• Schlager im Spiegel der Zeit, 1955
  • CD i **;

Detailed Information

  • Label: BearFamily
  • Order number: 4098812
  • Release date: 4.10.2010
  1. 1 Illo Schieder: Sieben einsame Tage Start
  2. 2 Margot Eskens: Mutti, du darfst doch nicht weinen Start
  3. 3 Bully Buhlan: Ich möcht' auf deiner Hochzeit tanzen Start
  4. 4 Bibi Johns: Papa tanzt Mambo Start
  5. 5 Peter Alexander: Das süße Mädi, das Fredi liebt Start
  6. 6 Alice Babs: Ole Dole Dei Start
  7. 7 Hans Albers: Auf der Reeperbahn nachts um halb eins Start
  8. 8 Vico Torriani: Grüß' mir die Damen (aus der Bar von Johnny Miller) Start
  9. 9 Bibi Johns: An jedem Finger zehn Start
  10. 10 Helmut Zacharias: Wenn der weiße Flieder wieder blüht Start
  11. 11 Caterina Valente: Ganz Paris träumt von der Liebe Start
  12. 12 Lys Assia: Jolie Jacqueline Start
  13. 13 Angele Durand: Der Student von Paris Start
  14. 14 Dietmar Kivel: Lore, leih mir dein Herz Start
  15. 15 Das Hansen-Quartett: Der schräge Otto Start
  16. 16 Teddy Reno: Es war in Napoli vor vielen, vielen Jahren (Aveva un bavero) Start
  17. 17 Hula Hawaiian Quartett: Am weißen Strand von Soerabaya Start
  18. 18 Caterina Valente: Malaguena Start
  19. 19 Günter Fuhlisch und sein großes Tanzorchester u. a.: Skokiaan (Ho-Ho! Kommst du mit nach Afrika) Start
  20. 20 Lys Assia & Bela Sanders und sein Orchester: Holland-Mädel Start
  21. 21 Die fröhlichen Straßensänger: Zwei rehbraune Augen Start
  22. 22 Rodgers-Duo: Der alte Schäfer Start
  23. 23 Alfons Bauer Zither-Tanzsolisten und die Heidesänger: Die Sennerin von St. Kathrein Start
  24. 24 Peter Alexander: Der Mond hält seine Wacht Start
  25. 25 Bibi Johns: Gilli Gilli Ochsenpfeffer, Katzenellenbogen in Tirol Start
  26. 26 Bruce Low: Das alte Haus von Rocky Docky Start
  27. 27 Kenneth Spencer: Das alte Lied von Alabama Start
  28. 28 Karl Berbuer: Do laachst do dich kapott (Camping Leed) Start
  29. 29 Die drei Jools: Pack den Badenweiler aus Start
* Digibook

