Marlango: Automatic Imperfection on CD
Automatic Imperfection
Conventional CD, playable with all CD players and computer drives, but also with most SACD or multiplayers.
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- Label:
- EmArcy
- Year of recording ca.:
- 2006
- UPC/EAN:
- 8436003393917
- Release date:
- 8.5.2006
Die Songs von "Automatic Imperfection" könnten in einem Zug entworfen worden sein, der die imaginäre Strecke Madrid-Tokio-Palermo befährt. Während dieser Reisen haben die drei Protagonisten von Marlango Fotos geschossen: Von den Landschaften, die sie vorbeifliegen sahen, von den Städten, in denen sie Station machten, von den Menschen, denen sie begegneten, und von den Situationen, die sie erlebten. Bis zu einem gewissen Punkt war dies tatsächlich der kreative Prozess, der zu Marlangos zweitem Album führte. "Automatic Imperfection" ist wirklich das Ergebnis eines Jahres voller Reisen und Konzerte, bei denen Leonor Watling, Alejandro Pelayo und Oscar Ybarra ihre Musik unter dem inspirierenden Einfluß von Örtlichkeiten, Gesichtern und Situationen neu erfunden haben. Und so wie ein Jahr zwölf Monate hat, weist diese CD auch zwölf Songs auf.
Aber "Automatic Imperfection" ist vor allem eine Deklaration von Prinzipien. Der Titel suggeriert eine Idee, die in allen Lebensaspekten vorzufinden ist - und die alles funktionieren läßt, wenn auch auf eine unvollkommene Weise. Aus dem Zusammenführen von "Automatischem" und "Unvollkommenem" entsteht immer etwas Gutes. Die Arbeit an einer Maschine, automatisch und perfekt, konfrontiert mit einem Musiker, menschlich und per definitionem unvollkommen, war der Ausgangspunkt für dieses Album. In den Texten der Songs akzeptieren Marlango die Welt so wie sie ist, mit ihren Unvollkommenheiten, aber ohne zu resignieren oder deswegen dramatisch zu werden. Mit Gefühl sinnieren sie über die kleinen Katastrophen des Lebens, die dieses paradoxerweise so viel schöner machen. In musikalischer Hinsicht ist "Automatic Imperfection" eine natürliche Fortsetzung des vorangegangenen Albums. Wenn das Debütalbum einem ehrlichen und etwas scheuen kleinen Jungen glich, dann ist das neue Werk nun dessen älterer Bruder. "Automatic Imperfection" wäre ein Jugendlicher, der die Welt, in der er lebt, entdeckt und versucht, sich darin Gehör zu verschaffen. Manchmal mit unkontrollierbarer Energie, aber stets mit einer unbestreitbaren Authentizität.
Wie schon bei ihrem ersten Album, entschieden sich die Musiker von Marlango auch "Automatic Imperfection" bei Live-Studiosessions mit allen Musikern zur selben Zeit im selben Raum einzuspielen. Dieser Prozess ist die logische Konsequenz aus der Tatsache, daß sie die Songs in den vorangegangenen Monaten schon bei ihren Konzerten aufgeführt hatten. Die Band ging nicht mit Demo-Tapes für ihr neues Album ins Studio. Statt dessen kamen sie dort mit nahezu fertigen Nummern an, die nur darauf warteten, aufgenommen zu werden. Diese Nummern wurden ausnahmslos mit Hilfe von Piano und Stimme konzipiert; die organische Natur dieser beiden Elemente diktierte die Regeln.
Die Musiker, die auf diesem Album mitspielen, sind annähernd identisch mit der Besetzung, die Marlango wauf ihrer letztjährigen Tournee begleitet haben. Gitarrist David Gwynn, die Schlagzeuger und Perkussionisten Gonzalo Maestre und Ricardo Moreno sowie die Bassisten Pablo Navarro und Manuel Bagüés stehen einer vor Leben nur so übersprudelnden Leonor Watling zur Seite, die nicht nur erneut ihre Talente als Texterin beweist, sondern sich auch als blendende Vokalistin entpuppt, die auf "Automatic Imperfection" mittlerweile stimmliche Register erreicht, die ihr auf dem Debütalbum noch nicht zur Verfügung standen. Trompeter und Flügelhornist Oscar Ybarra hat sich auf dem neuen Album größere kreative Freiheiten gewährt. Er beschränkt sich nicht mehr länger auf eine rein begleitende Untermalung der Harmonien, sondern übernimmt nun gemeinsam mit der Stimme die Melodieführung. Alejandro Pelayo hat obsessiv nach neuen Klavierklängen gesucht (er spielt Flügel, Wurlitzer-Piano, Fender Rhodes und Mellotron), um in einen faszinierenden Dialog mit den Gitarren treten zu können. Gemeinsam mit Juan de Dios Martin hat er auch die musikalische Programmierung übernommen und in Zusammenarbeit mit José Maria Rosillo das Album produziert. Und dann wären da noch die guten Freunde wie Suso Sáiz und Mate Almendral zu erwähnen, die an einigen Titeln des Albums mitgewirkt haben. Den visuellen Part des Albums gestaltete das Designer-Team von Galeriacreativa, das Frontcover und die Booklet-Fotos stammen von Jerónimo Álvarez. Der Videoclip der ersten Single wurde von Rómulo Aguillaume während Marlangos letzter Gastspielreise in Tokio gefilmt.
