Marionetten- und Puppentheater mit Musik waren und sind in Österreich immer äußerst beliebt. Noch heute gibt es in Salzburg ein Marionettenoperntheater. Zwischen 1773 und 1779 gab es auch in der Sommerresidenz des Fürsten Nikolaus Esterhazy auf Esterhaza (im heutigen ungarischen Fertöd gelegen) eine Marionettenbühne, und bekanntlich war zu dieser Zeit Joseph Haydn oberster Kapellmeister am Hofe. Also schrieb er auch Opern für das Puppentheater – eine Tatsache, die heute wenig bekannt ist. So entstand um 1776 „Die Feuersbrunst oder das abgebrannte Haus“: Haydn verwendet nicht nur Wiener Dialekt, sondern zeigt uns eine der letzten Hanswurst-Komödien, in der alle Sympathien dem armen Burschen aus dem Volk gelten. In ihrer Volkstümlichkeit und Deftigkeit scheint dieses köstliche Singspiel für die Dienerschaft geschrieben zu sein, für das Stubenmädel, den Kutscher und den kleinen Hofbeamten. Haydn folgt letztlich hier dem gleichen Prinzip der Volkstümlichkeit wie nach ihm Mozart in seiner „Zauberflöte“. Eine wahre Entdeckung zum Haydn-Jahr!
Product Information
Harlequin and Columbine
Dramatic productions with marionettes, puppets, and music have always enjoyed great
popularity in Austria. Between 1773 and 1779 there was a marionette theater at the summer
residence of Prince Nikolaus Esterházy at Esterháza (in today’s Fertöd, Hungary), and at the time,
as is generally known, Joseph Haydn was the principal music director at this court. Although it is
today a little-known fact, Haydn too wrote operas for puppet theater, including Die Feuersbrunst
oder das abgebrannte Haus (The Conflagration or The Burned House) of 1776. In this work
Haydn not only employs Viennese dialect but also presents to us one of the last Hanswurst comedies
in which all the sympathies are for this poor fellow from the folk and German cousin of Harlequin.
The popular character and robust wit of this delightful singspiel suggest that it was written for the
servants, for the domestic maid, the coachman, and the minor court official. Here Haydn adhered to
the same principle of popularity as Mozart later would do in The Magic Flute. A genuine discovery
in honor of the Haydn Year 2009!
Press comments
FonoForum 10 / 09: "Die Capella Augustina unter Andreas
Spering spielt auf historischen Instrumenten und gibt
bereits in der dreiteiligen Ouvertüre eine zugriffige,
sehr lustvolle musikalische Gangart vor. Witz, Schalk und
heiterer Ernst geben der Interpretation ein überzeugendes
Gepräge."
Neue Westfälische 09 / 09: "Hochklassiges Hörvergnügen."
Toccata 05 / 10: "Eine amüsante und unterhaltsame Aufnahme,
mit grossartiger Musik von Haydn."
Neue Zürcher Zeitung 09 / 10: "Eine Freude sind auch die
von Dörte Reisener nach einer amerikanischen Vorlage ins
Deutsche übertragene Dialoge, die vno Schauspielern in
ergötzlichem Wiener Dialekt gesprochen werden."
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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