Product Information

(1-CD mit 76-seitigem, gebundenem Booklet (Luxusausführung). 29 Einzeltitel. Spieldauer: 87: 38) -- ENTWEDER (mögen) ODER (nicht): Kaum ein anderes Genre aus der musikalischen Unterhaltung hat jemals so extrem polarisiert wie der deutsche Schlager. Und er tut es noch heute, da er seinen Charme längst verloren hat und irgendwo zwischen Pseudo-Volksmusik und elektronisch versupptem National-Pop eingepfercht sein (durchaus erfolgreiches) Dasein fristet. -- Seit vielen Jahrzehnten ist 'der Schlager' fester Bestandteil inländischer Sangeslust und praller Repertoire-Kataloge. Unzählige Versuche wurden seitdem unternommen, dieses Phänomen auf Sammelplatten, in Mehrfach-Boxen und in ganzen Reihen zu bündeln. Mal mit, öfter leider ohne den so dringend notwendigen roten Faden - der aber ist unabdingbar, wenn Geschichte, Formen und Entwicklungen dieses Teils der Unterhaltungsmusik erzählt bzw. klingend dokumentiert werden sollen. -- Bear Family Records geht das mächtige Unterfangen jetzt an: 'Schlager im Spiegel der Zeit' heißt das umfangmäßig bislang engagierteste Projekt, das die Geschichte von Stilrichtungen, Liedern und Interpreten abbilden wird. Melodien und Künstler, die zwischen 1926 und 1970 für Erfolge und Gassenhauer, für Hits und Verblüffendes, für Momentaufnahmen und 'Ohrwürmer' gesorgt haben, werden in einer insgesamt 45 CDs umfassenden Reihe präsentiert. -- Wie sehr Zeitgeschichte und Schlager zusammengehören, zeigt sich spätestens nach Hitlers Machtübernahme im Januar 1933. Viele der Schlagermacher - Komponisten, Texter, Orchesterleiter und Sänger -, die den turbulenten und oft gar nicht so 'goldenen' zwanziger Jahren das musikalische Gesicht gegeben hatten, fielen als Juden im Dritten Reich in Ungnade, wurden aus ihrer Heimat vertrieben oder verfolgt, eingekerkert und ermordet. Die Liste ist lang und reicht von Friedrich Hollaender, Willy Rosen, Mischa Spoliansky, Rudolf Nelson und Robert Gilbert bis zu Kurt Weill und Paul Abraham. Stattdessen folgten Arbeiten, die sich dann und wann die Nazis der Dreißiger zunutze machten, um sie (auch) als Durchhaltestoff während der ruinösen Vierziger Jahre einzusetzen: Schlager als Beruhigungsmittel, Schlager als Waffen. Nach dem Zweiten Weltkrieg boten die Wirtschaftswunderjahre der Fünfziger einen unerschöpflichen Nährboden für Komponisten und vor allem Texter - nicht zufällig stand der Schlager jetzt in seiner vollsten Blüte. Und selbst als Rock 'n' Roll, Beat & Co. die Sechziger (nicht nur musikalisch) aufmischten, hielt das erprobte Genre mit, blieb konkurrenzfähig durch Anpassung in Form von Cover-Versionen oder 'frei angelehnten' Eigenbauten. 'Schlager im Spiegel der Zeit' wird all diesen Tendenzen gerecht. -- Bear Family hat die Reihe nicht nach den ab 1956 bekannten Hitparaden aus einschlägigen Zeitschriften konzipiert - denn hier könnten (nicht mehr nachprüfbar) zahlende Anzeigenkunden nachhaltigen Einfluß genommen haben. Die vorliegende Reihe - gespickt mit Spitzenstars aller Epochen im trauten Nebeneinander mit Eintagsfliegen - basiert vielmehr auf den soweit wie möglich noch vorhandenen Unterlagen der Zeitschrift 'Der Automatenmarkt'. Sie listete und gab bekannt, womit primär Musikboxen gefüllt wurden, weil die hörende Kundschaft dies so verlangte. -- Begonnen wird die chronologisch gestaltete Reihe mit zwei Veröffentlichungen mit Unvergessenem der Jahre 1929 bis 1933 sowie 1954 bis 1959. -- Zu den großen Interpreten der Frühzeit gehören Willy Fritsch und Marlene Dietrich, Bertolt Brecht & Lotte Lenya, Richard Tauber, die Comedian Harmonists - und selbst der 'singende' Boxer Max Schmeling hat natürlich seinen Platz. Sie alle und viele andere interpretieren Melodien u. a. von Legenden wie Robert Stolz, Ralph Benatzky und Hanns Eisler, von Willi Kollo, Friedrich Hollaender und Paul Abraham. -- In den Fünfzigern gaben vornehmlich Top-Stars wie Peter Alexander, Caterina Valente, Freddy, Lolita und Vico Torriani unablässig den Schlager-Ton an, ihre Arbeiten sind längst nationales Kulturgut wie die der Kolleg(inne)n Margot Eskens, Bill Ramsey, Ivo Robic oder (damals) Nachgewachsene wie Peter Kraus, Conny Froboess, Ted Herold und Heidi Brühl - um nur einige wenige aus dem unerschöpflichen Reservoir zu nennen. -- Sie alle gestalten mit ihren Beiträgen eine Bear-Family-Reihe, die den deutschen Schlager - ob man ihn nun mag oder nicht - als das vorstellt, was er ist: als unauslöschlichen Bestandteil der (Musik-)Kultur eines ganzen Landes.

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