Wer bist du und was hörst du? – Folge 5

22. September 2017

Olivers LieblingsalbenIn unserer Blogserie »Wer bist du und was hörst du? – Lieblingsalben des jpc-Teams« stellen wir euch regelmäßig unsere Kollegen, ihre Lieblingsalben, ersten Platten und aktuellen Geheimtipps vor. Hier ist die fünfte Folge mit Oliver.

Wer bist du und was machst du bei jpc?

Hallo, mein Name ist Oliver Becker und ich bin Kundenberater im Service, bzw. Call-Center bei jpc. Zu meinen täglichen Aufgaben und Arbeiten gehören unter anderem die telefonische Auftragsannahme und Reklamationsannahme sowie auch die E-Mail-Beantwortung.

Auch wenn es wirklich schwer ist, sich festzulegen: Welches ist DAS eine Album, dein Lieblingsalbum, das beste, wichtigste, das, das man immer hören kann? Und vor allem: warum?

Ich bin ja inzwischen zarte 60 Jahre alt und demzufolge mit der Blues-und Rockmusik der 60er- und 70er-Jahre aufgewachsen. Auch Jazz ist für mich durchaus ein Thema, war es sogar schon in recht jungen Jahren. Billy Cobham, Deodato und Stanley Clarke waren meine ersten Berührungen mit Jazz/Jazz-Rock.

Paul Kossoff: Back Street Crawler Beim Aussuchen eines Lieblingsalbums tu ich mich wirklich schwer, obwohl, was ich immer hören kann, ist Paul Kossoffs »Back Street Crawler«. Ich kann schon sagen, dass diese Platte auf JEDEN FALL ein Lieblingsalbum ist, allein die beiden Tracks »Time Away« und »Molton Gold« haben es mir angetan. Wunderbarer Gitarrensound.

Das Album hat mich begleitet, seit es in meinen Besitz gekommen ist, als ich ca. Mitte 20 war. Inzwischen habe ich auch die Japan-CD und ebenfalls eine Doppel-Deluxe-CD. Ich liebe diese Platte einfach. Damit ist eigentlich alles gesagt.

Aber auch die Kossoff-Platten, die unter dem Gruppennamen »Backstreet Crawler« laufen, sind allerfeinster Bluesrock.

Und kannst du dich auch noch an das erste Album erinnern, das du dir selbst gekauft hast?

Frank Zappa: Sheik Yerbouti Lange Zeit musste ich mich aus finanziellen Gründen mit einem Radio-Rekorder zufriedengeben und habe demzufolge aufgenommen wie blöd. Meine erste Anlage habe ich mir zusammengespart, als ich meine Ausbildung abgeschlossen hatte. Mit 20 habe ich dann zugeschlagen.

Mein erstes Album war Frank Zappas »Sheik Yerbouti« mit dem herrlich ironischen Text zu »Bobby Brown«. Es war immer schön anzusehen, wenn die ganzen Disco-Liebhaber danach getanzt haben und eigentlich keine Ahnung hatten, was Zappa da von sich gibt. Das kann man übrigens in dem Buch »1000 Mal gehört, 1000 Mal fast nix kapiert« nachlesen.

Gekauft habe ich die Platte, weil ich eigentlich schon früh Zappa-Fan war. Obwohl ich bei »Sheik Yerbouti« nicht sicher war, habe ich das Album gekauft und es auch nicht bereut. Einen echten Fehltritt gab es eigentlich nie, auch wenn ich einiges in meinem Bestand habe, das ich länger nicht gehört habe. Irgendwann kram ich es wieder raus.

Und last but not least: Gibt es aktuell ein Album, das so gut ist, dass es eins deiner neuen Lieblingsalben werden könnte?

Doug MacLeod: Break The Chain (HDCD) Hm… das ist schwierig, weil es kaum neue Gruppen gibt, die mich wirklich umhauen. Das meiste ist eigentlich schon dagewesen, aber überrascht hat mich die neue Platte von Doug MacLeod: »Break The Chain«. Blues pur – und, wenn man sich drauf einlassen kann, einfach magisch. Gehört im heimischen Wohnzimmer – Lieblingslieder habe ich keine, weil ich die Platte komplett gut finde.

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Christoph van Kampen

Verfasst von Christoph van Kampen

Christoph van Kampen ist unser Texter und Redakteur. Neben Rock, Pop, Klassik und Jazz beschäftigt sich der Schallplattenliebhaber bevorzugt mit dem Thema Vinyl, zum Beispiel hier im Blog.

2 Antworten zu “Wer bist du und was hörst du? – Folge 5”

  1. Walter Schölling, Emsdetten sagt:

    Schöner Artikel Der die damalige Zeit gut widerspiegelt. Man hätte sich musikalisch nicht festgelegt und man hörte verschiedene Bands. So war es auch auf den Festivals.Da spielten zuerst Curved Air,dann Shakti und dann Genesis.
    Paul kossof und die back street Crawler habe ich mal life gesehen. War ein tolles Erlebnis und die CD ist wärmstens zu empfehlen.
    Euch noch eine schönen Nachmittag!!
    Übrigens vielen Dank für eueren tollen Service

  2. Martin sagt:

    Hallo nach Georgsmarienhütte,
    Paul Kossoff war für mich, in Vermindung mit den Jungs von Free, eine – wenn nicht sogar „DIE“ Blusrock Band der späten 60iger / frühen 70iger!
    Leider ist Er viel zu früh gegangen. Die oben erwänten Stücke »Time Away« und »Molton Gold« sind echte Perlen der Rockmusik.

    Über Zappas »Sheik Yerbouti« muss man nicht viel sagen.
    Durch „Bobby Brown“ sind viel auf Zappas Musik aufmerksam geworden.
    Einige der „neuen Fangemeinde“ werden sich sicherlich über die Musik der vorher veröffentlichten LP gewundert haben…

    Es gab so viele tolle Bands von denen man leider nichts mehr hört oder liest.
    Rare Bird, Runner, Snail um nur einige zu nennen.
    Aber hin und wieder gibt es auch einen Lichtblick.. Wanderlust vom Neuen BCCIV Album! Enfach toll..
    so…schönen Tag für Euch!
    Gruß Martin