Franz Alt: Krieg um Öl oder Frieden durch die Sonne, Flexibler Einband
Krieg um Öl oder Frieden durch die Sonne
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- Verlag:
- Goldmann, 09/2003
- Einband:
- Flexibler Einband
- ISBN-13:
- 9783442152896
- Umfang:
- 345 Seiten
- Copyright-Jahr:
- 2004
- Gewicht:
- 297 g
- Maße:
- 184 x 125 mm
- Stärke:
- 24 mm
- Erscheinungstermin:
- 15.9.2003
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Kurzbeschreibung
Zu Beginn des 3. Jahrtausends ist der Energieverbrauch der Menschheit größer denn je. Als Folge der Treibhausgase prophezeien Wissenschaftler einen dramatischen Temperaturanstieg für dieses Jahrhundert - mit unabsehbaren Folgen für unsere Gesellschaft. Franz Alt belegt, dass die von den USA nach dem 11. September angestiftete Antiterror-Allianz auch auf die Sicherung der zentralasiatischen Ölvorkommen zielt. Eine Fortschreibung der gegenwärtigen Entwicklung würde jedoch zu weiterem Terror und noch größeren Umweltbelastungen führen. Franz Alt macht ganz deutlich: Nur wenn wir vom Öl wegkommen, wird sich das Klima verändern. Nur mit sanften Energien können wir auf eine friedliche Zukunft hoffen.
Beschreibung
Franz Alts brisantes Buch weist nach, dass Politik und Energiewirtschaft aufs engste verknüpft sind. Und es benennt die wahren strategischen Ziele der Antiterror-Allianz. Leidenschaftlich appelliert der Autor: Schaffen wir die Nutzung fossiler Energien ab, bevor diese uns abschafft! Frieden durch die Sonne statt die Katastrophe durch Öl!
Auszüge aus dem Buch
Vorwort zur Taschenbuchausgabe
Bush's Falle und Saddam's Erdloch
Was immer der US-Präsident jetzt nach seinem Krieg im Irak tut, er sitzt in der Falle, in die er sich selbst hineingebombt hat. Wenn er seine Soldaten abzieht, sieht alles nach Flucht und Verrat aus. Und das Chaos wird noch größer. Aber auch wenn die US-Besatzer bleiben, wird es keinen Frieden und keine Demokratie im Irak geben.
Bush landete in der selbstgestellten Falle wie sein Gewalt-Bruder Saddam Hussein im Erdloch. Wieder einmal zeigte sich für die ganze Welt, dass mit Gewalt politische Probleme nicht zu lösen sind. Frieden kann nur mit friedlichen Mitteln erreicht werden. Alles andere ist Selbstbetrug und führt zu Massenmord, Vergewaltigung und Folter.
Ich schrieb dieses Buch nach dem Afghanistan- und vor dem Irak-Krieg. 16 Millionen Demonstranten im Februar 2003 konnten diesen Krieg nicht verhindern. Aber die pazifistisch orientierten Zivilgesellschaften haben durch Bushs Kriegspolitik eine neue Stärke bekommen. Verloren hat der vermeintliche Sieger George W. Bush - aber auch Tausende Unschuldige verloren ihr Leben und ihre Würde. Gewonnen haben durch Bushs Krieg weltweit die Terroristen. Der US-Präsident war ihr bester Helfer.
Weltpolitisch war die USA noch nie so isoliert wie heute. Diese Worte schreibe ich während der "Renewables 2004"-Konferenz in Bonn. Die Erneuerbaren Energien sind jetzt weltweit im Vormarsch. Die solare Energiewende ist eingeleitet.
Pfingsten 2004 haben die Terroristen in Saudi Arabien zugeschlagen - nahe bei den größten arabischen Ölfeldern. Der Krieg um Öl wird immer brutaler. Aber Kriege um die Sonne wird es nie geben. Heute kann jede große, alte Energieanlage das Ziel von Terroristen sein. 18 Atomkraftwerke in Deutschland und über 400 weltweit sind zu potenziellen terroristischen Angriffszielen geworden.
Terroranschläge auf Windräder oder Solaranlagen sind hingegen nicht zu befürchten. Damit würden sich Terroristen in ihren eigenen Augen nur lächerlich machen. Sie denken so großmannsüchtig wie George W. Bush. Alle Erneuerbaren Energien sind schon deshalb terrorsicher, weil es sich dabei immer um eine relativ kleine, dezentrale Energieversorgung handelt - weltweit. In den letzten zehn Jahren sind die Preise für die alten Energieträger etwa um das Doppelte gestiegen - die Preise für Erneuerbare Energien aber wurden halbiert. Es ist klar, wohin die Reise geht.
Die Frage "Krieg um Öl oder Frieden durch die Sonne" ist endgültig zur politischen Schicksalsfrage des 21. Jahrhunderts geworden.
Bonn, im Juni 2004
Franz Alt
www. sonnenseite. com
Problemversessen und lösungsvergessen
Die Welt ist voll von Politikern, die ewig über Problemen brüten. Sie sind geradezu nach Problemen süchtig. Zu allem Überfluss werden sie auch noch von tausenden Journalisten darin unterstützt. Dabei handelt es sich immer wieder um die gleichen Probleme wie Krieg und Frieden, Armutsbekämpfung, soziale Gerechtigkeit, Geld und Macht. So ist das seit Jahrtausenden. Allmählich wird das langweilig.
Daher versuche ich in diesem Buch etwas anderes: Lösungen zu beschreiben, statt Probleme zu analysieren. Genauer gesagt: Ich versuche beides.
Im ersten Teil dieses Buches (Kapitel I bis IV) geht es um eine Analyse des 11. September 2001 und seine Folgen. Also um die Frage: Gibt es wirklich keine intelligenteren Lösungen als Kriege? Denn Krieg ist keine wirkliche Lösung. Er führt immer zum nächsten Problem.
Im zweiten Teil (Kapitel V bis VIII) werden dann überraschende Lösungen aufgezeigt, um die wir uns nicht länger herummogeln können, wenn wir wirklich an einer friedlicheren Welt mitarbeiten wollen.
Es wird deutlich werden: Frieden ist möglich.
I. KAPITEL
Krieg um Öl
Der 11. September - ein Vorspiel?
Seit dem 11. September 2001 haben wir eine weltweite Koalition gegen den Terror. Sie wird erfolglos bleiben, wenn es uns nicht gelingt, eine weltweite Koalition gegen den Hunger zu organisieren. Armut ist die
Biografie
Franz Alt, geboren 1938, studierte Politische Wissenschaften, Geschichte, Philosophie und Theologie. Seit 1968 arbeitet er beim SWF. 20 Jahre moderierte er das Politmagazin "Report". Seit 1992 Leitung der Sendereihe "Zeitsprung" im SWF und seit 1997 des Magazins "Quer-Denker" in 3SAT. Neben den von ihm moderierten Sendungen hat sich Franz Alt als Buchautor einen Namen gemacht sowie durch sein engagiertes Eintreten für ökologisches Handeln. Hierfür erhielt er u. a. den Umweltpreis "Goldene Schwalbe" (1992) sowie den "Europäischen Solarpreis" (1997).Anmerkungen:
Bitte beachten Sie, dass auch wir der Preisbindung unterliegen und kurzfristige Preiserhöhungen oder -senkungen an Sie weitergeben müssen.