl angefangen und bin von der qualität sehr enttäuscht.

  80. Johannes Eberhard sagt:

    Als Uralt Vinyl -Fan kann ich die sich häufenden Klagen über mangelnde Qualität von neu gepressten LPs leider nur bestätigen. Die mutmaßliche Ursache: mangelndes technisches Know-how – nach 20 Jahren Produktionspause . Die unschuldige Vermutung 180g Platten seien besser- großer Irrtum . Man kann LPs als analoge Tonträger leider(?) nicht mit der gleichen Geschwindigkeit & Zuverlässigkeit herstellen wie CDs- es sei denn man will es ! Es gab Presswerke die überwiegend hohe Qualität lieferten, wie z.B. Pallas . Aber unter dem Zwang preiswert zu produzieren- wird schlampig gearbeitet und dem arglosen Vinyl Fan wird Ramsch angeboten. Ich hüte meine große LP Sammlung als musikalische Kostbarkeit und kaufe nur alte LPs. ! Johannes Eberhard 9.April 2015

  81. Simon Davies sagt:

    Meine Erfahrungen hinsichtlich neuer Vinyl Pressungen sind gelinde gesagt katastrophal. Ca. 50% (!) neu gekaufter LP Alben sind dermaßen fehlerhaft,
    daß nur duch mehrfachem Umtausch und mit viel Glück eine gute Pressung zu bekommen ist. Die Preßfehler reichen von wirklich hörbaren Oberflächen-
    schlieren (die auch mit einer HANNL RCM und Rundbürste nicht mehr zu entfernen sind) bis zu Höhenschlägen von mehr als 5mm (nicht abspielbar). Ferner
    sind deutlich hörbare Oberflächenbeschädigungen vielfach vorhanden und schon fast „Qualitätsstandard“.

    Für mich persönlich sind das ausnahmslos Rückesendungen, wobei meine Toleranzgrenze bei zunehmenden Preis gegen „0“ sinkt. Auf die damit einhergehenden
    permanenten Enttäuschungen möchte ich gar nicht erst eingehen.

    Nach meiner Meinung ist es eine Zumutung was Vinyl Produzenten dem audiophilen Liebhabern als wirklichen Ausschuß verkaufen wollen. Es gibt
    wunderbare und sehr seltene LP Alben aus neuer Produktion in miserabelsten Qualitäten. Es gibt sicherlich auch wenige Ausnahmen.

    Aber schlußendlich bleibt es immer ein Glücksfall, ob man als Käufer eine wirklich gute Pressung bekommt. Es ist wohl kaum ein
    audiophiler Liebhaber bereit, seine hochpreisigen und erstklassigen Tonabnehmer für eine minderwertige Pressung zu riskieren.

    !! Am meisten würde ich mir einen Einzelhandelsanbieter wünschen, bei dem ich blindlings darauf vertrauen kann in nahezu allen Fällen einwandfreie
    Qualitäten von neuen Vinylpressungen bestellen zu können. Das wäre mir sogar einen Mehrpreis über dem handelsüblichen Preis des jeweiligen
    Albums wert. !!

    Alles bisherige war – vollkommen unabhängig vom Einzelhandel – ein Glücksspiel und ich bezweifle, daß es sich in naher Zukunft
    signifikant ändern wird. Daher ist derzeit fast nur der Gebrauchtkauf eine sinnvolle Alternative.

  82. RareGroove sagt:

    Ich habe nach 25 Jahren „strictly vinyl“ aufgegeben und kaufe nur noch bei drei bis vier Labels (Jazzman, Denovali, Ninja Tune …) Schallplatten (oder gleich gebraucht) und sonst nur noch digital. Es ist schon sehr traurig! Die Qualität ist eine einzige Katastrophe und die Preise inzwischen ohnehin nicht mehr akzeptabel.

  83. JJ rees sagt:

    Moin,

    ich bin auch vinyl-Liebhaber und muss leider bestätigen, dass die Pressqualität derzeit zu wünschen übrig lässt.
    Bsp.: The sword- high Country, Slayer- repentless oder King Crimson 200g Versionen, Neurosis…..

