Heinrich von Herzogenberg hatte ein schweres Schicksal und zwar sowohl menschlich als auch künstlerisch. Der frühe Tod seiner jungen, hochbegabten Frau Elisabet und eine unvorstellbar schmerzhafte rheumatische Erkrankung, die ihn zum Ende seines Lebens fast unbeweglich machte, ließen ihn zu einem gebrochenen Mann werden. Und künstlerisch gelang es ihm nicht – zumindest in den Augen seiner Mitwelt – sich aus dem Schatten des vergötterten Brahms zu lösen. Dies Bild muss korrigiert werden, wenigstens teilweise. Schon 1891 brachte es der enge Freund Philipp Spitta auf den Punkt: „Meisterschaft, Noblesse, Geist, Erfindung, Klangsinn – alles ist da; aber der eine Tropfen, der den Becher zum Überschäumen bringt, hat die grausame Natur dem reichbegabten Manne versagt.“ Nehmen wir nun noch als Ergänzung ein Zitat des Bruders Friedrich Spitta hinzu, so ergibt sich eine hinreichende Rechtfertigung für die erneute Beschäftigung mit dem musikalischen Werk dieser ganz wichtigen Stimme neben Brahms: „ Die Perlen, die die Musik Herzogenbergs bietet, ruhen in der Tiefe. Das Gerede aber, als sei Herzogenberg ein gelehrter, aber trockener Kontrapunktiker ohne Seele und Originalität, beweist nur, dass es von solchen ausgeht, die keine Neigunghaben, diesem Manne nachzugehen, dessen Werke immer schöner werden, je länger man sie hört.“
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World-Premiere Recording: Herzogenberg’s Two Symphonies
Heinrich von Herzogenberg had a hard life both as a human being
and an artist. The early death of his young, highly gifted wife Elisabet
and an incredibly painful rheumatic illness that practically rendered
him immobile at the end of his life made him a broken man.
Artistically, he never was able to emerge from the shadow of the
idolized Brahms, at least in the eyes of his contemporaries. This
picture is in need of correction, at least in part. Already in 1891
Herzogenberg’s close friend Philipp Spitta summed things up:
»Mastery, noblesse, spirit, invention, musical intelligence –
everything is there, but the one little drop that makes the cup overflow,
this cruel Nature has denied the richly gifted man.« If we add to
this a quotation by Philipp’s brother Friedrich Spitta, we have sufficient
justification for renewed occupation with the musical oeuvre of this very
important voice of the Brahms era: »The pearls offered by Herzogenberg’s
music rest in the depths. But the talk that Herzogenberg is an erudite but
dry contrapuntist without soul and originality only proves that it proceeds
from such people who have no inclination to explore this man, whose works
become more and more magnificent the longer one listens to them.«
Press comments
Partituren 05 / 07: "Die Erste in c-moll erinnert zwar
formal an Brahms' Erste, klingt aber ganz eigenständig,
frisch, unangestrengt, unpathetisch. Auch die Zweite in
B-Dur bietet Licht, Farbe, Klarheit, ja sogar
serenadenhafte Heiterkeit."
Das Orchester 05 / 07: "Die beiden 1885 bzw. 1890
gedruckten Symphonien Nr. 1 c-Moll op. 50 und Nr. 2 B-Dur
op. 70 sind jedenfalls eine unverkenn- und
unverwechselbare Bereicherung spätromantischer Symphonik.
Ein rundum beeindruckendes Plädoyer für den Symphoniker
Herzogenberg."
klassik. com 07 / 07: "Wunderbar präsentes Klangbild."
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Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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