Korstick spielt Liszt II
Michael Korstick ist im Moment sicherlich einer der interessantesten deutschen Pianisten, der mit außergewöhnlichem Intellekt, stupender Technik und überragender Musikalität die Aufmerksamkeit erregt. So schrieb die Kritik anlässlich unserer ersten Liszt Veröffentlichung: „ Michael Korsticks anspruchsvolle, literarisch oft ungewöhnliche, mutige Projekte beschäftigen seit Jahren und im besten Sinne die musikalisch interessierte Öffentlichkeit....dass er sich jetzt dem Schaffen Liszts zugewandt hat, überrascht mich nicht, denn von seinen intellektuellen, manuellen und auch von seinen emotionalen Fähigkeiten her ist er für die landschaftlich-schriftstellerischen Wechselfälle der schweizerischen „Wanderjahre“ ein trefflicher Sachwalter.“(Peter Cossé).Nun, was für die Schweiz gilt, ist für das zweite Wanderziel „Italien“ noch mehr gültig.
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Korstick Plays Liszt II
At present, Michael Korstick is surely one of the most interesting of German pianists, attracting attention with his remarkable intellect, stupendous technique and supreme musicality wherever he goes. As the critic Peter Cossé wrote of our first Liszt album: 'Michael Korstick's demanding and courageous projects, with his often unusual literature, have been exercising
the musically-minded public for years in the best sense of the term ... That he has now turned to Liszt does not surprise me, for his intellectual, manual and emotional skills make him an excellent custodian for the scenic and literary vicissitudes of Liszt's Swiss years of pilgrimage.' What was true of Switzerland is bound to hold true of Liszt's second destination, Italy.
Rezensionen
,,Die,,kontrollierte Intensität" lobte ich an Korsticks Beethoven-Spiel. Natürlich fallen auch seine Liszt-Interpretationen höchst kontrolliert aus. Doch Liszts bildhafte Kompositionsweise treibt die emotionale Intensität oft in so ungeahnte Höhen, dass man als Hörer kaum wahrnimmt, wie kontrolliert ein Pianist im Hinblick auf farbliche und dynamische Differenzierungen (auch in der Vertikale der Stimmen) agieren muss, um die jeweils intendierte Wirkung zu erzielen. Viel wichtiger als noch bei Beethoven ist bei Liszt der Klang, der von der kantablen Solokantilene bis
zum orchestralen Rauschen eine Vielzahl an Nuancierungen erfordert. Korstick setzt das alles prachtvoll ins Werk. Betörend schön ist sein Ton, wunderbar sein Legato. Der Flügel im Congress-Centrum Pforzheim ist nicht ganz direkt, sondern mit ,,viel Raum" aufgezeichnet, was den Klang zusätzlich rundet." (Fono Forum, 03 / 2011)
Press comments
hr2-kultur 01 / 11: "Gerade dadurch, dass Korstick die
Extreme dieser Musik betont, dass er den Flügel unter
einer Notenlawine ächzen lässt und ihm andererseits Töne
entlockt, die leicht wie eine Schneeflocke durch die Luft
schweben, gerade dadurch kommt er der Musik von Franz
Liszt besonders nah."
klassik-heute. com 12 / 10: "Faszinierendes, im besten Sinne
eigensinniges Klavierspiel, Klavierfühlen und
Klavierdenken."
Pizzicato 01 / 11: "So erlebt man auf dieser Platte eine
Überraschung nach der anderen, denn Korstick ist kein
Meister, der über die Köpfe seiner Zuhörer hinwegfegt, er
zwingt uns gewissermaßen in seine eigenen Gedankengänge
hinein, lässt uns teilhaben an der Formgestaltung, an
liebevollster Filigranarbeit, an der Wirkung grandioser
Kontraste und an der physischen Erfahrung von
Klavierdynamik und Klangfarben, sowie - hier durchaus
wichtig - an Tempi."
***Pizzicato Supersonic Award Januar 2011
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