  84. Listener sagt:

    Hallo,
    leider habe ich ähnlich schlechte Erfahrungen gemacht und einige bei JPC gekauften Scheiben hatten einen Höhenschlag, die ich dann meinem Kundenkonto gutgeschrieben bekommen habe. Ein Ersetzen war nicht immer möglich, da die ganze Lieferung, die JPC bekommen hatte, schadhaft war. Oft konnte ich dann beim Handel vor Ort eine ordentliche Qualität bekommen. Als Vinyl Liebhaber ist es ärgerlich und die Enttäuschung ist groß, wenn Platten aus einer Sendung wieder zurück geschickt werden müssen, vom Aufwand einmal abgesehen. So auch heute, als ich ein Doppelalbum und eine Einzel LP aus einer Lieferung wieder zurück an JPC schicken muss, da diese einen Höhenschlag besitzen.
    Auch die Pressqualitäten lassen zu wünschen übrig. Häufig holt man von neuen Platten Pressrückstände, was mich vor langer Zeit veranlasst hat, auch neue Platten vor dem ersten abspielen zu waschen. Trotzdem gelingt es nicht, einer schlechten Pressung ein Knistern „abzugewöhnen“. Laute Knackser gehören zwar zu Ausnahme, kommen aber vor und sind sehr ärgerlich. Schaut man sich aber mal an, wie die Plattenfirmen ihre Scheiben einpacken, ist es nicht verwunderlich, dass schon beim ersten herausziehen aus der Hülle leichte Oberflächekratzer entstehen. Was liebe Hersteller machen die paar Cent für eine gefütterte Hülle aus? Daher kann ich nur empfehlen, jede nicht gefütterte Hülle sofort zu ersetzen.
    Da erlebt die Schallplatte eine „Wiedergeburt“ und die Stückzahlen steigen weltweit und die Industrie liefert eine solche Qualität! Da ist es nicht verwunderlich, wenn viele Hörer Vinyl wieder den Rücken kehren. Oft bleibt nur das Negative hängen und ich kann auch bestägigen, dass viele Platten eine ordentliche Qualität haben und es Spaß macht, diese mit Genuß zu hören.
    JPC ist zwar bemüht, seine Kunden zufrieden zu stellen, aber es ändert leider nichts an der Tatsache, dass die LP Qualität in einigen Fällen schlecht ist. Es ist auch schon vorgekommen, dass die LP zweimal hintereinander mit Höhenschlag kam. Was mich nur wundert, dass der örtliche Händler mir die Platten (weil bei JPC alle schadhaft waren) in ordentlicher Qualität besorgt hat. Auch er musste sie bestellen, weil er sie nicht am Lager hatte. Es gibt halt Platten, die man unbedingt haben (hören) möchte.

  85. Sebastian S. sagt:

    So, ich wollte mich jetzt auch mal zu dem Thema melden, jedoch unabhängig von JPC, da ich dort keine Platten bestellt habe.
    Ich bin nur auf diese Seite gestoßen, weil ich ein bischen im Internet recherchiert habe, nachdem ich 10 neue platten bestellt habe ( Hip Hop, amerikanisch und deutsch), die in den letzten ein bis zwei Jahren gepresst wurden.
    9 von 10 platten weisen Fehler auf, die so gravierend sind, dass die Platte im Prinzip als defekt gewertet werden kann.
    Ich habe noch sehr viele Platten aus den 70er und 80er Jahren, bei denen keine einzige einen Produktionsfehler hat.
    Was da heutzutage aus den Presswerken kommt ist also schon ein Armutszeugnis.
    Teilweise habe ich die Platten zurückgeschickt und dafür eine neue bekommen, die auch wieder defekt war. Das heisst die ganze Produktionsreihe muss kaputt aus dem Presswerk gekommen sein, oder ich habe extrem viel Pech. Kann ich mir aber nicht vorstellen.
    Die Platten haben Kratzer, dellen/beulen, oder das Loch in der Mitte ist zu klein.
    Ich finde das Grenzt schon fast an Betrug, das sowas in den Laden und dann weiter an Kunden geht. Wenn jetzt eine von 10 kaputt wäre, dann würde ich sagen: ok kann mal passieren, aber 9 von 10?
    Mein Vater hat in den 70er/80er Jahren selbst im Presswerk gearbeitet und sich die vinyls angeguckt und hat fast einen Schock bekommen. Sowas, meint er, wäre damals nie mals aus der Produktion gegangen. Sowas wurde damals regelmäßig kontrolliert und ist in der Regel erst garnicht passiert.

    Also für alle Leute die vor haben sich wieder Vinyls zu kaufen, besonders im Bereich Hip Hop, kann ich zumindest nach meiner Erfahrung schonmal vorwarnen. Ihr müsst in jedem Fall damit rechnen, das mehrere Tacks auf der Platte springen und in Kauf nehmen, dass ihr häufig reklamieren müsst, bis ihr dann eventuell eine ohne Produktionsfehler bekommt.
    Bei der Fehlerquote verstehe ich nicht mal, wie die Firmen damit noch Geld verdienen können, wenn die Kunden fast alles reklamieren.
    Vielleicht stoßen ja noch mehr Leute auf diese Seite und können zu dem Thema was sagen. Wär zumindest gut wenn das ganze mal ans Licht kommt, da man im Internet wirklich kaum was zu dem Thema findet.

