Als Dirigent ist sein Ruhm hauptsächlich auf die Nachwelt gekommen, und da sollte man meinen, dass auch der Komponist Felix Weingartner dem Orchester die größte Aufmerksamkeit geschenkt hätte. Dem ist aber nicht so: die Kammermusik spielt eine wichtige und ebenbürtige Rolle in seinem umfangreichen Oeuvre. So folgte seiner ersten Symphonie op. 23 sein erstes Streichquartett als op. 24 auf dem Fuße. Das war 1898, und wie in seinen Orchesterwerken so hat auch hier persönliches Erleben seinen direkten Niederschlag gefunden: So erfahren wir aus seinen Memoiren, dass das Opus 24 einer doppelten Trauernachricht entsprang. Im Juli war Bismarck gestorben, und „die fast gleichzeitig mit diesem bedeutungsvollen Tode eintreffende Nachricht vom Ableben eines Kindes im Hause, wo ich meine erste Symphonie vollendet hatte, breiteten einen schwermütigen Schleier über meine Seele, der sich aber als fruchtbringender Tau erwies.“ Das Ergebnis war „die vorzügliche Arbeit eines Komponisten, der durch historische Zeichen und Figuren ein sicheres Gelände erzeugt, auf dem er dann in der Gesamtform recht originelle, im Detail sehr private Mitteilung gibt.“ (v. d.Hoogen)
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Weingartner’s String Quartets
Felix von Weingartner is known to posterity primarily as a conductor. It thus
would only be natural to think that as a composer he also focused his efforts
on the orchestra. But this is not the case; chamber music figures significantly in his extensive oeuvre and is in every way the equal of his orchestral music. His Symphony No. 1 op. 23 was soon followed by his String Quartet No. 1 op. 24. The year was 1898, and, as in his orchestral works, so too in the chamber dimension: personal experience was lent direct expression. From his memoirs we learn that his Opus 24 was born of the news of two deaths. Bismarck had died in July, and »the almost simultaneous news of the death of a dear child in the house where I had
completed my first symphony spread a melancholy veil over my soul – but one that proved to be a productive dew.« The result was »the outstanding work of a composer who draws on historical signs and figures to produce a solid terrain on which he then presents what in its overall form is a quite original communication and in detail a very private one« (Eckhardt van den Hoogen).
Press comments
klassik-heute. com 07 / 08: "Durchgearbeitet - mit Reverenz
an Schubert und Beethoven - ist dies alles meisterhaft,
dazu mit einer sicheren Hand gesetzt, die üppige
orchestrale Wirkungen ebenso treffsicher erzielt wie
feine kammermusikalische Reize. Die Aufnahmetechnik steht
dem vorbildlichen Spiel in nichts nach."
klassik. com 01 / 09: "Eine bis ins Detail überzeugende
Interpretation der beiden Quartette, die durch
spieltechnische Souveränität ebenso zu überzeugen weiß
wie durch ihre interpretatorische Dichte und packende
Intensität."
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