Joaquin Turina steht zwar ein bisschen im Schatten seines Landsmannes und Zeitgenossen Manuel de Falla; doch seine Werke sind im Rahmen der jüngeren spanischen Schule genauso bedeutend wie die seines Kollegen. Der in Sevilla geborene Komponist schuf eine Fülle von farbenfrohen Impressionen seines Heimatlandes - Herausforderungen für jedes Sinfonieorchester und wahre Juwelen in der großen Schatztruhe der Orchesterliteratur. Jesús López-Cobos und das Cincinnati Symphony Orchestra unternehmen mit ihrer Neuveröffentlichung eine imaginäre Reise nach Spanien - und dabei treffen sie nicht nur Turina und dessen sinfonische Gemälde von typischen Tänzen und Städten (etwa Sevilla in der Sinfonia Sevillana Op. 25), sondern auch den Franzosen Claude Debussy. Wie man durch Bizets Oper Carmen weiß, besaßen die Franzosen eine besondere Vorliebe für das exotische Nachbarland - eine Vorliebe, die zu Debussys funkelnden Orchesterwerk Iberia führte.
Pressestimmen
A. Beaujean in stereoplay 2 / 02: "Feurige Tanzrhythmik,
folkloristisch angehauchte Melodik, glanzvolle Orchestrierung. An all dem mangelt es hier nicht, zumal
Jesus Lopez-Cobos sich auch auf so etwas versteht und
sein Cincinnati Orchestra ihm nichts an mitreißender
Perfektion, kühl gleißendem Sound schuldig bleibt.
Wirkungssicher ist das allemal. Gottlob weiß er aber
auch Debussys differenzierterer Klangsprache nachzuspüren. Dessen "Iberia" nämlich ist ein Glanzbeispiel
sensibel ausgehörter Orchesterkunst."
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