Man kann wohl sagen, dass er Beethovens bedeutendster Konkurrent in Wien auf dem Feld der Instrumentalmusik war: Anton Eberl, 1765 in Wien geboren, kam er früh in Berührung mit Mozart. Nach vielen relativ erfolglosen Versuchen, als Opernkomponist in Wien Fuß zu fassen, ging er für einige Jahre nach St. Petersburg an den Zarenhof. 1799 ließ er sich dann endgültig in Wien nieder und erlebte nun mit der Hinwendung zur Instrumentalmusik einen kometenhaften Aufstieg. Bereits in einem 1802 verfassten Reisebericht wird Eberl vom Autor Julius Wilhelm Fischer als Komponist von Klaviermusik neben Beethoven gestellt: „In Klavierkompositionen sind wohl jetzt Beethoven und Anton Eberl die stärkesten. Beyde haben Neuheit, Feuer und Kraft; beyde strömen von Ideen über, und beyder Werke sind ziemlich schwer zu exequiren, lohnen dann aber auch gewiß die Mühe.“ Generell folgen die auf cpo auf einem Hammerklavier eingespielten Klavierkonzerte opp. 32 und 40 dem zu Ende des 18. Jahrhunderts ausgebildeten Modell des Solokonzerts, wie es beispielhaft und in je individuellen Realisierungen in den Klavierkonzerten Mozarts aufgestellt wurde. Die Konzerte kamen bei seinen Zeitgenossen „vortrefflich“ an und zeigen Eberls Originalität und kompositorisches Geschick sowie die Stringenz seiner thematischen Arbeit.
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Between Mozart and Beethoven
One may well say that Anton Eberl was Beethoven’s leading rival in Vienna in the field of instrumental music. Born in Vienna in 1765, Eberl made early contact with Mozart. After many relatively unsuccessful attempts to gain a foothold as an opera composer in Vienna, he went to the St. Petersburg court of the czars for a few years. In 1799 he returned for good to Vienna and experienced a meteoric rise when he now turned to instrumental music. Already in a travel report penned in 1802, the author Julius Wilhelm Fischer ranked Eberl the composer next to Beethoven: »In piano compositions Beethoven and Anton Eberl are certainly now the strongest. Both have newness, fire, and power; both overflow with ideas, and the works by both are rather difficult to execute but then also certainly reward the effort.« In general, the Piano Concertos opp. 32 and 40 presented on a period pianoforte on this cpo recording follow the model of the solo concerto developed toward the end of the eighteenth century – as realized exemplarily and individually in each case in Mozart’s piano concertos. Eberl’s concertos made an absolutely »splendid« impression on his contemporaries and continue to demonstrate his originality and compositional talent as well as the strict logic of his thematic work.
Press comments
klassik. com 03 / 12: "Die beiden Konzerte zeichnen sich
durch ihre klassische, ideenreiche Tonsprache sowie ihre
farbige Instrumentierung aus. Eberls Musik verströmt eine
ähnliche Leichtigkeit wie die Mozarts, weshalb die
späteren Verwechslungen zwischen ihren Werken keine
Überraschung darstellt. Der Klavierpart klingt perlend
und geistvoll, während das Orchester eine reich
instrumentierte Begleitung formt. Melodiebildung und
Harmoniefolge sind von überzeitlicher Schönheit. Ihre
stilistische Anlage folgt ganz den Idealen der Wiener
Klassik."
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NoteCD (Compact Disc)
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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