Detailinformationen

  • Label: Decca, 2012
  • Bestellnummer: 2278513
  • Erscheinungstermin: 25.5.2012

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Filmausschnitte/Videotrailer

Produktinfo

Gut zwei Jahre lang tourte Melody Gardot nach der Veröffentlichung ihres letzten Albums “My One and Only Thrill” kreuz und quer durch die Welt, eilte von Kontinent zu Kontinent und von Auftritt zu Auftritt. Eigentlich sollte man denken, dass sie danach vom Reisen erst einmal ein wenig die Nase voll gehabt hätte. Doch nein, Melody blieb rastlos und war auf neue Abenteuer aus. Ganz alleine setzte sie ihre Reisen fort, um neue Leute und neue Kulturen kennen zu lernen. Sie zog durch die Wüsten Marokkos und die Straßen Lissabons, besuchte die Tangobars von Buenos Aires und die Strände Brasiliens, und versuchte etwas von der Essenz all dieser exotischen Orte für ihr neues Album “The Absence” einzufangen, ohne ihre ureigenste musikalische Identität aufzugeben. .

Im Sommer 2010 unternahm Melody einen Last-Minute-Trip nach Marrakesch. Bei einer Übernachtung in der Wüste, hatte sie eine Art Erleuchtung, wie sie meint: “Es gibt so viele Sprachen und so viele Kulturen”, berichtet sie, “aber es ist doch immer wieder erstaunlich, wie ähnlich sich die Musiken der ganzen Welt im Geiste sind.”

Ihren nächsten Zwischenstopp machte Melody in Lissabon. Mit ihrem Piano richtete sie sich häuslich in einem verwitterten Palazzo im Altstadtzentrum von Alfama ein und versuchte der so genannten Saudade, jenem undefinierbaren, durch und durch portugiesischen Sentiment von Verlust und Sehnsucht auf den Grund zu gehen. Lieder wie “Lisboa” vermitteln einen Eindruck von ihrem Aufenthalt in der portugiesischen Hauptstadt und von den musikalischen Klängen, die sie in den engen Gässchen aufschnappte: von spielenden Kindern, Kirchenglocken, Sängern an Straßenecken. Sie lernte die Sprache, streifte durch Fado-Clubs und vertiefte sich ins Schreiben von Liedern.

Von Lissabon ging es weiter nach Buenos Aires. Als passionierte Tangotänzerin zog es sie natürlich in das historische Viertel San Telmo, in dem die Straßen buchstäblich vom Klang der Tangomusik erfüllt sind. Inspiriert von den dramatischen Rhythmen und dem Geist des Tangos schrieb sie Stücke wie “Goodbye” und das brütende “So We Meet Again, My Heartache”. Die exotische Straßenkultur von Buenos Aires lieferte ihr einen Hintergrund, um noch tiefer in das Saudade-Gefühl einzutauchen.

Schließlich und endlich war Melody bereit, sich in die Sonne zu wagen und die Musik Brasiliens zu erkunden. Sie charterte ein Segelboot und bat den Skipper nach Norden zu steuern. Einen ganzen Monat lang segelten sie die brasilianische Küste entlang. Es war genau das, was Melody brauchte, um ihre Seele baumeln zu lassen. Die satten Farben der Landschaft, das Lächeln der Menschen und die Leidenschaft des Samba rissen Melody aus den Tiefen von Sehnsucht und Traurigkeit. Dort entstanden Songs wie “Mira” und “Yemanjá”.

“Viele der Geschichten, die ich auf diesem Album erzähle, beruhen auf meinen eigenen Erlebnissen”, sagt Melody Gardot, “aber auch auf Beobachtungen, die ich machte, als ich mit all diesen fremden Leuten zusammenlebte. Ich sah, wie sie in den unscheinbarsten Momenten plötzlich von Traurigkeit oder Freude ergriffen wurden, und dabei entstand zwischen uns ein gemeinsames Band.”