Das Projekt Marlango begann Ende 1998 in Madrid Gestalt anzunehmen, als die Sängerin, Songschreiberin und Schauspielerin Leonor Watling sich mit dem Pianisten und Komponisten Alejandro Pelayo zusammentat, um ein Demo-Tape mit vierzehn Songs aufzunehmen. Als der gemeinsame Freund und Trompeter Oscar Ybarra Ende 2000 nach einem längeren Aufenthalt in den USA nach Madrid zurückkehrte und die Aufnahmen hörte, stieg er sofort begeistert in die Band ein.
Leonor Watling gilt als eine der talentiertesten Schauspielerinnen Spaniens. Ihr Leinwanddebüt gab sie 1992. Seitdem hat sie mit einigen der besten Leute der heimischen Filmindustrie zusammengearbeitet, etwa mit den Regisseuren Pedro Almodovar ("Hable con ella" und "La mala educación") und Isabel Coixet ("Mi vida sin ti", "The Secret Life Of Words", "París, je t'aime: La gabardina roja"). Darüber hinaus schauspielerte sie schon an der Seite von Größen wie Tim Robbins, Maria de Medeiros, Julie Christie und Sarah Polley.
Mit Marlango unternahm sie erste Schritte in Richtung einer professionellen musikalischen Karriere. Dabei entpuppte sich sie als exzellente Lyrics-Schreiberin und Sängerin. Erfahrungen hatte sie zuvor bereits in einigen Jazz- und Soulbands in Madrid gesammelt. Mit ihrer Sopranstimme hatte sie außerdem in den Chören von Federico Chueca und San Jorge sowie im Gospelchor der Angelikanischen Kirche von Madrid gesungen.
In den letzten Jahren konzentrierte sich Leonor darauf, ihre musikalischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Mit Alejandro Pelayo und Oscar Ybarra gründete sie schließlich Marlango, eine Band, die eine ganz besondere Vorliebe für nächtliche, verrauchte und dunkle Klänge hat. Das Trio, das vom Publikum und der Kritik mit offenen Armen begrüßt wurde, gilt derzeit als eine der musikalisch interessantesten Bands Spaniens.
Neben Leonor besetzen zwei Musiker Schlüsselpositionen in der Band: Alejandro Pelayo, ein talentierter Pianist mit klassischer Ausbildung (nicht nur zum Pianisten, sondern auch zum Komponisten und Dirigenten) und Oscar Ybarra, ein exzellenter spanischer Trompeter, der eine zeitlang in der Funk-, Blues- und Jazzszene von Chicago, Miami und New York mitmischte. In Madrid fanden die drei sowohl den perfekten Nährboden für die Musik, die sie kreieren wollten, als auch die passenden Mitspieler für ihr Projekt: Gitarrist David Gwynn, Bassist Mac Hernández und Schlagzeuger Ricardo Moreno. Als Gäste steigen bei ihnen gelegentlich auch Nacho Mastretta, Suso Sáiz, Pablo Novoa oder Miguel Malla ein.
Marlango war von Beginn an eine sehr provokative und aktive Live-Band. Das Programm ihres 2004 erschienenen Debütalbums "Marlango" präsentierten sie bei Konzerten in ganz Spanien, in Portugal (Lissabon und Porto), Japan (Tokio und Aichi) und Italien (Palermo). Nach der ausgedehnten Tournee schloß sich das Trio mit seinen Gastmusikern in die französischen Du Manoir Studios ein, um bei Live-Sessions das Material für "Automatic Imperfection" aufzunehmen.
"Automatic Imperfection" ist das Ergebnis der Erfahrungen, die Marlango im Laufe des letzten Jahres gemacht hat, sowohl im Studio, während der Aufnahmesessions für das erste Album, als auch bei den Auftritten an den verschiedensten Orten, wo sie direkten Kontakt zu ihrerm Publikum hatten. Auch persönliche Reiseerlebnisse reflektieren sie in ihren neuen Songs. Beeinflußt wurden sie außerdem von der Musik, die sie in dieser Zeit selbst gehört haben: Calexico, Radiohead, Sonic Youth, The Doors und Tom Waits. Der Einfluß von Waits ist auf "Automatic Imperfection" besonders deutlich herauszuhören.
Reviews
C. Dick in Audio 2/07: "Dieses Madrider Trio spielt sich bereits seit Ende 1998 in die Herzen von Musikliebhabern, die auf Jazz-Sounds, Bossa-Nova-Appeal sowie einen samti- gen, teils etwas theatralischen Mix aus Blues- und Soul- Pop plus R & B stehen. Sängerin Leonor Watling setzt mit ihrer sonoren Stimme immer wieder Glanzlichter."Disk 1 von 1 (CD)
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1 Shake The Moon
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2 Days Are Tired
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3 Twisted And Sick
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4 Cry
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5 I Don't Care
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6 Automatic Imperfection
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7 Beautiful Mess
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8 Pequeño Vals
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9 Architecture Of Lies
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10 Tip Toe
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11 Trains
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12 Wrong Way