Das Aufeinandertreffen der beiden Ausnahmemusiker Brian Blade und Wolfgang Muthspiel ist ein besonderes Ereignis. Hört man die improvisatorischen Dialoge des Duos, liegt der Gedanke an eine ideale musikalische Partnerschaft nahe. Es gibt Musiker, deren Klänge eine spezifische Atmosphäre erzeugen, in der die Musik unaufhörlich wachsen kann. Zu ihnen gehört der Schlagzeuger Brian Blade, ein junger Meister, der das Geschehen mit immer neuen Impulsen versorgt und weiterträgt. Das feine Gewebe seines Spieles ist strukturell hochkomplex, nahezu frei von Patterns (Mustern), und erscheint doch immer zur selben Zeit leichtfüßig, körperhaft und lebendig. Der österreichische Gitarrist und Komponist Wolfgang Muthspiel wurde 2003 von einer internationalen Jury zum „European Jazzmusician of the Year“ gewählt. Mit jedem neuen Projekt erschließt er sich neue künstlerische Räume. Seine Virtuosität und musikalische Sensibilität verleihen seinem Spiel eine eigene Sprache, die eine Vielzahl von musikalischen Einflüssen bündelt. Wolfgang Muthspiel und Brian Blade sind eine ideale Konstellation. Sie haben auf „friendly traveller“ eine neue Musik kreiert. Das Duo schafft mit Hilfe von live-sampling eine orchestrale Dichte ohne die Intimität und schnelle Reaktionszeit der Duobesetzung zu gefährden.
Die Frankfurter Allgemeine schrieb über den ersten Auftritt von Blade / Muthspiel: „...Das gilt noch mehr für das wundervolle Duo Wolfgang Muthspiel / Brian Blade. Der Amerikaner, mit einiger Berechtigung als "Schlagzeuger der Zukunft" bezeichnet, kreiselte mit dem österreichischen Gitarristen zueinander, auseinander, in einem Beziehungsgeflecht voller Eigensinn und unvermuteter Übereinkünfte - Blade als der perkussiv singende Sensibilist mit seinen typischen Miniexplosionen und dieser merkwürdigen Fragmentierung des Swing, ohne ihn aufzulösen; und Muthspiel mit einem unendlichen abendländischen Erfahrungshorizont zwischen Atonalität und liedhafter Zärtlichkeit."
Press comments
W. Stiefele in Audio 3 / 07: "Die beiden Weltklassemusiker
zelebrieren hier Kammer-Jazz vom Feinsten. Die unspektakuläre, direkte Aufzeichnung der elf Stücke: Auch die sind
hochkonzentriert und frei von Schnickschnack."
T. Fuchs in Stereo 3 / 07: "Das Album zeugt von einer
Dichte, die man in heutigen Produktionen oft schmerzlich
vermissen muss. In jedem Augenblick der Musik vollzieht
sich, was als Jazzmythos beschworen wird: Improvisation
ist hier spontane Komposition, ist gemeinsame Sinnstrukturentwicklung."
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