Detailinformationen

Tonformat: stereo & multichannel (hybrid)
  • Künstler: Veronika Winter, Elisabeth Scholl, Gerhild Romberger, Jan Kobow, Ekkehard Abele, Clemens Heidrich, Rheinische Kantorei, Das Kleine Konzert, Hermann Max
  • Label: CPO, DDD, 2006
  • Bestellnummer: 6391959
  • Erscheinungstermin: 14.3.2007

Produktinfo

Zum Inhalt der CD:

Bach aus Schumanns Sicht

1829 hatte Mendelssohn die Matthäus-Passion in Berlin zur ersten öffentlichen Wiederaufführung im 19. Jahrhundert gebracht, und damit überhaupt Bach wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht. Das befreundete Ehepaar Schumann griff begierig diese Entdeckung auf: für Robert wurde Bach noch mehr zum Zentrum alles Schaffens als für Mendelssohn. Was die Passionen betrifft, so fiel seine Vorliebe allerdings auf die Johannes-Passion, der Mendelssohn sich nie gewidmet hatte. Als Schumann 1850 das Angebot erhielt, als Musikdirektor nach Düsseldorf zu kommen, war sein erstes Hauptprojekt die dort bis dahin nie aufgeführte Johannes-Passion im April 1851. „....sie ist um vieles kühner, gewaltiger, poetischer als die nach Matthäus. Diese scheint mir nicht frei von Breiten und über das Maß lang – die andere dagegen wie gedrängt, wie durchaus genial, und von welcher Kunst!“ Wie Mendelssohn passte Schumann die Bachsche Musiksprache seiner eigenen Zeit an, ersetzte Instrumente, die nicht mehr gebräuchlich waren, orchestrierte um etc. Hermann Max hat jetzt eine Rekonstruktion dieser denkwürdigen künstlerischen Anverwandlung vorgenommen.

Product Information


Bach from Schumann’s Perspective
Felix Mendelssohn’s performance of the St. Matthew Passion in Berlin in 1829 was the first new presentation of this work in the nineteenth century. It once again made Bach a known quantity in the larger music world, and Mendelssohn’s friends Robert and Clara Schumann responded eagerly and enthusiastically to this rediscovery. Bach’s music came to occupy more of a central position for Schumann than for Mendelssohn. As far as Bach’s passions were concerned, Schumann preferred the St. John Passion, with which Mendelssohn never occupied himself. When Schumann was offered the post of music director in Duesseldorf in 1850, his first main project was to perform the St. John Passion, which had never been presented there, in April 1851: »It is much bolder, more powerful, and more poetic than the St. Matthew. This one seems to me not to be free of diffuseness and to be exceedingly long, but the other – how compact, how thoroughly genial, and of what art!« Like Mendelssohn, Schumann adapted Bach’s musical language to his own times, replaced instruments that were no longer in use, and orchestrated the original anew – together with other changes. Hermann Max has now undertaken a reconstruction of this remarkable artistic assimilation.

Pressestimmen

Concerto 10 / 07: "Mit den hervorragenden Solisten, allen voran Jan Kobow als ausgewiesener Evangelist, gelingt Max eine Aufnahme, die dem Hörer aus ungewohnter historischer Perspektive erstaunliche Einblicke in Bachs Johannes-Passion vermitteln kann. Ganz gewiss ein wertvoller und lohnender Beitrag mit hohem editorischen Wert!" Hessisch-Niedersächsische Allgemeine 01 / 08: "Eine beeindruckende Neuaufnahme. Das Ergebnis ist keine romantische Barockpolyfonie, sondern ein neuer Blickwinkel auf das Schaffen des Thomaskantors." Toccata 03 / 08: "Mit dieser Produktion wird ein wichtiges Ereignis in der Geschichte der Bach-Pflege dokumentiert."

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