Hanns Eisler und Theodor W. Adorno schrieben nicht nur 1947 gemeinsam das legendäre Buch "Komposition für den Film", sondern lehnten sich auch beide früh an die Vaterfigur der musikalischen Avantgarde, Arnold Schönberg an.
So verarbeiten sie auch in den jetzt bei cpo eingespielten Werken für Streichquartett auf ihre Art die Variations- und Zwölftontechnik des großen Neuerers der zeitgenössischen Musik.
Adorno, der sich als Schüler Bergs zunächst eher als Komponist denn als Philosoph sah, stand zwar Normen, und so auch der strengen Zwölftontechnik skeptisch gegenüber, so dass die Sechs Studien (1920) und das Quartett 1921 neben aller ungebundenen Harmonik auch Anklänge an die spätromantische Tonalität zeigen, doch die 2 Stücke für Streichquartett von 1925 / 26 sollten laut Berg "unbedingt als Schule Schönbergs gehörig bezeichnet werden"
Die von Eisler in seinem USA-Exil geschriebenen Werke Präludium und Fuge über B-A-C-H für Streichtrio und sein einziges Quartett 1938 sind bei all seinem Anspruch an "sozialistische Funktionsmusik" wohl seine "reinsten" Zwölftonkompositionen mit polyphoner Dichte und strenger thematischer Arbeit.
cpo-Interpret ist "...eines der vielseitigsten Streichquartette unserer Zeit" (Neue Zürcher Zeitung): Das Leipziger Streichquartett.
Press comments
Classic CD 3 / 97: "Ein faszinierendes und herausragendes
Programm."
P. Kerbusk in FonoForum 3 / 97: "Adorno verstand zweifellos
sein Handwerk. Die temperamentvolle und klangschöne
Einspielung wird den virtuosen Partituren in jeder
Beziehung gerecht und ist editorisch überaus verdienstvoll. Stets transparente Klangtechnik, ein informatives
Booklet - ohne Abstriche empfehlenswert."
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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