In der Zeit, als die Bilder laufen lernten, gehörte Deutschland zu den interessantesten Filmlandschaften der Welt. Einer, der in den 20er Jahren wesentlich zur Anerkennung des deutschen Stummfilms beitrug, war der Regisseur Eugen Pabst. 1922 entstand seine erste Regiearbeit „Der Schatz“. Es ist eine Parabel auf seine Zeit, in der die Inflation auf ihren Höhepunkt zutrieb und die Gesellschaft in extreme Gegensätze teilte. Unverkennbar sind in diesem Film die Referenzen zum deutschen Expressionismus. Für die Premiere schuf der Schönberg-Schüler Max Deutsch (1892-1982) in enger Abstimmung mit Pabst eine Filmsymphonie in fünf Sätzen, die heute als erste für den Film geschriebene Symphonie gilt. Sie ist zweifellos eine der künstlerisch bemerkenswertesten Filmmusiken der Stummfilmzeit, die bei ihrer Wiederaufführung im Zuge der Restaurierung des Films Ende der Neunziger Jahre für ein großes internationales Echo sorgte. „Max Deutschs Musik vollzieht nicht nur den filmischen Ablauf nach, indem sie ihn begleitet, sondern kommentiert und überhöht die Bildsprache; sie untermalt nicht, sondern malt selbst mit“ (Volker Scherließ). Ein unbekanntes, faszinierendes Kapitel der Filmmusikgeschichte wird durch unsere Ersteinspielung aufgeschlagen.
Press comments
Stuttgarter Zeitung 07 / 05: "Der Hörer wohnt fünf
Viertelstunden gewaltiger Programmmusik mit prominenter
Beteiligung des Klaviers bei. Und mit etwas Fantasie
lässt sich aus den Filmfotos im Beiheft der CD die
Faszination nacherleben, die Stummfilme mit großem
Orchester ausgestrahlt haben mögen."
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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