Marcel Pott: Der Kampf um die arabische Seele, Fester Einband
Der Kampf um die arabische Seele
- Der steinige Weg zur islamischen Demokratie
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- Verlag:
- Kiepenheuer & Witsch, 10/2012
- Einband:
- Fester Einband
- ISBN-13:
- 9783462044072
- Umfang:
- 208 Seiten
- Sonstiges:
- m. Ktn.
- Altersempfehlung:
- Einsteiger/Laien
- Copyright-Jahr:
- 2012
- Gewicht:
- 325 g
- Maße:
- 210 x 146 mm
- Stärke:
- 22 mm
- Erscheinungstermin:
- 8.10.2012
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Beschreibung
Das Jahr 2011 hat die Welt der Araber in ihren Grundfesten erschüttert. Vom Atlantik bis zum Arabischen Meer mussten selbstherrliche Autokraten um ihre Macht bangen, weil junge Männer und Frauen auf die Barrikaden gingen; in Tunesien, Ägypten, Libyen und Jemen mussten die Tyrannen weichen. Bald jedoch trat Ernüchterung ein: Ein schneller Wandel, der Freiheit, Würde und soziale Gerechtigkeit bringen sollte, ließ auf sich warten. Die großen Nutznießer des Umbruchs sind die Islamisten. In Ägypten und Tunesien feierten sie bei den Parlamentswahlen grandiose Erfolge. Während in Tunesien der Übergang zu einem demokratisch verfassten System zwar schwierig, aber relativ geordnet verläuft, stellen die Muslimbrüder in Ägypten mit Mohammed Mursi den neuen Präsidenten. Der kann allerdings in zentralen Fragen vorerst nur im Konsens mit dem Militärrat regieren, der nur ein Ziel verfolgt: seine Macht im Staate zu zementieren. Nun steht das zutiefst gespaltene Ägypten vor einem langen Prozess der politischen Neuorientierung. In Libyen, das sich faktisch in drei rivalisierende Regionen aufteilt, ist die Lage unruhig und zuweilen chaotisch, weil es überall im Lande vor unkontrollierten Milizen wimmelt. Der Ausgang des syrischen Krieges wird auch die Entwicklung in der ganzen Region beeinflussen und das künftige Verhältnis zwischen den beiden großen Glaubensgemeinschaften der Muslime, den Sunniten und Schiiten, mitprägen. Der arabische Frühling war kurz, doch er hat viele Fragen aufgeworfen. Der Sturz der Tyrannen und dessen Folgen zwingt die arabische Seele zur Selbsterforschung und Neuorientierung. Es geht dabei auch um die mögliche Trennung von Politik und Religion und damit um die Neubestimmung des politischen Islam. Könnte das auf längere Sicht zu einer islamischen Demokratie führen?
Klappentext
Ein Aufstand, der die Welt verändern kann Ist der »arabische Frühling« schon vorbei? Werden in Tunesien, Ägypten oder Libyen nur die Machteliten ausgetauscht? Oder kann eine islamische Demokratie erkämpft werden? Und was bedeutet dieses geschichtliche Novum für den Westen? Marcel Pott schildert einen Aufstand, der das Zeug hat, die Welt zu verändern. Gewaltige Protestwellen quer durch die arabische Welt haben Diktatoren in Tunesien und Ägypten hinweggefegt und zahlreiche feudale Herrschaftssysteme bis in die Grundfesten erschüttert. Der Sieg der libyschen Revolution und die todesmutigen Protestmärsche gegen das Assad-Regime in Syrien zeigen, dass die Volksaufstände und Demonstrationen weiterhin eine Quelle der Hoffnung für alle Araber vom Atlantik bis zum Indischen Ozean sind. Doch wird die als »Revolution der Facebook-Generation« gestartete Massenbewegung der arabischen Welt tatsächlich eine bessere Zukunft bescheren? Das verlangt grundlegende Umwälzungen in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Es ist ein steiniger Weg, der viele Opfer kostet. Ökonomisch muss sich vieles ändern, wenn die jungen Reformer Arbeit finden sollen. Schon proben die noch herrschenden Eliten die »Konterrevolution«. Sie klammern sich mit Zähnen und Klauen an ihre Fleischtöpfe und verschärfen so die Probleme in der postrevolutionären Übergangsphase. Was macht der Westen angesichts der Umwälzungen in der Region? Hat er eine Strategie, wenn islamische Demokraten in Ägypten, Tunesien, Libyen oder Syrien an die Macht gewählt werden?Biografie
Marcel Pott, Jahrgang 1946, studierte Geschichte, Politik, und Rechtswissenschaft. Nach einem Praktikum beim UN-Generalsekretariat in New York praktizierte er als Anwalt in Paris und Köln. 1983-1992 war er Leiter des ARD-Hörfunkstudios in Beirut und Amman, 1992-1997 leitender Redakteur im ARD-Fernsehstudio Bonn. Neben seiner Berichterstattung für Hörfunk und Fernsehen schrieb er regelmäßig für Die Zeit, Die Weltwoche sowie für eine Reihe von deutschen und Schweizer Tageszeitungen. Buchveröffentlichungen: "Beirut - Zwischen Kreuz und Koran", 1985. "Allahs falsche Propheten", 1999.Anmerkungen:
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