• Chris Rea
  • Blue Guitars (11CD + DVD im gebundenen Earbook)
  • Buch

Detailed Information

  • Label: Edel
  • Order number: 8725991
  • Release date: 14.10.2005
  1. 1 West Africa (Instrumental)
  2. 2 Cry for home
  3. 3 The king who sold his own
  4. 4 White man coming
  5. 5 Where the blues come from
  6. 6 Lord tell me it won't be long
  7. 7 Work gang
  8. 8 Praise the lord
  9. 9 Sweet sunday
  10. 10 Sing out the devil
  11. 11 Boss man cut my chains
  12. 12 Walkin' country blues
  13. 13 Man gone missing
  14. 14 Can't stay blues
  15. 15 KKK blues
  16. 16 Too much drinkin
  17. 17 Catwalk woman
  18. 18 If you've got a friend in Jesus
  19. 19 Head out on the highway
  20. 20 Wild pony
  21. 21 Steam train blues
  22. 22 Going up to Memphis
  23. 23 Somewhere between highway 61 & 49
  24. 24 Ticket for Chicago
  25. 25 Dance all night long
  26. 26 Two days missing down the viper
  27. 27 Who cares if I do
  28. 28 What made me love you
  29. 29 You got dixie
  30. 30 One night with you
  31. 31 Talking 'bout New Orleans
  32. 32 Le fleur de la vie
  33. 33 Catfish girl
  34. 34 Only a fool plays by the rules
  35. 35 Baby come home
  36. 36 Dance avec moi
  37. 37 L'ete eternal
  38. 38 Electric guitar
  39. 39 Electric Memphis blue
  40. 40 All night long
  41. 41 Born bad
  42. 42 Let's start again
  43. 43 What I'm looking for
  44. 44 Rules of love
  45. 45 What you done to me
  46. 46 Hobo love blues
  47. 47 Pass me by
  48. 48 The soul of my father's shadow
  49. 49 My blue world says hello
  50. 50 Lone rider
  51. 51 Texas blue
  52. 52 No wheels blue
  53. 53 Lone star boogie
  54. 54 Blind Willie
  55. 55 The American way
  56. 56 Angellina
  57. 57 Truck stop
  58. 58 Weekend down Mexico
  59. 59 Texas line boogie
  60. 60 Too big city
  61. 61 Houston angel
  62. 62 I'm moving up
  63. 63 Maxwell street
  64. 64 Bob Taylor
  65. 65 She's a whole heap of trouble
  66. 66 Jazzy blue
  67. 67 Hip-way
  68. 68 That's the way it goes
  69. 69 To get your love
  70. 70 Chicago morning
  71. 71 Catwalk woman
  72. 72 Since you've been gone
  73. 73 All nigth long
  74. 74 Here she come now
  75. 75 Last call
  76. 76 Maybe that's all I need to know
  77. 77 Deep winter blues
  78. 78 If I ever get over you
  79. 79 I love the rain
  80. 80 My soul crying out for you
  81. 81 If that's what you want
  82. 82 There's no one loooking
  83. 83 What became of you
  84. 84 My deep blue ways
  85. 85 Sweet love
  86. 86 Break another piece of my heart
  87. 87 Ball & chain
  88. 88 Gospel trail
  89. 89 Shy boy
  90. 90 Come change my world
  91. 91 Call on me
  92. 92 Just in case you never knew
  93. 93 Let me in
  94. 94 I'll be there for you
  95. 95 The pain of loving you
  96. 96 Are your ready
  97. 97 Celtic blue
  98. 98 'til the morning sun shines on my love and me
  99. 99 Lucky day
  100. 100 What she really is
  101. 101 Wishing well
  102. 102 Irish blues
  103. 103 No more sorrow
  104. 104 While I eemain
  105. 105 Last drink
  106. 106 Till I find my true love's name
  107. 107 Big white door
  108. 108 Hey gringo
  109. 109 Immigration blues
  110. 110 Still trying to clear my name
  111. 111 Sun is hot
  112. 112 Screw you and your deep blue sea
  113. 113 Nothing seems to matter no more
  114. 114 Sometimes
  115. 115 Lampiou
  116. 116 Keep on dancing
  117. 117 Lucifer's anger
  118. 118 How I know it's you
  119. 119 Forever
  120. 120 You got soul
  121. 121 Bajan blue
  122. 122 My baby told me
  123. 123 Got to be moving
  124. 124 My baby told me (Gospel)
  125. 125 Heartbreaker
  126. 126 Yes I do (Instrumental)
  127. 127 Wasted love
  128. 128 Cool cool blue
  129. 129 Clarkson blues
  130. 130 Who killed love
  131. 131 Never tie me down
  132. 132 Mindless
  133. 133 Ain't that just the prettiest thing
  134. 134 Nobody but you
  135. 135 Waiting for love
  136. 136 Blue morning in the rain
  137. 137 + DVD (Dancing down the stony road)
* 11 CDs in Papersleeves + DVD zusammen in LP-Format-Box