  86. Musicman sagt:

    Ich kann die zuvor geschilderten Erfahrungen zu 100% bestätigen.
    Ein ganz grosser Teil der Platten die ich heute kaufe sind fehlerhaft. Früher war viell. mal eine dabei die einen Höhenschlag hatte o.ä., heute sehen die Dinger teilweise aus wie gebrauchte und wären sie nicht verschweisst, könnte man das in jedem Falle annehmen. Vom Werk aus verkratzt, stumpfes Vinyl, Schlieren,Kratzer, knisternd, Höhenschlag, zu kleine Mittellöcher, Kunststoffreste in der Hülle und das für bis zu fast 30€ für eine Platte. Das geht leider gar nicht. Zwar nervig für die Einzelhändler, aber solche Platten kann man schlichtweg nicht behalten. Man kann doch kein Vinyl zu diesen Horrorpreisen kaufen, welches in diesem Zustand auf dem Gebrauchtmarkt theor. am selben Tag gerade mal Mittelmaß bei den Gebrauchten ist. Ich habe ne Menge Vinyl , 30 J. und älter, welches teilweise wirklich viel im Einsatz war. Kaum eine dieser Platten sieht so aus wie die, welche man heute teilweise neu bekommt. Ich begreife sie Geschäftspolitik der Hersteller nicht. Jetzt gibt es nach sinkenden CD Umsätzen wieder ein Medium was etwas im Aufwind ist und auch viele neue Freunde findet und anstatt darauf zu setzen, vergrault man die Nutzer weil man mal wieder nicht schnell genug den Hals vollbekommt. Und ich kann mich einem Vorredner nur Anschließen: Es reicht bei 25€ nicht einmal für eine gepolsterte Innenhülle die selbt für den Endverbraucher nur 15 cent kostet. Für diese Preise ist die Vinyl Qualität definitiv nicht akzeptierbar.

  87. Manuel sagt:

    Die schlechten Erfahrungen mit aktuellen LP-Pressungen kann ich nur bestätigen. Wenn ich für die gesalzenen Preise auch erstklassige Qualität bekäme, dann wären diese auch gerechtfertig. Aber so (nicht bei JPC gekauft): Beatles Magical Mystery Tour Mono: 36,99€: Platte fast nicht aus der Hülle zu kriegen, Höhenschlag, B-Seite azentrisch. Zurückgegeben, Ersatz: noch welliger.
    Es ist mittlerweile fast die Ausnahme, einwandfreie neue LPs zu bekommen. Gebrauchte Platten vor 2005 machen mir fast nie Probleme.
    Einziges Positivbeispiel, das mir einfällt: Pink Floyd Dark Side of the Moon, 2006: Platte plan wie Festerglas, Pressung absolut sauber. So sollte es sein.
    Die Misere ließe einfach beheben, wenn die Platten wirklich eine Endkontrolle passieren würden. Wellige Platten gehören nicht in den Handel.

  88. ToWo sagt:

    Ich habe mit kscope Veröffentlichungen leider fast nur negative Erfahrungen machen müssen. Die nagelneuen 180g Pressungen knacken und hacken wie Musikbox-Scheiben nach dem 300ten Durchlauf.

    Ich fürchte, das liegt an den alten Plattenpressen. Wer Geld verdienen will, muß halt investieren – sonst ist es wohl bald wieder Essig mit dem schönen neuen Vinylmarkt – leider!!

  89. Richie sagt:

    Ich muss Manuel recht geben. Einen Höhenschlag hatte ich bis jetzt noch nicht, aber Fingerabdrücken und Flächenkratzer. Bestes Beispiel die neue Keith Richards, nicht bei JVC gekauft, hab ich zwei mal umgetauscht. Beim 2. Umtausch war die Qualität noch schlechter! Hab sie dann zurück gegeben und mir eine CD genommen. Jetzt bei dem Weihnachtsgeschenk meiner Frau eine Bob Dylan Bootleg 12 Cutting Edge (bei JVC gekauft)… schon wieder diese Fingerabdrücke auf der ersten Scheibe allerdings „nur“ einfach nur grauenhaft! JVC sollte genau wie andere Vertreiber von Vinyl die Produzenten drauf hinweisen… Sowas sollte nicht sein.

