Georg Philipp Telemann (1681-1767): Germanicus TVWV deest
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Telemann-Novität: Germanicus
Die Geschichte der Leipziger Oper im 18. Jahrhundert war eine heftige, aber sehr kurze. Von 1692-1720 war sie nach Hamburgs Gänsemarktoper das zweite bürgerliche Opernhaus in Deutschland. Heinichen, Fasch, Pisendel, Stölzel und Telemann hießen ihre Komponisten. Besonders letzterer hat in seinen frühen vier Jahren an der Pleiße (1701-1705) nach eigenen Angaben „etliche und zwanzig Opern“ komponiert. Leider ist der Überlieferungsbefund für die Leipziger Oper katastrophal: Zwar haben sich teilweise Textbücher erhalten, Musikalien indes scheinen, von einer Handvoll Arien abgesehen, nicht mehr greifbar zu sein. Umso bedeutender ist ein Fund in der Universitätsbibliothek Frankfurt / Main zu bewerten: Dort liegen 40 teils deutsche, teils italienische Arien anonym in einer Ariensammlung, und dass diese im Zusammenhang mit einer Germanicus-Oper stehen, hatte man schon vor Jahrzehnten erkannt. Wie das alles kam und warum Telemann der zweifelsfreie Komponist dieses Werkes ist und, vor allem, wie dieser frühe Geniestreich klingt, können Sie in unserer Ersteinspielung lesen und hören.
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New Telemann title: Germanicus
The history of the Leipzig Opera in the 18th century was vibrant but very short. From 1692 to 1720 it was, after Hamburg's Gänsemarkt Theatre, the second opera house in Germany to be operated by the bourgeoisie. Heinichen, Fasch, Pisendel, Stölzel and Telemann were the names of its composers. The latter in particular wrote, to quote his own words, 'some twenty-odd operas' during his four years in Leipzig (1701-05). Sadly, the surviving evidence of this activity is meagre at best: some of the librettos have survived, but the scores are apparently lost forever, apart from a handful of arias. All the more exciting, then, is a discovery made at Frankfurt University Library: 40 anonymous arias in an aria collection, some in German, others in Italian. For decades it has been known that they relate to an opera known as Germanicus. Our new recording tells you how all this came about, why Telemann is unquestionably the work's composer and, most importantly, what this early stroke of genius sounds like.
Press comments
FonoForum 02 / 12: "Ein weiteres Juwel im umfangreichen
Katalog des rührigen Paneuropäers."
Braunschweiger Zeitung 03 / 12: "Musiziert wird vom
Sächsischen Barockorchester dynmisch kontrastreich und
gespannt. Und sehr schöne Stimmen sind vereinigt. Henryk
Böhm singt mit geschmeidig weichem und gefühlvoll
federndem Bariton einen prachtvollen Germanicus. Tobias
Berndt ist ihm als Arminius ein trefflicher Widerpart mit
kernigem, warm timbriertem Bass. Elisabeth Scholl
brilliert als Agrippina mit lyrisch strahlendem Sorpran."
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