Diesen Monat setzen wir unsere Gouvy-Edition mit den ersten beiden Symphonien des deutsch-französischen Komponisten fort. Er komponierte vornehmlich Sinfonien, die in Deutschland schon zu seinen Lebzeiten sehr geschätzt wurden: Kein anderer ausländischer Komponist wurde in den 1850er Jahren in Leipzig so häufig gespielt wie Gouvy. Der Einfluß in Frankreich der „allemands“ mag ein Faktor gewesen sein, sich für die typisch „deutschen“ Gattungen der Symphonie (und später der Kammermusik) zu entscheiden. Gouvys frühe Sinfonien 1-5 entstanden zwischen 1845 und 1857 und sind durchweg viersätzig. Er verzichtet zwar in seinen ersten beiden Sinfonien weitgehend auf motivische Entwicklungen, aber er behält stets schon den pulsierenden Schwung des Kopfmotivs bei, um wie selbstverständlich durch entfernte Tonarten zu modulieren. Er beweist einmal mehr die Bravour und „clarté“, die die Zeitgenossen an seiner Musik schätzten. Es wurde und wird vor allem seine Meisterschaft begrüßt, in der Tradition eines Beethoven und Haydn deren kompositorische Gründlichkeit und klangliche Raffinesse und Virtuosität zu paaren.
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Gouvy Symphonies Vol. 3
Our Gouvy edition continues this month with this German-French composer’s first two symphonies. Gouvy primarily composed symphonies that were very highly regarded in Germany already during his lifetime. No other foreign composer was played so frequently in Leipzig during the 1850s than Gouvy was. The influence of the »allemands« in France may have been one factor motivating the choice of the typical »German« genres of the symphony (and later of chamber music). Gouvy’s early first to fifth symphonies were composed between 1845 and 1857 and are without exception in four movements. Although he largely did without motivic developments in his first two symphonies, he always maintained the pulsing swing of the main motif while quite naturally modulating through remote keys. He once again demonstrates the bravura and »clarté« that his contemporaries valued in his music. It is above all his mastery, in the tradition of Beethoven and Haydn, in combining compositional thoroughness with tonal sophistication and virtuosity that was and is welcomed.
Press comments
klassik-heute. com 01 / 12: "Melodischer Reichtum,
natürliche Souveränität im Umgang mit der Harmonik und
eine ganz unangestrengte Originalität machen Gouvys Musik
zu einem ungetrübten Hörgenuss. Die Deutsche Radio
Philharmonie spielt unter dem Lothringer Jacques Mercier
sehr differenziert, und auch klanglich kann die Aufnahme
überzugen."
Die Rheinpfalz 02 / 12: "Der Kopfsatz der ersten Sinfonie
ruft mit seinen punktierten Signalrufen zum Aufbruch. Der
erste Satz der Zweiten scheint zum Aufbruch zu drängen,
die Mittelsätze sind oft geprägt von tänzerischer
Eleganz, das Ganze faszinierend farbig instrumentiert und
von Mercier und dem Orchester exemplarisch
interpretiert."
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Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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