• Ouvertüren für die Hamburger Oper
  • CD i **;

Detailed Information

Schürmann: Suite "Ludovicus Pius"
+Erlebach: Ouvertüre Nr. 4
+Keiser: Le Ridicule Prince Jodelet
+Händel: Almira (Tanzsuite)
+Schieferdecker: Concerts Musicaux (Concert Nr. 1)

  • Artist: Akademie für Alte Musik Berlin
  • Label: HMF, DDD, 2004
  1. 1 Ludovicus Pius (Suite) Start
  2. 2 1. Ouvertüre Start
  3. 3 2. Menuet Start
  4. 4 3. Ballet - Entrée Start
  5. 5 4. Gigue Start
  6. 6 5. Staccato Start
  7. 7 6. Ballet 1 Start
  8. 8 7. Ballet 2 Start
  9. 9 7. Gigue Start
  10. 10 Ouvertüre Nr. 4 Start
  11. 11 1. Ouvertüre Start
  12. 12 2. Air Gavotte Start
  13. 13 3. Air Menuet 1 - 4. Air Menuet 2 Start
  14. 14 5. Air Bourrée Start
  15. 15 6. Air Courante Start
  16. 16 7. Air Entrée Start
  17. 17 8. Air Gavotte Start
  18. 18 9. Air Traquenard Start
  19. 19 10. Air Lentement Start
  20. 20 La Ridicule Prince Jodelet Start
  21. 21 Sinfonia Start
  22. 22 Almira, Königin Von Kastilien Hwv 1 (Oper In 3 Akten): Tanzsuite Start
  23. 23 1. Ouvertüre Start
  24. 24 2. Chaconne Start
  25. 25 3. Courante Start
  26. 26 4. Sarabande Start
  27. 27 5. Bourrée Start
  28. 28 6. Menuet Start
  29. 29 7. Rigaudon Start
  30. 30 8. Rondeau Start
  31. 31 9. Ritornello Start
  32. 32 Concerts musicaux (Auszug): Premier Concert Start
  33. 33 1. Ouvertüre Start
  34. 34 2. Passepied Start
  35. 35 3. Entrée Start
  36. 36 4. Gigue Start
  37. 37 5. Chaconne Start

Product Information

Hamburg: Das Tor zur Opernwelt
Die Hansestadt Hamburg liebt das Understatement – mit seinem Reichtum zu prahlen, gilt als „unfein“. Da gerät gelegentlich angesichts der vielen prachtvollen Residenzstädte und ihrer glanzvollen Geschichte der Beitrag Hamburgs zur deutschen Kultur in Vergessenheit. Sehr zu Unrecht, wie das Beispiel zeigt, denn hier nahm 1678 Deutschlands erstes öffentliches Opernhaus den Spielbetrieb auf.

Auch wenn man zwischen Alster und Elbe kein Aufhebens um sich machte, so wusste man doch Qualität zu schätzen und gab sich nur mit dem Besten zufrieden. Die Musik nahm einen hohen Stellenwert im öffentlichen Leben ein, und das weltoffene Hamburg, durch Handel reich geworden, leistete sich hervorragende Musiker.

Ganz in der Nähe der heutigen Staatsoper öffnete 1678 die Hamburger Oper am Gänsemarkt ihre Tore, vierzig Jahre nach dem ersten öffentlichen, für jedermann zugänglichen Opernhaus in Venedig. Künstlerischer Leitstern des Hamburger Opernhauses war für mehrere Jahrzehnte der Komponist Reinhard Keiser. Über hundert Opern bezeugen seine fabelhafte Produktivität, und die hohe Qualität seiner Musik machte ihn für seine Zeitgenossen zum führenden Opernkomponisten Deutschlands. 1704 trat der 19jährige Georg Friedrich Händel als Geiger in Keisers Orchester ein. Unter den Fittichen des berühmten Kollegen startete er am Gänsemarkt seine Karriere als Opernkomponist mit dem sensationellen Erfolg seiner Almira. Aber auch Komponisten wie Schieferdecker oder Erlebach, deren Namen heute nur noch Fachleuten geläufig sind, schrieben Musik auf höchstem Qualitätsniveau, wie die vorliegende CD eindrucksvoll unter Beweis stellt. Vierzig Jahre – eine für die heutigen Zeiten der Krise kultureller Institutionen lange Periode – hielt das kommerziell betriebene Unternehmen durch, bis 1718 ein Konkurs dem Spielbetrieb ein Ende setzte.

In den 1720er Jahren, am Beginn der durch Telemann geprägten Epoche, lebte die Gänsemarkt-Oper wieder auf. Der Zeitgeschmack favorisierte allerdings auch in Hamburg immer mehr die italienischen Opern à la Johann Adolph Hasse mit ihren Gesangsstars, denen die Koloraturarien direkt in die geläufige Gurgel geschrieben wurden. International gefeierte Sänger konnte sich ein privat finanziertes Haus nicht leisten, und so musste die Oper am Gänsemarkt 1738 schließen. Sechzig Jahre einer bedeutenden künstlerischen Institution hatten ihr Ende gefunden.

Press comments

FonoForum 06 / 05: "Ein beredtes Zeugnis von dem hohen Niveau, welches seinerzeit in Hamburg herrschte." Brigitte 07 / 05: "An welcher Musik sich die Hamburger damals erfreuten, ist jetzt auf der wunderbaren CD 'Ouvertüren für die Hamburger Oper' zu hören. Die Akademie für Alte Musik Berlin hat die schönsten Ouvertüren und Orchestersuiten aus den ersten 40 Jahren des Hamburger Opernschaffens eingespielt: barocke Kleinodien von Schürmann, Erlebach, Keiser, Schieferdecker und Händel."

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