Blue Note – »It must schwing!«

Blue Note Records ist ein Plattenlabel für Jazzmusik, das 1939 von Alfred Lion und Francis Wolff in New York gegründet wurde. Der Name ist von den charakteristischen »blue notes« der Jazz- und Bluesmusik abgeleitet. Noch heute legendär ist das Motto von Alfred Lion und Francis Wolff, mit dem sie den Musikern während der damaligen Aufnahmesessions mitteilten, wie für die beiden ein echter Jazzsong klingt: »It must schwing!«

Empfehlungen von Blue Note

Wayne Shorter - Without A Net

Wayne Shorter  (geb. 1933): Without A Net, CD
Wayne Shorter (geb. 1933)
Without A Net
Wayne Shorter und seinen langjährigen musikalischen Begleitern wie dem Pianisten Danilo Perez, dem Bassisten John Patitucci und Drummer Brian Blade ist hier ein weiteres zeitloses Meisterwerk gelungen, das den Vergleich mit seinen erfolgreichen Vorgängeralben nicht zu scheue… weitere Informationen
CD
EUR 17,99*

Der legendäre Saxophonist und Komponist

Joe Lovano  (geb. 1952): Cross Culture, CD
Joe Lovano (geb. 1952)
Cross Culture
Mit "Cross Culture" zieht Lovano nun ein künstlerisches Fazit seiner ewigen Suche nach einer universellen musikalischen Sprache und präsentiert in zehn Eigenkompositionen und einer feinen Interpretation von Billy Strayhorns "Star-Crossed Lovers" sein vielgestaltes Können und… weitere Informationen
CD
EUR 17,99*

Grant Green - Street Of Dreams

Grant Green  (1931-1979): Street Of Dreams, LP
Grant Green (1931-1979)
Street Of Dreams
Dieses im Jahre 1964 aufgenommene Album hat ebenfalls eine Gitarre-Ogel-Schlagzeug-Besetzung als Grundelement, diesmal aber mit Elvin Jones an den Drums und Larry Young and der Hammond Orgel. Zusätzlich sorgte hier Label-Kollege Bobby Hutcherson am Vibraphon für weitere musi… weitere Informationen
LP
EUR 15,99*
Jetzt
EUR 16,99

Eine musikalische Revolution mit garantiertem Herzblutvergießen!

Erik Truffaz  (geb. 1960): El Tiempo De La Revolucion (CD + DVD), CD
Erik Truffaz (geb. 1960)
El Tiempo De La Revolucion (CD + DVD)
"El Tiempo de la Revolución" ist das nunmehr zehnte Album, das diese Formation für das Label Blue Note aufgenommen hat und es demonstriert hier einmal mehr seine formvollendete Brillanz mit zehn Tracks von lupenreiner Schönheit. weitere Informationen
CD … 1 CD, 1 DVD
EUR 21,99*

Blue Note – Informationen über das Label

Blue Note Records ist ein Plattenlabel für Jazzmusik, das 1939 von Alfred Lion und Francis Wolff in New York gegründet wurde.

Der Name ist von den charakteristischen »blue notes« der Jazz- und Bluesmusik abgeleitet.

Alfred Lion hat schon in jungen Jahren in seiner Heimat Berlin den Jazz gehört. Er emigrierte 1937 nach New York und nahm 1939 in einem angemieteten Studio eine eintägige Session von Albert Ammons und Meade Lux Lewis auf. Das Label Blue Note bestand ursprünglich aus Lion und Max Margulis, einem Schriftsteller, der die Finanzierung übernahm. Die ersten Releases waren traditioneller »hot jazz« und Boogie Woogie, der erste Hit des Labels »Summertime« von Sidney Bechet. Oft kam es vor, dass die Musiker ihre Aufnahmen in den frühen Morgenstunden machten, nachdem sie mit ihrem »Tagesjob« in den Nachtclubs und Bars fertig waren und mitunter mit alkoholischen Erfrischungsgetränken versorgt wurden. Die Musiker wurden von den Produzenten immer gut behandelt. Sie konnten zu jeder möglichen Zeit Aufnahmen machen und hatten großen Einfluss auf alle Schritte der Plattenproduktion. Sie wurden später auch für ihre Probezeiten bezahlt.

