Alexander Gretschaninoff: Symphonien Nr.1-5 auf 5 CDs
Symphonien Nr.1-5
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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+Orchesterlieder op. 47 "Schneeflöckchen";Cellokonzert op. 8; Missa Sancti Spiritus op. 169; Messe op. 166 "Et in terra pax"; Kantate op. 65 "Kvalite Boga";Missa festiva op. 154; Missa oecumenica op. 142
- Künstler:
- Tatiana Jeranje, Ludmila Kuznetsova, Anatoly Obraztsov, Alexander Ivashkin, Ludmilla Golub, Tatiana Sharova, Russian State SO & Cappella, Valery Polyansky
- Label:
- Chandos
- Aufnahmejahr ca.:
- 1994-99
- UPC/EAN:
- 0000006537741
- Erscheinungstermin:
- 26.4.2010
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Eine lohnenswerte Wiederentdeckung
Alexander Tichonowitsch Gretschaninoff, geboren 1864 in Moskau, studierte Klavier, Kontrapunkt, Harmonielehre und Fugenkomposition sowie Formenlehre am Moskauer Konservatorium. Nach ersten Erfolgen als Komponist wandte er sich der Kirchenmusik, später der Bühnenmusik in Form einer Zusammenarbeit mit dem Moskauer Künstlertheater zu. 1925 zog er nach Paris, ohne jedoch mit der Sowjetmacht zu brechen. Er unternahm häufig Konzertreisen, bevor er sich 1939 auf Grund der bedrohlichen politischen Situation entschloss, in die USA auszuwandern. Von 1940 bis zu seinem Tod im Jahr 1956 lebte er in New York. Gretschaninoffs frühe Werke zeigen den Einfluss seines Lehrers Rimski-Korsakow. Später öffnete sich Gretschaninoff westlichen Strömungen, nimmt Elemente Richard Wagners in seinen Stil auf und orientiert sich ab 1910 besonders an der neueren französischen Musik. Ein Bezugspunkt blieb für ihn stets Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Trotz eines deutlich »russischen« Tonfalls war Gretschaninoff vergleichsweise kosmopolitisch orientiert, blieb aber traditionsverbunden, so dass seine Werke eher konservativ klingen. Seine geistliche Musik ist von den Bestrebungen einer Erneuerung durch Rückbesinnung auf die ältesten russischen Überlieferungen geprägt, so dass er als Hauptvertreter dieser Bewegung, der sog. »Moskauer Schule« bzw. »Neuen Richtung« gilt. Häufig widmete sich Gretschaninoff Werken für Kinder wie Klavierstücken für Kinder und Kinderopern. Nach seinem Tod geriet der zu Lebzeiten hoch angesehene Gretschaninoff schnell in Vergessenheit. Im Zuge der in letzter Zeit zu beobachtenden neuen Religionsverbundenheit im heutigen Russland finden seine geistlichen Werke aber zunehmend mehr Beachtung. (Text: Wikipedia)
Pressestimmen:
Zu Symphonie Nr. 1: FonoForum 4 / 96: »Das vorzüglich orchestrierte Werk Symphonie Nr. 1 spiegelt mit volkstümlicher Melodik und episodischer Farbigkeit auch die Empfänglichkeit für Borodin, Tschaikowsky und die böhmische Schule wider. Die ›Schneeflöckchen‹ sind Kindheits-Petitessen.«
Penguin Guide: »Die erste Symphonie ist ein Frühwerk und die Nähe zu Borodin ist unverkennbar. Das Werk steht in der Tradition der russischen Schule und ist mit großem Können komponiert. Die ›Missa Sancti Spiritus‹ entstand am anderen Ende von Gretschaninoffs Karriere in den amerikanischen Jahren. Die guten Interpretationen sind exzellent aufgenommen.«
Zu Symphonie Nr. 3: FonoForum 10 / 99: »Dank einer technisch souveränen Leistung wird der Tonfall der beiden Werke punktgenau getroffen. Die Lust am Hören wird durch die fulminante Aufnahmetechnik noch vermehrt, die das Orchester in der Sinfonie unverfälscht direkt, weit aufgefächert und im Tutti dennoch kompakt einfängt.«
Penguin Guide: »Die dritte Symphonie schrieb Gretschaninoff im Jahr 1923, bevor er die Sowjetunion verließ um sich temporär in Frankreich niederzulassen. Von seinen insgesamt fünf Symphonien favorisierte der Komponist diese dritte. Das Werk hat den pastoralen Charme wie Glasunows Siebte, allerdings ohne zu dick aufgetragene Instrumentierung. Die melodischen Einfälle sind heiter und die Variationen des dritten Satzes zaubern eine märchenhafte Atmosphäre. Die 1915 entstandene Kantate ›Kvalite Boga‹ (Lobe den Herrn) ist anmutig und berührend. Die Leistungen der Musiker und Tontechniker sind gleichermaßen gut. Eine sehr erfreuliche Platte.«
Zu Symphonie Nr. 4: Penguin Guide: »Alexander Gretschaninoff, Zeitgenosse Glasunows und Rachmaninoffs Gefährte im Exil, war ein ungemein produktiver Komponist. Seine vierte Symphonie mit der hohen Opus-Nummer 102 entstand, nachdem er Russland verlassen und sich im französischen St. Jean-de-Luz niedergelassen hatte. Das Werk mit seinem russisschen Idiom ist eine Reminiszenz an die Heimat und man wähnt sich in der Welt von Gliere und Glasunow.«
Zu Symphonie Nr. 5: FonoForum 4 / 01: »Ein wunderbares, sehr emotionales, aus echter Gläubigkeit geborenes Werk, das hier mit großer Hingabe und edler Klangkultur vorgestellt wird.«