Durch und durch gelungene Aufnahme des Rössl, mit einem entscheidenden Kritikpunkt
Diese Aufnahme des Weißen Rössels von Ralph Benatzky ist natürlich gelungen (wobei man dazu sagen muss, dass es schwer ist, eine Aufnahme dieser Operette zu finden, die nicht gelungen ist). Die Sänger haben solide und ausdrucksstarke Stimmen, die zu den Rollen und der großartigen Musik passen, auch das Orchester klingt einfach toll. Das Booklet enthält die Besetzung, die Track-Liste und Texte über das Stück und die Seefestspiele Mörbisch, jeder Text ist in deutscher und englischer Sprache aufgeführt.
Warum ich keine 5 Sterne-Bewertung (die die CD auf jeden Fall hätte bekommen können) gegeben habe? Ganz einfach! Die Zwischentexte. Intendant Harald Serafin hat diese (mit einer durchaus angenehmen Stimme) eingesprochen und beschreibt nach JEDEM Lied / nach jeder Einlage, was geschieht bzw. was geschehen ist. Beim ersten Hören mag das nicht stören, vor allem wenn man, wie einige meiner Verwandten die Operette nicht kennt, aber sobald man die CD ein zweites oder drittes mal hört, sind die Zwischentexte - um es auf den Punkt zu bringen - nervig. Man könnte behaupten, dass man die Tracks überspringen kann. Stimmt! Kann man, aber auch das wird irgendwann nur noch lästig und man hört auf, der tollen Musik zu lauschen.
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Um hier eine kleine Empfehlung abzugeben:
Man könnte auch lieber zu der Aufnahme von 1988 mit Anneliese Rothenberger und Peter Minich greifen: diese Aufnahme steht dieser hier in keinem Punkt nach und enthält keine "erzählten" Zwischentexte sondern man hört die Sänger die tatsächlichen Bühnen-Dialoge (in gekürzter Fassung) sprechen, was ich deutlich angenehmer finde, da dadurch die Handlung der Lieder nur noch bestärkt wird. (--> diese CD habe ich verlinken lassen)
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