Wut auf DVD
Wut
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- Herkunftsland:
- Deutschland, 2005
- Altersfreigabe:
- FSK ab 12 freigegeben
- UPC/EAN:
- 4250148701413
- Erscheinungstermin:
- 1.9.2008
- Genre:
- Drama
- Spieldauer ca.:
- 88 Min.
- Regie:
- Züli Aladag
- Darsteller:
- Oktay Özdemir, August Zirner, Corinna Harfouch, Robert Höller, Ralph Herforth, Melika Foroutan
- Originaltitel:
- Wut
- Sprache:
- Deutsch
- Tonformat:
- DD 2.0 Stereo
- Bild:
- Widescreen
- Specials:
- Ausführliches Interview mit dem Regisseur;
Der angehende Literaturprofessor Simon Laub und seine Frau Christa ermöglichen ihrem Sohn Felix ein Leben in Wohlstand und Bildung, doch Felix hat Probleme mit dem türkischstämmigen Jugendlichen Can, dem er regelmäßig Marihuana abkauft. Can lebt als Sohn eines Gemüsehändlers außerhalb der guten Gesellschaft und zeigt sich seinem verwöhnten deutschen Freund gegenüber bisweilen neidisch und missgünstig. Aber erst als Cans Gang Felix seine neuen Markenschuhe abzieht und der Junge barfuss nach Hause kommt, bemerkt Felix Vater, dass sein Sohn ein echtes Problem hat. Gegen Felix Willen versucht Simon nun die Situation zu bereinigen. Obwohl wenig einfühlsam, gelingt es ihm, dass Can die Schuhe zurückbringt. Dieser trumpft dabei aber überheblich auf und lässt kein Bedauern erkennen. Die Liberalität des Literaturprofessors, die keine wirkliche Tiefe hat, verschwindet nun völlig. Vielmehr lässt sich Simon zu einer Herrenmenschenpose hinreißen, indem er den Jugendlichen mit bewusst gewählten Worten herabsetzt: "Sagen wir, Sie hatten die Schuhe zum Putzen." Schritt für Schritt setzt sich eine Rache und Gewaltspirale in Gang, die vom Stolz und der Arroganz der Kontrahenten diktiert wird. Während Felix weiterhin versucht, einen Standpunkt zwischen den Streithähnen zu finden, entfernen sich Can und Felix immer mehr von einer konstruktiven Lösung und verlieren sich in drastischen, gewalttätigen Aktionen. Der Konflikt mündet in einer Katastrophe...
Inhaltsangabe
Als feinsinniger Teenager mit bildungsbürgerlichem Hintergrund ist Felix Laub (Robert Höller) für den jungen Berliner Türken Can (Oktay Özdemir) und seine Gang ein willkommenes Opfer. Hilflos und ängstlich erträgt der Schüler und Hobby-Cellist Cans Schikanen, bis sein Vater Simon Laub (August Zirner) bemerkt, was Felix durchmacht. Nagelneue Schuhe hatte Felix an den Anführer der Gang abtreten müssen; eine solche Frechheit will der angehende Universitätsprofessor Simon nicht so einfach durchgehen lassen. Angetrieben auch durch seine Frau Christa (Corinna Harfouch), stellt er sich sofort schützend vor seinen Sohn – um festzustellen, dass die Sache so einfach nicht aus der Welt zu schaffen ist. Im ersten direkten Gespräch mit Can zeigt sich dieser von den klaren Worten des schöngeistigen Akademikers wenig beeindruckt, Simons nachfolgende Unterredung mit Cans strengem, gläubigem Vater (Demir Gögköl) bringt allenfalls einen Teilerfolg. Zwar beugt sich Can dem Willen seines Vaters und bringt Simon die Schuhe seines Sohnes wieder zurück – dafür aber wächst jetzt in Can die Wut auf Felix’ Vater. Längst schon ist Can für Simon zum Angst einflößenden Eindringling in seine Welt geworden, jetzt aber trifft Can bei seinem Rachefeldzug Simon an seinen empfindlichsten Stellen. So platzt er zum Beispiel ausgerechnet in Simons Antrittsvorlesung als Germanistik-Professor – und sorgt dort mit seinem Wissen, dass Simon mit der dort anwesenden Studentin Dominique (Melika Foroutan) eine Affäre hat, für einen Eklat. Jetzt unterminiert Can sogar die berufliche Existenz des Mannes, für den der gewaltbereite Jugendliche längst zum Albtraum seines Lebens geworden ist – und dem in dieser Situation auch in der Familie mehr und mehr der Rückhalt fehlt. Seine offene Beziehung mit der Immobilienmaklerin Christa funktioniert längst nicht mehr, alles sieht danach aus, dass ihr gemeinsamer Freund Michael (Ralph Herforth), ein bodenständiger und praktischer Typ, für Christa mehr ist als eine kurze Affäre. Gleichzeitig gerät Felix verstärkt unter Cans Einfluss, was dessen ohnehin zwiespältiges Verhältnis zum Vater zusätzlich belastet – und die Sorge der Eltern um ihren Sohn nicht mindert.
In dieser Situation entschließt sich Simon, endlich die Polizei einzuschalten, um Can endgültig außer Gefecht zu setzen. Aber dadurch kann er die Lage nicht entschärfen. Im Gegenteil. Jetzt droht Can wegen Drogenhandels der Prozess, gleichzeitig wird er von seinem Vater wegen seines unehrenvollen Verhaltens verstoßen. Derart in die Enge getrieben, wird Cans Hass auf Simon und seine saturierte Welt nur noch größer. Aber auch in Simon hat sich im Verlaufe der Entwicklung ein gefährliches Gemisch aus Wut, Demütigung und Ohnmacht angestaut: Jetzt ist er bereit, seine ursprünglichen Prinzipien gänzlich über Bord zu werfen und mit ganz anderen Mitteln gegen Can vorzugehen. Das aber führt nur zu einer weiteren Eskalation – und zu einer verhängnisvollen Katastrophe…
Rezensionen
Kath.Nachrichtenagentur: "Zählt zu den herausragenden Fernsehereignissen des Jahres."-
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