  90. Holger sagt:

    Hallo, als alter Vinyl-Liebhaber habe ich in den vergangenen Jahren meine alten Pink Floyd-Alben teilweise neu gekauft. Die DSOTM-Neuausgabe (SHVL804-IE064) klingt ggü. meiner alten (1C 064-05249) -made in Sweden-im Hochtonbereich überspitzt und neigt in einigen Passagen zu Verzerrungen bei Zischlauten. Das habe ich auch nicht mit Justierversuchen meines Goldring 2500-Tonabnehmers hinbekommen. Die alte Scheibe klingt ansolut „entspannt“. Die 2015 bei jpc gekaufte Pink Floyd Division Bell (20th Anniversary Edition) war wegen Höhenschlags nicht abspielbar. Die Ersatzlieferung war dann in Ordnung. Die ebenfalls 2015 bei jpc gekaufte Endless River -Vinylplatte wies auch einen beträchtlichen Höhenschlag aus, hatte jedoch keine Lust mehr auf Tausch, da sie noch abspielbar war. Die Roger Waters-Amused to Death- von Quality Record Pressing (ebenfall jpc) macht da m.E. eine erfreuliche Ausnahme: Supersound, Platte läuft ohne Höhenschlag. Insgesamt bin ich der Meinung, dass man sich seitens der Hersteller getrost Qualitätsangaben wie 180 Gramm u.ä. sparen kann. Für mich sagt das nichts über die Qualität einer Schallplatte aus. Statt dessen sollten die Plattenfirmen sich mehr Mühe um Qualitäzssicherung machen und nicht ausschlißlich an das schnelle Geld denken. Meine alten Vinyls klingen einfach im direkten Vergleich besser und wiegen keine 180 Gramm.

  91. Armin sagt:

    bei Amazon Back in Black (2003) 180g diesen Monat gekauft und auf einmal bringt meine Partnerin ihre alten Platten mit und dort war auch eine Back in Black Bj. 1980. Natürlich hab ich das sofort getestet auf einer durchschnittlichen Rotel Vintage Anlage – der Unterschied ist deutlich im Bass, Volumen und den Höhen hörbar – finde ich echt eine Sauerei. Denn Sony hört den Unterschied genauso – anscheinend ist es ihnen egal!

  92. Chris sagt:

    Ich bin erst vor einem Jahr wieder zu den Platten zurückgekommen. Anfangs war ich recht enthusiastisch, aber mittlerweile hatte ich einige Male Pech mit den neugekauften Platten. Da wäre z.B. die eine 180g Platte die auf der einen Seite dezentriert ist, dann auch eine limited Edition, die optisch keine Beanstandungen hat, aber auf einer der Seiten knackt, als wenn sie einen Kratzer hätte, dabei ist aber nichts zu sehen. Dann eine andere Platte hat Mikrokratzern und ein großen Kratzer.

    Vieles deckt sich mit bereits beschrieben Problemen, insgesammt war bisher die Fehlerquote bei mir 50%. OK es waren nicht viele Platten, daher ist das nicht representativ. Ich keine Unterschiede zwischen normalen, 180g oder Special Editions feststellen. Ebenso wenig ob die Platte Online oder im Laden gekauft wurde.

    Nachdem weder die Plattenhersteller noch die Händer eine Qualitätskontrolle machen die ihren Namen verdienst, bleibt wohl nichts anderes übrig als in den kleinen Plattenladen um die Ecke zu gehen, sich dort die Platten anzuschauen und anzuhören, und nur wenn alles OK dieselbe zu kaufen.

  93. Mirko sagt:

    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass nicht jede Schallplatte aus dem Laden die selbe Qualität hat. Aber ich erkenne nur einen minimalen Unterschied, welchen man vernachlässigen kann.

  94. manfred sagt:

    endlich plattenspieler verkauft ,sämtliche platten auch, ruhe kehrt ein und kein ärger mehr mit mangelhaften LP’s.

  95. Fritz Füllemann sagt:

    Habe schlechte Erfahrungen gemacht mit neueren Tschechischen Pressungen.

    z.B. David Bowie, The Man Who Sold The World, 2015, Parlophone EU, DB 69732
    z.B. David Bowie, Same (Space Oddity), 2015, Parlophone EU, DB 69731

