Kennedy und Mozart: Das gab es noch nie. »Ich hatte keinen Grund, mich mit Mozart zu beschäftigen«, sagt Nigel Kennedy. Und jetzt: Seine erste Aufnahme eines Mozart-Konzerts, gekoppelt mit dem Violinkonzert von Beethoven.
Mozart und Beethoven für das 21. Jahrhundert: rhythmisch-impulsiv, taufrisch und unverbraucht, vital und revolutionär. Jahrzehntelang hat Kennedy Mozarts Noten buchstäblich nicht angerührt. So sehr ihm Beethoven immer im Blut lag, so weit war Kennedys Weg zu Mozart. »Ich ahnte schon, dass meine Liebe zu diesem Komponisten wachsen würde.« Kennedy gelingt es, Mozart als echten Beethoven-Vorläufer herauszukehren. Als Querkopf und Revolutionär, als freches, aber hochbegabtes Enfant terrible.
Kennedy hat unter Mozarts fünf Violinkonzerten die Nr. 4, das beliebteste, ausgewählt – und auch hier erlaubt sich der Geiger eine Grenzüberschreitung, indem er das Werk auf zwei Geigen spielt: seiner kostbaren Guarneri-Geige von 1735 und zwei eigene Kadenzen auf seiner Violectra Elektrogeige. Plötzlich öffnet sich eine Klanglandschaft zwischen Klassik, Jazz, Pop und freier Improvisation – ohne Frage ein Überraschungsmoment. Und das letzte Wort auf der CD hat dann Kennedys Jazz: Der Titel »Creepin’ in« von Horace Silver klingt in Kennedys Fassung wie ein aus Mozart herausgewachsener Epilog.
Press comments
N. Hornig in Stereo 04 / 08: "Zum ersten Mal ist Kennedy
auf dieser CD in einem Mozartkonzert zu hören. Das klingt
zupackend, beschwingt und im langsamen Satz
verinnerlicht."
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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