Detailed Information

+Lied "Incessament";Motette "Sic deus dilexit"
+Gregorianische Gesänge aus dem Moosburger Graduale

  • Artist: Ensemble Amarcord
  • Label: Raumklang , DDD, 2005
  • Order number: 8968375
  • Release date: 20.1.2006
  1. 1 Sic Deus dilexit (Contrafractum-Motette über Incessament mon povre cueur lamente) Start
  2. 2 Dicit Dominus: Ego cogito cogitationes pacis (Introitus) Start

Missa Incessament (Messe) (Auszug)

  1. 3 Kyrie Start
  2. 4 Gloria Start
  1. 5 Liberasti nos, Domine (Graduale) Start
  2. 6 Qui posuit fines (Alleluia) Start

Missa Incessament (Messe) (Auszug)

  1. 7 Credo Start
  1. 8 Offertorium: De profundis clamavi Start

Missa Incessament (Messe) (Auszug)

  1. 9 Sanctus Start
  2. 10 Agnus Dei Start
  1. 11 Amen dico vobis (Communio) Start
  2. 12 Incessament mon povre cueur lamente (Chanson) Start

Product Information

Unaufhörlich klagt mein armes Herz
Ein Lied über den Liebesschmerz bildet die Vorlage für die Messe Incessament von Pierre de la Rue, einem der letzten Meister der franko-flämischen Polyphonie. Solche Parodie-Kompositionen waren seit langem äußerst populär, die bekannten Melodien bildeten einen roten Faden, der die Besucher der Gottesdienste durch die langen Messfeiern und die sie begleitenden komplizierten Musikwerke führte. Die Gemeinde selbst nahm nämlich an den rituellen Feiern nicht teil, schweigend verfolgte sie das heilige Spektakel, das sich vor ihren Augen vollzog. Man „hörte die Messe“, wie ein auch heute noch bekannter Ausdruck es treffend beschrieb.

Luther, der für die evangelische Kirche eine stärkere Beteiligung der Gläubigen im Kirchenschiff vorsah, verfuhr ähnlich und wählte für seine Kirchenlieder gerne Melodien, die im Volk allgemein bekannt waren. Auch das war ein Teil seines reformatorischen Erfolgsrezepts, das er „dem Volke aufs Maul schauen“ nannte. Pierre de la Rue hingegen machte wie seine Vorgänger aus dem weltlichen Lied hochintellektuelle geistliche Musik, wie sie in Brüssel sehr geschätzt war, das damals unter Margarethe von Österreich eine kulturelle Blütezeit erlebte.

Rezensionen


"Hut ab, besser kann man es nicht machen." RONDO

Press comments

M. Stäbler in FonoForum 06 / 06: "Diese schlüssige Rekonstruktion macht die musikalischen Bezüge für den Hörer beispielhaft nachvollziehbar - und gibt uns einen schönen Einblick in die kunstvoll gewobene, kanonisch vernetzte Kontrapunktik eines großen Renaissance-Komponisten, dessen gleichwohl sehr organisch dahinströmende Klangsprache bei dem exzellenten Ensemble Amarcord in den besten Kehlen ist."

EUR 19.99*

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