“Wenn man Liebe auf eine andere Art erlebt, wenn man versteht, was Liebe in einer Gemeinschaft bedeutet, dann erkennt man, was Menschen wirklich miteinander verbindet”, philosophiert die amerikanische Songschreiberin. “Für mich verändert sich dadurch vieles: es brachte mich - vor allem in Brasilien - Menschen nahe, die Musik zum Feiern benutzen.”

Mit all diesen neuen Erfahrungen und musikalischen Eindrücken im Gepäck kehrte Melody in die USA zurück, wo sie sofort den Produzenten, Komponisten und Gitarristen Heitor Pereira kontaktierte.

“Es war eine wunderbare Begegnung”, erinnert sich Melody an das Zusammentreffen mit Pereira. “Ich war an einen Punkt gelangt, an dem ich nicht wusste, was ich als nächstes machen sollte. Irgendwie war im Laufe der Monate, die ich auf Reisen gewesen war, all diese Musik in mir hervorgesprudelt, fand aber noch keinen Weg nach draußen. Ich brauchte einen Partner und Mitarbeiter mit eigenen genialen Zügen. Ich brauchte jemanden, der verrückt genug war, zu verstehen, wie ernst es mir war, wenn ich einen Satz wie ‘Ich möchte Palmenblätter und Waschbrett spielen’ sagte. Mehr noch: er musste auch dafür sorgen, dass ich bekam, was ich wollte.”

Der aus Brasilien stammende, heute in den USA lebende Heitor Teixeira Pereira (a. k.a. Heitor TP) erwies sich als der perfekte Partner. Er war von 1988 bis 1996 Gitarrist der Band Simply Red und begleitete Popgrößen wie Sting, Elton John, Rod Stewart, k. d. lang, Seal, Caetano Veloso und Jack Johnson, bevor er sich einen hervorragenden Namen als Filmkomponist und -musiker machte (u. a. “Madagascar”, “Mission: Impossible II” und “Die Schlümpfe”). Wie Melody Gardot hat er ein Faible dafür, sich musikalisch abseits eingetretener Pfade zu bewegen und im Niemandsland zwischen westlicher Popmusik, Jazz, Blues und Soul zu tummeln. Und wenn es um das Ausprobieren neuer klanglicher Ideen geht, ist er genauso abenteuerlustig wie Melody selbst.

Die beiden arbeiteten bei Songs wie “Se você me ama” (“Wenn du mich liebst”) und “Amália” zusammen. Heitor spielt auf dem Album natürlich Gitarre und ist in “Se você me ama” auch als Sänger zu hören. Er schrieb darüber hinaus die Orchesterarrangements. Die Kernband wurde durch Bassist John Leftwich, Perkussionist Paulinho da Costa sowie die Schlagzeuger Jim Keltner und Peter Erskine komplettiert.

Ein ganzes Jahr lang bereiste Melody Gardot die Welt, um Inspirationen für ihr neues Album “The Absence” zu finden. Das Ergebnis, das sie nun präsentiert, ist eine Kollektion verschiedenster musikalischer Farben, die ganz hervorragend mit ihrem einzigartigen, expressiven Stil harmonieren. Schon in Kürze wird die musikalische Globetrotterin wieder auf eine Reise um die Welt gehen, um dann live von den Eindrücken zu singen, die sie auf ihren letzten Reisen gewonnen hat. (Decca Records)

Rezensionen


,,...intime Songs mit dezenten Anleihen bei BLues und Latin, emotionsgeladen und sehr geschmackvoll." (musikmarkt, Mai 18-2012)

,,Ihr entspannter Barjazz klingt mal nach Chanson, mal nach brasilianischem Bossanova, mal nach traditioneller afrikanischer Musik - aber immer nach Melody Gardot." (stereoplay, August 2012)

,,Ein sommerlich-entspanntes Barjazz-Album mit Weltmusik-Einflüssen." (Audio, August 2012)

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