Product Information

Chris Rea war schon immer ein Künstler der besonderen Art: Einzigartig inseinem Stil, konsequent in seinem Weg und faszinierend in seiner Musik. Am 14. Oktober dieses Jahres erscheint das beeindruckende Werk des Künstlers. In nur 18 Monaten hat Chris Rea über 130 neue Songs komponiert undaufgenommen sowie über 50 Bilder gemalt. Chris Rea führt mit diesem Projekt den Zuhörer und Betrachter auf eine einmalige Reise durch dieunterschiedlichen Stilrichtungen und Zeiten des Blues. Zusammen mit einer DVD, über 50 Bildern und erläuternden Texten erscheint das einzigartige Werk in einem großformatigen EarBook.


Es gibt Sätze, die glaubt einem im Pop-Business echt kein Mensch. Wer vor sechs Jahren Chris Rea als einen Extremisten beschrieben hätte, wäre mild belächelt worden. Jener Sänger, Songwriter und Gitarrist, der in England zeitweilig 100.000 Platten pro Tag verkaufte, war für höchst radiokompatible Sounds bekannt, und Songs wie seinen Hit “On The Beach” konnte und musste niemand als Fanal gegen das Establishment werten. Wirklich nicht.

Heute steht Rea an ganz anderer Stelle bereit, sich erneut ins Geschehen zu mischen. “20 Jahre lang”, erzählt der 54-jährige, “habe ich fast jeden Tag inmitten meiner Sammlung alter Bluesplatten gesessen und gelauscht und nachgespielt. Abends bin ich dann losgegangen, um meinen Job als Popstar zu erfüllen.” Dann kam die Krankheit, die Diagnose seiner Ärzte, “die mir eine Überlebenschance von 30 Prozent gaben”, die Operation, 16 Stunden unterm Messer der Chirurgen. Zeit für schräge Gedanken. “Was wäre gewesen, wenn eine meiner Töchter mich nach dem besten Album meiner Karriere gefragt hätte? Mir wäre bloß die Antwort übrig geblieben, noch niemals ein gutes Album aufgenommen zu haben.”Mit “Stony Road” hat Chris Rea dann nach seiner Genesung vor drei Jahren mit alten Gewohnheiten gebrochen und endlich die Musik auf seinem Album gehabt, die ihn schon seit drei Jahrzehnten nicht mehr loslässt. “Vielleicht”, gestand Rea damals, “ist der Blues in Reinkultur nun nicht gerade das, worauf meine Fans nach so langer Wartezeit gehofft haben. Aber ich hatte ja noch viel länger auf meine Chance warten müssen, und ich hatte bei diesem Album, wie ich fand, einfach mal den Vortritt.”

