Elizabeth Chadwick: Der Ritter der Königin, Flexibler Einband
Der Ritter der Königin
- Historischer Roman. Deutsche Erstausgabe
- Originaltitel: The Greatest Knight
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- Übersetzung:
- Monika Koch
- Verlag:
- Blanvalet, 05/2008
- Einband:
- Flexibler Einband
- ISBN-13:
- 9783442369034
- Umfang:
- 607 Seiten
- Copyright-Jahr:
- 2008
- Gewicht:
- 468 g
- Maße:
- 185 x 116 mm
- Stärke:
- 44 mm
- Erscheinungstermin:
- 15.6.2015
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Kurzbeschreibung
England im 12. Jahrhundert: Für den jungen Adeligen William Marshal nimmt das Leben eine entscheidende Wende, als er der faszinierenden Eleonore von Aquitanien das Leben rettet. Fortan ist er Ritter in ihrem persönlichen Gefolge und Tutor des Thronfolgers. Doch in der Gunst der Königin zu stehen, ruft auch viele Neider auf den Plan. Und so muss einer der edelsten und loyalsten Ritter der englischen Geschichte im bewegten 12. Jahrhundert hässliche Intrigen erleiden, viele Kämpfe überstehen und mehreren Herren dienen - bis er endlich die Liebe seines Lebens finden kann...
Rezension
Ein exzellenter, eindrucksvoller und fesselnder Roman! The Historical Novels Review
Klappentext
Nichts ist so stark wie das Herz eines Ritters ... - ein opulenter, farbenprächtiger Mittelalterroman voller Romantik und Abenteuer! England im 12. Jahrhundert: Für den jungen Adeligen William Marshal nimmt das Leben eine entscheidende Wende, als er der faszinierenden Eleonore von Aquitanien das Leben rettet. Fortan ist er Ritter in ihrem persönlichen Gefolge und Tutor des Thronfolgers. Doch in der Gunst der Königin zu stehen, ruft auch viele Neider auf den Plan. Und so muss einer der edelsten und loyalsten Ritter der englischen Geschichte im bewegten 12. Jahrhundert hässliche Intrigen erleiden, viele Kämpfe überstehen und mehreren Herren dienen - bis er endlich die Liebe seines Lebens finden kann ...Auszüge aus dem Buch
Festung von Drincourt, Normandie, Sommer 1167 / / In der dunklen Stunde kurz vor Tagesanbruch waren die Fensterläden der großen Halle noch fest vor den Unbilden der Nacht geschlossen, und die letzte Glut unter der mächtigen Esse über der Feuerstelle erinnerte an das erloschene Auge eines Drachens. Auf den zahlreichen Strohsäcken entlang den Wänden gewahrte man die Umrisse der schlafenden Ritter und Gefolgsleute. Ihre Atemzüge erfüllten die Luft mit leisem Seufzen, von Zeit zu Zeit hallte auch ein kehliges Schnarchen durch den Raum. / Auf einem der ungemütlicheren Plätze am äußersten Ende der großen Halle, nahe beim zugigen Tor und weitab vom heimeligen Feuer, wälzte sich ein junger Mann schlaftrunken hin und her. Er runzelte die Stirn, als er im Traum aus der mächtigen normannischen Festung in die sehr viel kleinere, vertraute Halle von Hamstead, der Burg seiner Familie in Berkshire, zurückgetragen wurde. / Im Traum war er gerade einmal fünf Jahre alt. Er trug seine beste blaue Tunika, und seine Mutter presste ihn an ihren Busen, während sie ihm mit beinahe versagender Stimme einschärfte, sich gut zu benehmen. »Denk immer daran, dass ich dich liebe, William.« Der Kleine bekam kaum Luft, so fest drückte sie ihn an sich. Als sie ihn endlich losließ, rang er nach Atem - und sie um Fassung. »Küss mich und dann geh mit deinem Vater«, sagte sie. / Der kleine William drückte die Lippen auf die weiche Wange seiner Mutter und sog ihren Duft ein. Den süßen Duft nach frisch gemähtem Gras. Plötzlich wollte er nicht mehr fort. Sein Kinn begann zu zittern. / »Hört auf zu weinen, Frau. Ihr macht ihm nur Angst.« William spürte, wie sich die Hand seines Vaters hart und unerbittlich auf seine Schulter legte. Mitten im von der Sonne durchfluteten Raum, in Gegenwart aller Mitglieder des Haushalts, drehte er ihn zu sich herum. Seine drei großen Brüder Walter, Gilbert und John verfolgten die Szene mit ernsten Mienen. Johns Lippen bebten ebenfalls. / »Bist du bereit, mein Sohn?« / William hob den Blick. Geschmolzenes Blei vom Dach einer brennenden Kirche hatte das rechte Auge seines Vaters zerstört. Obendrein hatte das heiße Metall eine grausige Narbe von der Stirn bis zur Wange in die Haut gegraben, sodass die eine Hälfte seines Gesichts einer wahren Teufelsfratze nahekam, während die andere dem Antlitz eines Engels glich. Da William seinen Vater jedoch nicht ohne diese Male kannte, erwiderte er seinen Blick fest. / »Ja, Sir«, gab er zurück und wurde durch ein kurzes Aufleuchten in den Augen seines Vaters belohnt. »Braver Junge.« / Unten im Burghof warteten bereits die Stallburschen mit den Pferden. John Marshal schob seinen Fuß in den Steigbügel und schwang sich auf seinen Hengst. Dann beugte er sich hinunter, zog den kleinen William empor und setzte ihn vor sich in den Sattel. »Denke immer daran, dass du der Sohn des königlichen Hofmarschalls und Neffe des Earl of Salisbury bist.« Er gab seinem Pferd die Sporen, und bald darauf trabten sie zusammen mit ihren Begleitern durch das Burgtor hinaus. Dabei beobachtete er die von vielen Schlachten gezeichneten, großen Hände seines Vaters, die vor ihm die / Zügel hielten, und darüber die leuchtend bunte Stickerei an den Ärmeln seiner Tunika. / »Werde ich lange wegbleiben?«, fragte die kleine Traumgestalt mit heller Kinderstimme. / »Das hängt davon ab, wie lange König Stephan dich behalten möchte.« / »Warum will er mich denn haben?« / »Weil ich ihm etwas versprochen habe. Du sollst so lange beim König bleiben, bis mein Versprechen erfüllt ist.« Die Stimme des Vaters klang so rau wie eine Schwertklinge auf dem Wetzstein. »Sozusagen als Pfand für meine Ehre.« / »Und was habt Ihr ihm versprochen?« / William spürte erneut, wie sich die Brust seines Vaters ruckartig zusammenkrampfte, und vernahm eine Art Grunzen, das fast an ein Lachen erinnerte. »Etwas, das nur ein Dummkopf von einem Verrückten fordern würde.« / Eine merkwürd
Biografie (Elizabeth Chadwick)
Elizabeth Chadwick lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Nottingham. Sie hat inzwischen 13 historische Romane geschrieben, die allesamt im Mittelalter spielen. Vieles von ihrem Wissen über diese Epoche resultiert aus ihren Recherchen als Mitglied von Regia Anglorum, einem Verein, der das Leben und Wirken der Menschen im frühen Mittelalter nachspielt und so Geschichte lebendig werden lässt. Elizabeth Chadwick wurde u. a. mit dem Betty Trask Award ausgezeichnet, und ihre Romane gelangten immer wieder auf der Auswahlliste des Romantic Novelists Award.Anmerkungen:
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