Detailinformationen

Bei dir sind meine Gedanken; Wie Melodien zieht es mir;
Sapphische Ode; Feldeinsamkeit; Nachtigall; Verzagen; Alte
Liebe; An die Nachtigall; Das Mädchen spricht; Dein blaues
Auge; Geheimnis; Ständchen; Von ewiger Liebe; Der Tod, das
ist die kühle Nacht; Auf dem Kirchhofe; Die Mainacht;
Anklänge; Spanisches Lied; Mädchenlied; Am Sonntag Morgen;
Liebestreu; Vergebliches Ständchen; Das Mädchen; Therese;
Der Jäger; Der Schmied; Der Gang zum Liebchen; Sonntag;
Wiegenlied
Bernarda Fink, Roger Vignoles
  • Künstler:
  • Label: HMF , DDD, 2006
  • Bestellnummer: 8340506
  • Erscheinungstermin: 1.1.2007

Disk 1 von 1

  1. 1 Bei dir sind meine Gedanken op. 95 Nr. 2 Start
  2. 2 Wie Melodien zieht es mir op. 105 Nr. 1 Start
  3. 3 Sapphische Ode op. 94 Nr. 4 Start
  4. 4 Feldeinsamkeit op. 86 Nr. 2 Start
  5. 5 Nachtigall op. 97 Nr. 1 Start
  6. 6 Verzagen op. 72 Nr. 4 Start
  7. 7 Alte Liebe op. 72 Nr. 1 Start
  8. 8 An die Nachtigall op. 46 Nr. 4 Start
  9. 9 Das Mädchen spricht op. 107 Nr. 3 Start
  10. 10 Dein blaues Auge op. 59 Nr. 8 Start
  11. 11 Geheimnis op. 71 Nr. 3 Start
  12. 12 Ständchen op. 106 Nr. 1 Start
  13. 13 Von ewiger Liebe op. 43 Nr. 1 Start
  14. 14 Der Tod, das ist die kühle Nacht op. 96 Nr. 1 Start
  15. 15 Auf dem Kirchhofe op. 105 Nr. 4 Start
  16. 16 Die Mainacht op. 43 Nr. 2 Start
  17. 17 Anklänge op. 7 Nr. 3 Start
  18. 18 Spanisches Lied op. 6 Nr. 1 Start
  19. 19 Mädchenlied op. 95 Nr. 6 Start
  20. 20 Am Sonntag Morgen op. 49 Nr. 1 Start
  21. 21 Liebestreu op. 3 Nr. 1 Start
  22. 22 Vergebliches Ständchen op. 84 Nr. 4 Start
  23. 23 Das Mädchen op. 95 Nr. 1 Start
  24. 24 Therese op. 86 Nr. 1 Start
  25. 25 Mädchenlied op. 107 Nr. 5 Start
  26. 26 Der Jäger op. 95 Nr. 4 Start
  27. 27 Der Schmied op. 19 Nr. 4 Start
  28. 28 Der Gang zum Liebchen op. 48 Nr. 1 Start
  29. 29 Sonntag op. 47 Nr. 3 Start
  30. 30 Mädchenlied op. 85 Nr. 3 Start
  31. 31 Wiegenlied op. 49 Nr. 4 Start

Produktinfo

Lied als Lebenselixier
Wie bei Franz Schubert zieht sich auch bei Johannes Brahms die Vertonung von Lyrik wie ein roter Faden durch das gesamte Schaffen. Allein die 196 Lieder mit Klavierbegleitung machen einen gewichtigen Teil des Brahmsschen Œuvres aus, dazu kommen noch zahlreiche Lieder mit Orchester sowie für Ensemble oder Chor.

In seinem hymnischen Artikel, mit dem Robert Schumann den jungen Kollegen auf der Bühne der Musik begrüßte, hob er besonders die „Lieder, deren Poesie man, ohne die Worte zu kennen, verstehen würde“ hervor. Mit seiner Liebe zur vertonten Poesie konnte Brahms sich nicht allein mit Schubert, dem unermesslichen Liedkomponisten und eigentlichen Begründer der Gattung, einig wissen, auch Robert Schumann und Richard Strauss standen im Bann dieser Gattung, gar nicht zu reden von Hugo Wolf, dessen Genie in der Liedkomposition seinen unmittelbarsten Ausdruck fand. So fand sich das Brahmssche Liedschaffen im Bann einer noch jungen Tradition – und Tradition hatte eine immense Bedeutung für diesen Komponisten – gleichzeitig aber auch im Zusammenhang eines künstlerischen Aufbruchs, der bei dieser künstlerischen Disziplin mit der Charakteristik eines persönlichen Bekenntnisses immer ein besonders inniges Miteinander von Vorbild und eigenstem Ausdruck ist.

Das Kunstlied ist im 19. Jahrhundert zunächst eine deutsche Disziplin, gewissermaßen die musikalische Ausformung des Terminus vom „Volk der Dichter und Denker“. Obwohl das vom Klavier begleitete Lied eine Vorgeschichte hatte, die von Carl Philipp Emanuel Bach über Mozart, Beethoven und heute weniger bekannten Größen wie dem vergessenen, aber für die Gattung wichtigen Johann Rudolf Zumsteeg und den von Goethe hoch geschätzten Carl Friedrich Zelter reichte, darf Schubert das eigentliche Verdienst zugesprochen werden, das Lied auf eine Höhe gebracht zu haben, die für das Schaffen in dieser Gattung späterhin maßstäblich bleiben wird.

In dem eigenen Liedschaffen von Johannes Brahms dominieren die Themen des Liebesschmerz und menschlicher Verlassenheit, kein Wunder angesichts seines persönlichen Schicksals, in dem er jede eigene Liebesverbindung der Beziehung zu Clara Schumann unterordnete. Mit der Witwe Robert Schumanns mag ihn in jungen Jahren Leidenschaft verbunden haben, doch blieb die Freundin auch in späteren Zeiten eine dominierende Gestalt in seinem Leben, die einerseits jede andere Verbindung ausschloss, andererseits aber im Gedenken an den intimen Freund Robert Schumann und möglicherweise auch durch ihre eigene dominierende Persönlichkeit den Gedanken an eine eheliche Gemeinschaft unmöglich machte. Brahms jedenfalls blieb allein, und was diese Einsamkeit an seelischen Sehnsüchten mit sich brachte, mag er besonders in seinen Liedern zum Ausdruck gebracht haben.

Rezensionen


"Die Mezzosopranistin Bernarda Fink hat alles, was sich eine Gesangskünstlerin nur wünschen kann." RONDO

"Bernarda Fink singt wundervoll, warm timbriert, leicht abgedunkelt und verschattet, ganz so, als wäre ihre schöne Stimme eigens für Brahms geschaffen." PARTITUREN

"Ein vokales Ereignis" FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

Pressestimmen

C. Vratz in FonoForum 04 / 07: "Bei Fink dominiert ein ausgeprägter Sinn für das Kokette, Leichte und, vor allem, volksliedhaft Schlichte, etwa in 'Der Jäger' oder 'Sonntag'. Finks nuancenreicher, dynamisch ausgefeilter, textklarer und nicht übertriebener Vortrag überzeugt ebenso wie Roger Vignoles als subtil-feinsinniger Klavierpartner."

EUR 19,99*

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