Nachdem “Stony Road” sich überraschend gut verkauft hatte, wuchs in Rea wieder der alte Maniac über alle nicht bloß ärztlich verordnete Vernunft hinaus. Und dann kaufte er sich auch noch das falsche Buch. “Wenn meine Gattin geahnt hätte, was ihr nach dieser Lektüre bevorsteht”, sagt Chris Rea ausnahmsweise ohne ein Lächeln im Gesicht, “hätte sie mich wahrscheinlich verlassen – oder wenigstens dieses Buch verbrannt.” An Bill Wymans groß angelegter Anthologie “Blues” hatte sich Rea festgelesen, so lange, bis ihm der Gedanke kam, “den Blues in all seinen Spielarten auf mehreren, thematisch angelegten Alben vorzustellen. Aber ich wollte keinesfalls alte Standards nachspielen, ich wollte ausschließlich mein eigenes Material haben. Schließlich sollte das ja kein Werk für die Universitäts-Archive werden, kein Lehrbuch eben, sondern eine ganz und gar lebendige Reise durch den Blues.”

Die nächsten zwölf Monate waren manchmal furchtbar, meistens aber furchtbar schön. Rea macht sich mit Feuereifer ans Werk, “mir war ja völlig klar, dass es mit dem Komponieren und Aufnehmen allein nicht getan war. Also bastelte ich mir so etwas wie eine Landkarte für meine Arbeit zusammen. Ich machte regelrecht Pläne, was wann wie und von wem getan werden musste.” An ihm war es zunächst, die Songs zu schreiben. 137 davon befinden sich nun auf elf CDs, sämtlich aus Chris Reas Feder, alle von ihm eingespielt. Mal solo, mal mit kleiner, dann wieder mit großer Band. Je nachdem, ob es sich nun um Material für die CD “Country Blues” oder “Chicago Blues”, um “Louisiana & New Orleans” oder “Latin Blues” handelt.

Der Virus hatte Rea erneut befallen. “Dabei hatte ich meiner Familie heilige Schwüre geschworen, nie wieder fast in Arbeit zu ersticken.” Dann aber rückte die geplante Deadline erschreckend schnell näher, “man braucht irgendwie doch immer länger als gedacht. Als ich mir im Frühjahr anschaute, was denn noch so fehlte, kriegte ich doch etwas kalte Füße. Hier ein Song, dort noch drei, woanders ein paar Songs erst in der Rohfassung fertig, eine CD noch nicht mal angefangen. Also habe ich wieder 18 Stunden am Tag gearbeitet und das sieben Tage die Woche. Mich hat das überhaupt nicht gekratzt, meine Familie schon. Ständig erinnerten mich meine Frau und die Töchter daran, wie ich nach der langen Krankheit davon geträumt hatte, alles etwas lässiger anzugehen, mal wieder an Blumen zu riechen.”

Daran war vorerst nicht zu denken. “Vor allem schlugen unter Zeitdruck meine alten schlechten Angewohnheiten wieder durch”, erinnert sich Rea und kann inzwischen wieder darüber lächeln, “ich fing wieder an, überall kleine Fehler zu suchen und fand sie natürlich auch. Da viele der Songs einfach im Studio live eingespielt wurden, weil alles andere viel zu lange gedauert hätte, bist du von echter Perfektion natürlich meilenweit entfernt.” Ein Album etwa wie das zweite seines Earbooks, “Country Blues”, hätte Rea “früher nie durchgehen lassen. Da wimmelt es von kleinen Fehlern nur so. Aber mir legte irgendwer die Hand auf die Schulter und sprach auf mich ein: 'Chris, überleg doch mal! Alle deine Lieblingsplatten sind voller kleiner Fehler!' Der Mann hatte verdammt Recht.”

