John Adams (geboren 1948) und Terry Riley (geboren 1935) repräsentieren die neuere Schule des amerikanischen Minimalismus, der in dieser jüngeren Phase einen geradezu mystisch angehauchten, esoterischen Zug erhält, andererseits jedoch durch den Einbezug von Jazz-Elementen die Stilgrenzen überschreitet. The Walrus in Memorium von Terry Riley ist gar eine minimalistische Variante auf Themen der Beatles. In den fünf Stücken The Heaven Ladder, Book 7, die hier in Weltersteinspielung vorliegen, widmete sich Riley 1994 erstmals nach langer Zeit wieder der Klaviermusik und lotete ihre Möglichkeiten stilistisch vielfältig aus - so etwa in der Kombination von Ragtime und Fuge (Ragtempus Fugatis), in der aggressiven Rhythmik des Misha´s Bear Dance oder in Simone´s Lullaby - ein Stück, das Riley für seine kleine Tochter schrieb. John Adams´ China Gates und Phrygian Gates entstanden 1977 und 1978 und sind heute geradezu Klassiker der minimalistischen Klaviermusik. Die Pianistin Gloria Cheng-Cochran hat große Erfolge bei vielen internationalen Festivals errungen und eigens für sie geschriebene Werke von Komponisten wie John Adams, Pierre Boulez, David Raskin oder Chinary Ung uraufgeführt.
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H.-C. v. Dadelsen in KLASSIK heute 5 / 99: "Ein recht
durchmischter Gesamteindruck, aber erfrischenderweise
auch ein Zeichen wiedergewonnener Normalität."
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