Francis Wolff war professioneller Fotograf, der Ende 1939 in die Vereinigten Staaten emigrierte und dort seinen Jugendfreund Lion wiedertraf, dem er sich bald anschloss. Lion wurde 1941 für zwei Jahre in die Armee berufen. Erst Ende 1943 war die Firma wieder voll im Geschäft, machte neue Aufnahmen und versorgte die Armee mit Schallplatten. Die Photographien von Wolff sollten indes in die Stilgeschichte des Plattencoverdesigns eingehen.

Verbunden mit der sehr erfolgreichen Unternehmensgeschichte ist die Entwicklung des Jazz und die Ablösung der alten Schellackplatten durch das moderne Vinyl.

Zu Kriegsende war auch Ike Quebec einer derjenigen, die Aufnahmen bei Blue Note machten. Er war jedoch auch bis zu seinem Tod 1963 Talentscout. Auch wenn er schon zur älteren Generation gehörte, wusste er den neuen Stil Bebop, den Dizzy Gillespie und Charlie Parker spielten, anzuerkennen und zu schätzen.

Blue Note war in den 50er und 60er Jahren eines der renommiertesten Jazz-Labels und veröffentlichte eine große Zahl an einflussreichen, stilprägenden Jazzalben, größtenteils von sehr talentierten Musikern der damaligen Zeit. Zu ihnen gehören Jazzlegenden wie Bud Powell, Miles Davis, John Coltrane, Ornette Coleman und Thelonious Monk. Blue Note war bekannt für das hohe künstlerische Niveau und die hervorragende Klangqualität der veröffentlichten Aufnahmen. Die meisten klassischen Aufnahmen auf Blue Note wurden von dem Toningenieur Rudy Van Gelder in dessen eigenem Tonstudio aufgenommen. Die Karriere zahlreicher bekannter Jazzmusiker wie Horace Silver, Herbie Hancock, Art Blakey, Stanley Turrentine, Jimmy Smith, Wayne Shorter, Lou Donaldson u. a. ist untrennbar mit dem Namen Blue Note verbunden.

Die erste 10" Vinyl von Blue Note erschien 1951. Das Label nahm bald neue Talente wie Horace Silver, die Jazz Messengers, die bald Art Blakeys Band wurden, oder Clifford Brown auf. Rudy Van Gelder war als Tontechniker ab 1953 bis in die späten Sechziger für Blue Note tätig und wurde auch bei anderen Labels sehr begehrt. Heute ist er damit beschäftigt, seine alten Aufnahmen neu zu mastern. Großen Einfluss hatten auch die ab 1956 von Designer Reid Miles harmonisch asymmetrisch gestalteten Plattencover. Diese bestanden aus einer einfarbigen, über den Rand der Plattenhülle gezogenen Fotografie, einem serifenlosen Schriftzug und einem weißen, rechteckigen Streifen für den Titel. Für die verwendeten schwarz-weiß Fotografien war meist Francis Wolff verantwortlich. Einige der Blue Note Cover Mitte der 1950er zeigten auch die Zeichnungen eines damals noch kaum bekannten Künstlers namens Andy Warhol.

Noch heute legendär ist das Motto von Alfred Lion und Francis Wolff, mit dem sie den Musikern während der damaligen Aufnahmesessions mitteilten, wie für die beiden ein echter Jazzsong klingt: »It must schwing!«

Das Konzept von Blue Note bestand in der Präsentation von ad hoc zusammengestellten Gruppen, deren Mitglieder normalerweise in anderen »Working Bands« beschäftigt oder »Freelancer« waren. Die Ausnahmen bildeten Horace Silver (Horace Silver Quintet) und Art Blakey (Jazz Messengers).

1965 verkauften Lion und Wolff Blue Note an die Plattenfirma Liberty. Lion ging zwei Jahre später in den Ruhestand und Wolff starb 1971. Liberty wurde schon 1969 an United Artists verkauft, das wiederum 1979 von EMI gekauft wurde, die zeitgleich Blue Note einstellte. Der Katalog und der Name von Blue Note sind seit 1985 Eigentum von Capitol Records. Die Neugründung von Blue Note fand 1985 statt. Alte Künstler wie McCoy Tyner machten neue Aufnahmen und junge Musiker wie Joe Lovano oder Greg Osby konnten sich bei Blue Note große Reputation verdienen. Großen kommerziellen Erfolg hatte das Label mit Norah Jones, und etablierte Künstler wie Van Morrison, Al Green und Anita Baker kamen zu Blue Note.