Hard Rock – Was ist das?
Häufig für jede erdenkliche Art von lautem, aggressivem Gitarrenrock verwendet, ist die Definition des Begriffs „Hard Rock“ weitaus spezifischer. Sicherlich ist Hard Rock eben dieser laute, aggressive Gitarrenrock, aber er ist beispielsweise nicht so schwer wie Heavy Metal und nur selten vom Punk beeinflusst.
Hard Rock wird in der Regel von großen Gitarrenriffs, hymnischen Refrains und stampfenden, prahlenden Hintergrundtakten dominiert.
Eine klare Trennung zwischen dem Hard Rock und dem Heavy Metal zu finden, ist bei einigen Bands sicherlich besonders schwer, aber als grundlegenden Unterschied lässt sich nennen, dass der Metal seit Black Sabbath dunkler und bedrohlicher geworden ist, während Hard-Rock üppige “Partymusik“ blieb.
Wie der Heavy Metal, entsprang auch der Hard Rock Mitte der 60er Jahre einer Kreuzung aus Blues-Rock und Psychedelia-Vorreitern wie Jimi Hendrix oder Cream. Eben diese beiden Genres erkundeten zu dieser Zeit die Grenzen der elektrischen Verstärkung und Blues-Rock schob den wiederholenden Gitarrenriff in den Mittelpunkt, wobei einiges an Swing aus dem Blues Beat isoliert und durch hämmernde Power ersetzt wurde.
Zu einem eigenen Genre entwickelte sich der Hard Rock dann zu Beginn der 70er Jahre, mit dem versoffenen, harten Rock der Rolling Stones und Faces, der blues-getränkten Power und den strukturierten Arrangements von Led Zeppelin, den Post-Psychedelischen Rave-Ups von Deep Purple und den laut, klingelnden Powerchords von The Who und gab damit die Vorlage für vieles was darauf folgte. Später in diesem Jahrzehnt entwickelten sich durch Künstler wie AC/DC, Aerosmith oder Kiss viele weitere Trends. Der wesentliche, musikalische Entwurf des Hard Rock blieb allerdings stets ähnlich erhalten.
Obwohl einige Künstler eine traditionellere, mutigere Alternative boten, wurde der Hard Rock in den 80er Jahren stark vom glänzenden Pop-Metal dominiert. Old-Fashioned Hard-Rock wurde zu einem knappen Gut.
Dennoch produzierten die 90er einige Ausnahmen, wie Oasis, Urge Overkill und auch die ernsten aber hymnischen Pearl Jam sind sicherlich in diesem Zusammenhang nennenswert.