Eine Retrospektive auf die 25-jährige Schallplatten-
karriere Philippe Herreweghes.
Bach: Auszüge aus Matthäus-Passion, Kantaten BWV 8, 75, 91, 170
+Musik der Renaissance von Lassus, Monteverdi, Schein
+Musik des 17.Jahrhunderts von Schütz, Purcell, Gilles
+Vom klassischen zum romantischen Stil: Werke von Mozart,
Beethoven, Mendelssohn, Schumann
+Von Wien nach Berlin: Werke von Bruckner, Mahler, Schönberg,
Weill
+Faure: Auszüge aus Requiem (Einspielungen von 1988 & 2001)
+DVD "Philippe Herreweghe and the Word became Song" - Ein
Film von Sandrine Willems mit Probenmitschnitten u. a.
(;56 Minuten)
Collegium Vocale Gent, La Chapelle Royale, Orchestre des
Champs Elysees, Ensemble Musique Oblique, Philippe
Herreweghe
Zum 60. die 80.
Kaum zu glauben – Philippe Herreweghe wird 60 Jahre alt! Und ebenso imponierend: Die beiden hier veröffentlichten Neuaufnahmen sind schon die 79. und 80. Einspielung von Philippe Herreweghe bei harmonia mundi. Seit 1981 besteht die Verbindung zwischen dem Künstler und seiner Plattenfirma, Herreweghes Diskographie bei harmonia mundi ist also so etwas wie eine musikalische Biographie des am 2. Mai 1947 in Gent geborenen Musikers.
Musik spielte von Kinderzeiten an eine bestimmende Rolle in Philippe Herreweghes Leben: „Wir hatten täglich eine Stunde Chorgesang", erinnert er sich an seine zwölf Jahre auf der Jesuitenschule. Daneben gab es ein alljährlich unter der Leitung Bernard Haitinks in der Kathedrale St. Bavo stattfindendes Bruckner-Fest. „Ich war damals auf Anhieb in diese Musik verliebt. Bach und Bruckner waren die Heroen meiner Kindheit.“
Herreweghes eigener musikalischer Werdegang verlief einzigartig: Er studierte Klavier am Konservatorium seiner Heimatstadt, nahm dann aber auf Anraten seines Vaters ein Studium der Medizin und Psychiatrie auf. Doch die Musik ließ ihn nicht los: Schon während seiner Studienzeit gründete er 1970 in seiner Heimatstadt das Collegium Vocale Gent. Nikolaus Harnoncourt und Gustav Leonhardt wurden auf ihn aufmerksam und luden ihn ein, an der von den beiden gemeinsam realisierten Gesamteinspielung von Bachs Kantatenwerk mitzuwirken. So zog Herreweghe den weißen Kittel aus und wurde Musiker – einer der beiden Heroen seiner Kindheit hatte ihn eingeholt.
1977 wurde man in Paris auf Herreweghes außerordentliche Begabung aufmerksam. Aus der Einladung, in der französischen Hauptstadt künstlerisch tätig zu werden, erwuchs schnell die Gründung seines französischen Ensembles, der Chapelle Royale. Diese war indes nicht allein dafür bestimmt, die großartige Barockmusik der 'Grande nation' von Lully, Rameau und anderen aufzuführen. Gemeinsam mit dem Genter Collegium Vocale entstanden Aufnahmen von Passionen und Kantaten von Johann Sebastian Bach, die in ganz Europa Maßstäbe setzten. Herreweghes interpretatorischer Ansatz, der gleichermaßen die dramatischen wie die innigen Akzente der Werke betonte, wurde damals in der ganzen musikalischen Welt wie eine befreiende Botschaft aus der Welt musikalischer Ideologien empfunden, die sich seinerzeit in unversöhnlicher Gegensätzlichkeit gegenüberstanden.
Herreweghes vorurteilsfreie Haltung gegenüber der musikalischen Überlieferung drückt sich auch in der Breite seines musikalischen Repertoires aus: Von Palestrina bis Schönberg spannt sich der Bogen seiner Einspielungen und deckt so fünf überaus ereignisreiche Jahrhunderte Musikgeschichte ab. Die beiden Neuveröffentlichungen bezeugen die Aktualität von Herreweghes breiter musikalischer Ausrichtung: Mit dem Schwanengesang erklingt das letzte Werk des größten deutschen Komponisten vor Bach, gewissermaßen das musikalische Testament von Heinrich Schütz, den der Dreißigjährige Krieg persönlich schwer getroffen hat und der den Tod in dem für seine Zeit überaus hohen Alter von 87 Jahren gewiss als Freund begrüßt haben wird. Auf der zweiten Jubiläumsveröffentlichung sind zwei Sinfonien Schumanns zu hören, die Herreweghes Klangsinnlichkeit bestens ins Licht setzen; die Rheinische und die Frühlingssinfonie legen ein weiteres beredetes Zeugnis für Herreweghes intimes Verhältnis zur Musik der deutschen Romantik ab.
Als besonderes Geburtstagsgeschenk für alle Herreweghe-Fans bringt harmonia mundi eine Retrospektive heraus, die der Künstler selbst zusammengestellt hat. Auf zwei CDs speist sich diese Auswahl aus Herreweghes gesamtem Repertoire von Schütz bis Weill und bietet obendrein noch auf einer beiliegenden DVD eine filmische Dokumentation von Philippe Herreweghes künstlerischem Wirken vom Anbeginn bis in die heutige Zeit.
Rezensionen
"Das, was Töne zu schaffen imstande sind, vermag Herreweghe zu ergründen." LEIPZIGER VOLKSZEITUNG
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NoteCD (Compact Disc)
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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