Das 1946 entstandene sechste Quartett bildet einen der Höhepunkte in dem außergewöhnlichen kammermusikalischen Œuvre, das Weinberg während seiner frühen Sowjetjahre geschaffen hat. Das Werk stand auf der Liste »verbotener Werke«. Zwar wurde der Bann bald wieder aufgehoben, doch Weinberg fand erst nach neun Jahren wieder zu derselben Besetzung zurück. Die Ansprüche , die das Quartett an den Hörer stellt, übersteigen alles, was Schostakowitsch (oder etwa gar Weinberg selbst) bis zu diesem Zeitpunkt an Quartetten geschrieben hatte.
Es bewegt sich in einem symphonischen Rahmen, und sein Gesamtaufbau ist so flexibel wie die einzelnen Sätze selbst. Das viel später entstandene achte Quartett von 1959 besteht aus einem einzigen, mehr oder minder deutlich dreigeteilten Satz und beginnt mit einem feierlichen Adagio, das im Stile einer langsamen Einleitung auf den eigentlichen »Kopfsatz« vorbereitet, und das fünfzehnte Quartett von 1980 ist von allen Quartetten, die Weinberg geschrieben hat, ohne Zweifel das experimentierfreudigste – auch im Hinblick auf seine neunsätzige Gesamtform. Erneut musiziert das Quatuor Danel "mit nie nachlassender, oft geradezu bohrender Intensität, zugleich ungemein differenziert, mit beeindruckendem Farb- und Kontrast-Reichtum." (klassik-heute. com 10 / 08).
Product Information
Weinberg’s String Quartets Vol. 3
The String Quartet No. 6 of 1946 represents one of the high points in the extraordinary chamber oeuvre created by Mieczyslaw Weinberg during his early Soviet years. It was on the »index of forbidden works.« Although the prohibition was soon lifted, nine years would pass before Weinberg would return to this instrumentation. The demands placed by the quartet on the listener far exceed what Shostakovich (or Weinberg himself) had written in the quartet genre prior to this point. The work operates within a symphonic
framework, and its overall structure is just as flexible as the individual movements themselves. The Quartet No. 8 composed more than a decade later, in 1959, consists of a single movement more or less clearly divided into three parts. The solemn adagio opening the work functions in the manner of a slow introduction preparing for the main movement proper. The Quartet No. 15 of 1980 is tops among all of Weinberg’s quartets when it comes to delight in experimentation – also in view of its overall form of nine movements. Once again the Quatuor Danel performs »with absolutely incessant, often probingly persistent intensity and at the same time with uncommon subtlety, with an impressive wealth of colors and contrasts« (klassik-heute. com 10 / 08).
Press comments
Crescendo 10 / 09: "In den Quartetten Nr. 6, 8 und 15
spricht sich ein originärer Schöpfer von extremer
Vielseitigkeit aus, dem nackte Todesangst, überbordender
Humor oder alles überwindender Kampfgeist natürliche
Gefährten sind. All das ist in struktureller Vollendung
in die Form reiner Musik gegossen."
klassik. com 01 / 10: "Hört man etwa das 1946 entstandene
Quartett Nr. 6, so erscheint es beinahe unbegreiflich,
dass jener hochkmoplexe originelle Sechssätzer erst 2007
seine mutmaßliche Uraufführung erleben durfte, eben durch
das Quatuor Danel."
Ensemble 02 / 10: "Wenn diese Quartette so intensiv
gespielt werden wie vom Quatuor Danel, dann verschlägt es
einem den Atem. Immer wieder ist man erstaunt angesichts
der musikalischen Aussagen dieses Komponisten, aber auch
gleichermaßen fasziniert. Ein Muss für
Streichquartett-Fans!"
FonoForum 09 / 10: "Das belgische Quatuor Danel gräbt sich
wieder mit glühender Intensität in die Stücke hinein und
macht seineWeinberg-Interpretationen damit erneut zu
einem sehr packenden Erlebnis."
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
Note
Information on availability or release dates for items is based on information that we receive from our suppliers. These dates are not guaranteed and are subject to change at any time.