Dass Ferdinand Ries (1784–1838) der talentierteste Schüler Beethovens und ein eminent guter Komponist war, haben wir mit unserer Edition seiner Sinfonien unter Beweis gestellt und werden es demnächst weiter tun. Aber auch auf dem Gebiet der Kammermusik kam er seinem Meister an Qualität und Ausdruckstiefe erstaunlich nah. Nehmen wir seine Kompositionen für Cello und Klavier. Beethoven war sicherlich der erste, der der Cellosonate die klassische Ausprägung der Gattung mit gleichgewichtiger Behandlung von Cello und Klavier in der Sonate op. 69 von 1809 gegeben hat.
Hier knüpft Ries mit seinen 1810 entstandenen beiden ersten Sonaten direkt an. Von Haus aus Pianist, hatte er doch in seiner Jugendzeit Cello-Unterricht bei Bernhard Romberg, dem ersten großen Virtuosen dieses Instruments. Beide Sonaten sind denn auch seinem Lehrer gewidmet und erfreuten sich beim Publikum solcher Beliebtheit, dass sie in Paris und London gleich nachgedruckt wurden. Guido Larisch, Cello und Robert Hill, Hammerklavier haben nun für cpo die 2. Sonate op. 21, die 1823 entstandene 3. Sonate op. 125 und Introduktion und Russischer Tanz op. 113 auf historischen Instrumenten zum ersten Mal eingespielt.
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FonoForum 12 / 2000: "Oftmals zeittypisch elegant gehalten,
faszinieren seine Sonaten mit ihrer enormen Motorik,
harmonischer Kühnheit und melodischer Schönheit. Larisch
und Hill beeindrucken mit einer energischen, sensiblen
Deutung, die stets richtige Balance zwischen Detail und
Spannung des Ganzen findet."
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Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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