Hugo Wolf ist wohl einer der zerrissensten und damit
vielleicht typischsten Komponisten des fin de siecle.
Sicherlich liegt ein Großteil dafür an seiner tragischen
Biographie: er erkrankte in jungen Jahren an der Syphilis
und endete früh im Wahnsinn; unwirsch, aufbrausend,
genialisch und himmelstürmend war sein Charakter aber
wohl auch so. Das Werk, das all dies am unmittelbarsten
und ungefiltert enthält, ist für mich sein einziges Streichquartett
d-moll, das ihn insgesamt über sechs Jahre beschäftigte.
Es ist ein genialer Kampf mit der Form und -
mit sich selbst. Vielleicht liegt es daran und an den immensen
technischen Schwierigkeiten, dass die meisten
Quartette einen großen Bogen um diesen Kammermusikgiganten
machen.
Für das Auryn Quartett war es jedenfalls
eine existentielle Herausforderung, die die vier Musiker
bravourös bestanden haben. Es ist damit endlich eine
der empfindlichsten Kataloglücken gefüllt - und das
mit Referenzcharakter.
Zusammen mit dem lntermezzo
und der ltalienischen Serenade liegt somit das komplette
Quartettschaffen Hugo Wolfs auf dieser aufrüttelnden
CD vor.
Pressestimmen
FonoForum 6 / 99: "Das brillante Auryn Quartett läßt sich
vom expressiven Gestus der Partitur nicht blenden, sondern
macht deren formales Netzwerk erstaunlich transparent."
Bayerischer Rundfunk vom 11.9.99: "Das Auryn-Quartett
muszierte das weit dimensionierte Werk mit ebenso viel
Intensität wie Feinschliff."
The Independent 12.6.99: "Immaculately recorded."
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