    Da sind offenbar Butterbrot- Finger und unsaubere Bedingungen im Spiel.
    Umtausch sehr kulant bei MANOR Schaffhausen. Die Verteiler sollten Druck auf die Lieferanten ausüben. Aber heute hat ja keiner mehr eine Ahnung davon, welch wunderbare Pressungen z. B. in Deutschland in den 60 ern und 70ern gemacht wurden. Die neuen Pressungen genügen meinen Ansprüchen deshalb bei Weitem nicht!
    Schon optisch sofort auffallende Wisch-Kratzer wie anno dazumal bei den billigen US Pressungen der 70er. Obwohl die LPs in den antistatischen (gefütterten) Innersleeves geliefert werden, scheint es keine Schlusskontrollen zu geben.
    Offenbar wird auch eine Chemikalie als Trennmittel benützt, welches zu Knistern führt.
    Also müssen diese LPs zuerst in meine Vinyl-Waschmaschine. Hannl!
    Die Presswerke scheinen zur Zeit mit der Nachfrage überfordert zu sein.
    Ein Boom hat halt auch seine Nachteile……
    Gruss aus der Schweiz von Fritz The Cat

  96. Holger sagt:

    Nach langer Vinyl-Abstinenz (das letzte Vinyl hab ich doch tatsächlich Ende im letzten Jahrtausend gekauft), wollte ich mal wieder wissen, was der Stand der Dinge ist.
    Dazu habe ich mir hier im Haus die neue Jack DeJohnette bestellt, nachdem jemand die 180g Doppel-Vinyl-Ausgabe als qualitativ gut rezensiert hat.
    Was soll ich sagen, die Lieferung superschnell und die Qualität besch…, übel verwellt (erinnerte mich an die vielen Reinfälle in den 70ern und 80ern), aber auch ein matter Sound im Vergleich zu 24/96HD.
    Aber, dank JPC wurden die beiden Scheiben ohne viel hin und her ausgetauscht – Danke!
    Ok, es knistert minimal (mal sehen ob waschen hilft), aber wenigstens eine Scheibe ist OK. Die Andere wieder etwas verwellt (Blub, Blub, Blub am Anfang und Loch etwas zu klein), aber der Sound ist klasse!
    Im Vergleich zu 24/96HD gefällt fast das Vinyl jetzt fast besser, super klare Becken, völlig ausgewogener Frequenzgang (…da kann das Shure V15 IV mit MR-Nadel tatsächlich nochmal zeigen, was es so drauf hat…ok, etwas weniger Tiefstbass hat´s schon…)
    Fazit: Werde jetzt öfter mal nach Vinyls Ausschau halten, wenn es sich vom Sound her lohnt, aber auch versuchen, den Qualitätsanspruch einzufordern!

  97. Dieter Nerlich sagt:

    Ich kann mich den vielen negativen Beurteilungen betrf.: Soundqualität der Vinylscheiben, nur anschließen. Größte Enttäuschung: „Santana IV“.
    Meine z.Teil über 40 Jahre alten Schallplatten haben eine bessere Qualität als die, die
    einem heute manchmal angeboten wird.
    Ich werde bei Neuerscheinigungen (vorerst) wieder zur CD greifen.

  98. Sina sagt:

    Ich danke Ihnen für den interessanten Artikel. Ich höre sehr gerne Schallplatten und selbst als Laie merkt man, dass es unter den versch. Herstellern deutliche Unterschiede gibt.

  99. Thomas sagt:

    Habe mir 2015 das Weihnachtsalbum von Helene Fischer und jetzt erst das Album Unplugged von Andreas Gabalier gegönnt. Beide Pressungen enthalten massive
    Knackgeräusche. Eigentlich verstehe ich nicht dass beim heutigen Technik Stand
    so etwas noch verkauft werden kann. Bin sehr Enttäuscht und werde mir überlegen ob ich in Zukunft mein Geld nicht lieber für andere Dinge ausgebe.
    Gruß Thomas.

  100. Thomas sagt:

    Auch ich habe es mal mit einer nagelneue Scheibe versucht.
    Angebliche audiophile Hochkultur. Eine Reissue Janos Stalker – Dvoraks Cello concerto und Bruchs Kol Nidrei auf Mercury 180g.
    Klingt schon gut die platte aber die Endkontrolle?!
    1. Platte Eingeschweißt, Beschädigung (Kratzer der sich entsprechend seiner der Länge 10mal akustisch wunderbar wiederholt.
    2. Versuch: Ein Pickel, sieht aus wie ein mitgepresstes Staubkorn, wirkt acoustisch, wie wenn jemand auf einen schießt während des Konzertgenusses. Eindeutiger Herstellungsfehler. Hört die Platten keiner mehr Probe?
    Mir ist es jetzt schon peinlich, das zeite mal zu reklamieren. Aber was soll ich machen. Schon komisch zweimal hintereinander. Bin gespannt wie es weitergeht.
    Werd morgen mal bei Mecury direkt anfragen.
    Der erste und zweite Versuch ging also mächtig in die Hose bei mir.
    Das Vertrauen ist echt hin. Der arme Lieferant.
    Damm lieber solide 70er Jahre-Pressungen.