Über 20 Jahre lang hatte der Musiker aus Middlesborough, der sich die erste Gitarre spät mit 19 kaufte, für einen manchmal fast schon klinisch reinen Sound gestanden. Nach seinem Debüt “Whatever Happened To Benny Santini” 1978, immerhin ein Achtungserfolg mit Chart-Notierung, gelang Rea in der Folgezeit mit “On The Beach”, “Dancing With Strangers” und seinem erfolgreichsten Album “Road To Hell” eine Top-Ten-Karriere in Europa. Neben sanften Songs für postkartenreife Urlaubssonnenuntergänge zu zweit schmuggelte Rea später immer wieder Blues-farbene Perlen ins Repertoire, so etwa 1992 das neunminütige Slidegitarren-Glanzstück “Nothing To Fear” auf “God's Great Banana Skin”.

Und hier ist tatsächlich einer der eher seltenen Anknüpfungspunkte der Earbook-Sammlung mit dem “früheren Leben” des Chris Rea zu finden: Die Gitarren-Passagen von “Nothing To Fear” finden sich nun in “Celtic Blue”, dem Opener von CD 9 “Celtic And Irish Blues” wieder. Und natürlich ist auf “Gospel Soul Blues” und den “Blues Ballads” Reas markante Stimme so zu erleben, wie sie ihm Ruhm einbrachte. Sich selbst übrigens hört Rea inzwischen “am liebsten so singen wie bei den 'Texas-Blues'-Stücken oder auf 'Country Blues'. Aber meine Vorlieben wechseln auch von Tag zu Tag, und ich hoffe, dass es den Leuten ganz genau so geht. Deshalb habe ich mich ja zu einer so großen Box entschlossen: Ich will, wenigstens die ersten Wochen nach der Veröffentlichung, dieses Earbook als Gesamtwerk wahrgenommen sehen.” Im Zeitalter des i-pod fingen die Menschen “sowieso noch früh genug damit an, sich einzelne Songs heraus zu picken.”

Wenn Chris Rea über die “Modern Times” spricht, verziehen sich seine Mundwinkel ziemlich oft. “Natürlich ist das nicht mehr meine Zeit. Ich sehe das Elend doch täglich zuhause, meine Töchter sind 16 und 22, die erzählen dir, Coldplay sei eine total tolle Band, und dann hat die eine zwei Songs und die andere sogar nur einen auf ihrem Player.” In solch einem Umfeld könnten Musiker von der Musik kaum noch leben, und Platten wie etwa 'Kind Of Blue' von Miles Davis “sind undenkbar geworden. Lauter ellenlange Stücke, und eins davon kam sogar doppelt vor. Da würden sich die Leute heute eins auswählen und hätten den Sinn des Albums schon nicht verstanden.”

Auf den elf Alben des Earbooks ist zwar kein Titel doppelt, ein bisschen Arbeit aber verlangt der Brite seinen Hörern schon ab. Hinterher allerdings fühlt man sich wie nach einem Ritt auf der Zeitmaschine durch ein knappes Jahrhundert Musikgeschichte. Chris Rea freut sich, “so hatte ich mir das vorgestellt. Als genussvolle Reise, nicht als akademische Lehrstunde. Ich bin nicht Ry Cooder, sondern Chris Rea, Sänger, Songwriter, Gitarrist, mehr nicht.” Ein kurzes Lachen, “und Workaholic, vielleicht. Du wirst es nicht glauben, aber jetzt, wo alles fertig ist, langweile ich mich schon wieder. Ich schreibe gerade ein Buch, einen Roman über die Abenteuer einer Gitarre, einer Stratocaster. Und ich richte mir mein Studio neu ein, mit Sachen, die alle vor 1962 gebaut sein müssen. Irgendwer muss ja Zeichen setzen.” Ein sympathischer Extremist, wer hätte das gedacht.



Press comments

R. Emans in Stereo 12 / 05: "Chris Rea führt den Hörer auf 11 CDs quer durch die Bluesgeschichte, die er teilweise in Regionen aufteilt. Das macht grundsätzlich Sinn und auch viel Hörspaß. Rea hat ein einmaliges Projekt auf sich geladen, ohne sich dabei verhoben zu haben."

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