Unsere Reihe mit dem >>unbekannten Joseph Haydn< setzen wir fort
mit der Veröffentlichung der Lyrenkonzerte Hov VIIh 1-5. Anlass für
diese Kompositionen war eine eher marottenhafte Musizierlaune des
als unberechenbar und von Zeitgenosse sogar als grausam charakterisierten
Königs der vereinigten Königreiche Neapel und Sizilien:
Ferdinand IV. von Bourbon. Angeblich soll dieser Herrscher recht virtuos ein ungewöhnliches Instrument gespielt haben, die "Lira organizzata", die es heute (rekonstruiert) wieder zu hören gibt. Man muss sich darunter ein
Saiteninstrument mit Gitarrencorpus vorstellen, dessen Saiten wie eine Drehleier durch den aufgerauhten Rand einer
Kurbelscheibe >gestrichen<< wurden. Haydn bekam den Kompositionsauftrag für 5 Konzerte, war aber
weitsichtig genug, bei späteren Aufführungen die beiden Drehleiern durch Flöte und Oboe zu ersetzen.
In dieser Fassung hoben wir die Werke jetzt
auch eingespielt mit Robert Dohn, Flöte und Lajos Lensces, Oboe. Es begleitet das Slowakische Kammerorchester unter der Leitung von Bohdan
Warchal.
Zusammen mit den Notturni
liegen damit alle Werke Haydns für die Lyra auf cpo vor.
Press comments
American Record Guide 1 / 94:"Die Lira war ein
ungewöhnliches Instrument, für das König Ferdinand IV
ein Faible hatte. Jedes dieser Werke ist typischer
Haydn, geschmeidig und melodiös. Die Aufführungen
von Lencses und Dohn sind präzise gezeichnet.
Eine empfehlenswerte, gut gefüllte Platte!"
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