Der deutsche Komponist J. C. F. Fischer, dessen Geburtsort unbekannt ist, brachte viele französische Einflüsse in die deutsche Musik der damaligen Zeit ein und zählt deshalb, obwohl die wenigen überlieferten biographischen Daten ein sehr unvollständiges Bild seines Lebens und Werdens geben, mit zu den wichtigen, wegbereitenden deutschen Komponisten des 17. und frühen 18. Jahrhunderts. Es ist nicht bekannt, ob Fischer jemals in Paris war und dort sogar bei Lully studierte, lediglich sein weitgehend im französischen Stil verfasstes "Le Journal du Printemps" gibt den Hinweis auf eine enge Verbindung zur französischen Barockmusik. Dieses erste Werk von Fischer - eine Sammlung von Orchestersuiten -erschien 1695 bei Kroninger in Augsburg. Es ist dem Markgrafen Ludwig-Wilhelm von Baden gewidmet, dem Dienstherrn des Komponisten. Das prächtige Orchesterwerk spiegelt den Glanz des Lebens bei Hofe wider. Die Suiten bestehen aus Tanzsätzen, denen Fischer prachtvolle Ouvertüren voranstellt. Ein grandioser Werkzyklus, der sogar JS Bach, nach Aussage seines Sohnes CPE Bach, anregte, sein Wohltemperiertes Clavier zu komponieren.
Product Information
Briliant Cycle by J. C. F. Fischer
J. C. F. Fischer introduced many French influences into the German music
of his times and for this reason numbers among the most significant German composers of the seventeenth century and early eighteenth century – even though the few biographical details known about him (even his birthplace has not been documented) offer only a very incomplete picture of his life and work. It is not known whether Fischer was ever in Paris or even may have studied with Lully there. Only his Le Journal du Printemps, a work written largely in the French style, points directly to his close ties to the world of French baroque music. This collection of orchestral suites, the first of Fischer’s works, was published by Kroninger in
Augsburg in 1695. He dedicated it to his employer, Margrave Ludwig Wilhelm of Baden, and its magnificence reflects all the glory of court life. The suites consist of dance movements introduced by splendid overtures. According to C. P. E. Bach, it was this work cycle that inspired his father, J. S. Bach, to compose The Well-Tempered Clavier.
Press comments
klassik-heute. com 10 / 07: "Wie immer bei cpo klanglich
bestens eingefangen und mit einem informativen Beiheft
versehen, ist diese Aufnahme jedem Liebhaber von
Barockmusik wärmstens zu empfehlen."
Concerto 02 / 08: "Schon beim ersten Hören beeindruckt die
Vielfalt der Kompositionen, zumal das Orchester äußerst
farbig besetzt ist. Das Hören der abwechslungsreichen,
oft nur sehr kurzen Sätze gerät so zu einem großen,
bunten Vergnügen."
Toccata 03 / 08: "Aus historischer Sicht eine wichtige
Neuerscheinung, die musikalisch in jeder Hinsicht
überzeugt."
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