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  • Artist: Magdalena Kozena, Martin Prokes, Cappella Regia Musicales, Robert Hugo
  • Label: Supraphon , DDD, 1994
  • Order number: 7588093
  • Release date: 19.4.2004

I Penitenti Al Sepolero Del Redentore (oratorium) (text: Stefano Pallavicini) Zwv 63 (1736)

  1. 1 Introduzione Start
  2. 2 Arie: Squarcia le chiome Start
  3. 3 Rezitativ: Tramontana è la stella - Oi mè, quasi nel campo Start
  4. 4 Arie: Del mio amor, divini sguardi Start
  5. 5 Rezitativ: Qual la dispersa greggia Start
  6. 6 Arie: Lingua perfida Start
  7. 7 Rezitativ: Per la traccia del sangue Start
  8. 8 Arie: Da vivo tronco aperto Start
  9. 9 Rezitativ: Questa che fu possente - Arie: A tanto lutto in faccia Start
  10. 10 Rezitativ: Tributo aceto più - Al divin nostro amante - Qual io soleva un tempo Start
  11. 11 Finale: Miserere mio Dio Start

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The foremost representative of Bohemian / Czech music of the high Baroque era, Jan Dismas Zelenka (1679 - 1745), was the first Czech composer of oratorios. For the feast of Good Friday in 1736, his Dresden employer commissioned from Zelenka a new composition. However, it eventually failed to be performed on its destined occasion - most likely as it did not present the usual setting of the text of one of the Gospels, but rather, of a highly exalted lyrical poem centered around the meaning of Christ´s sacrifice. This departure from the canonized Biblical treatment does not in the least diminish the work´s musical virtues, which are indeed enormous. Here, the Cappella regia musicalis, an ensemble specializing in early music, under the artistic direction of Robert Hugo, and featuring Magdalena Kozena as Mary Magdalene, constituted a team that guaranteed an exquisite outcome of this Zelenka project. The digital recording was made in the Church of St Francis, at Prague´s Convent of Saint Agnes.

Magdalena Kozena excells in a Zelenka oratorio.

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Mit seiner Cantata sacra über die Büßer am Grab des Erlösers schrieb Jan Dismas Zelenka 1736 ein Passionsoratorium, das sich in eine inzwischen lange Reihe gleichartiger Werke des Komponisten einreihte, die helfen sollten, ihm am katholischen Königshof in der protestantischen Stadt Dresden eine Stellung zu verschaffen, die seinen kompositorischen Fähigkeiten entsprach. Natürlich hatte er sich Hoffnungen auf die Stellung des Hofkapellmeisters gemacht, doch die wurden 1733 mit der Berufung des 19 Jahre jüngeren Johann Adolph Hasse, der zudem noch mit einer Primadonna verheiratet war, zunichte gemacht. Das hat offenbar Zelenka nicht gehindert, dem Musikleben der Residenzstadt weiterhin dramatische Meisterwerke anzubieten, und hierfür eignete sich Musik für die Karwoche vorzüglich. Die ganze Fastenzeit schon hatte es keine Opernvorstellungen gegeben, und die dramatischen Geschehnisse der Karwoche schrieen für das barocke Kunstverständnis förmlich nach einer adäquaten dramatischen Ausgestaltung. Am Grab des Erlösers versammeln sich in Zelenkas „heiliger Kantate“ also drei Büßer: Maria Magdalena und Petrus aus der direkten Umgebung des Heilands und sein Stammvater David, der die auf den Heiland hinweisende alttestamentarische Tradition vertritt.

Zehn Jahre nach ihrem Entstehen erscheint jetzt also diese Aufnahme von Zelenkas Passionsoratorium, das in seiner Form mehr an eine geistliche Zwischenaktoper für die vielen religiösen Festlichkeiten der Karwoche erinnert. Oberflächlichkeit kann man der Komposition ebensowenig vorwerfen wie der engagierten Interpretation. Liebevoll nehmen sich die Solisten wie das Instrumentalensemble der vielen lebendigen Akzente und Farbgebungen an, mit denen Zelenka sein Büßerkonzil am Grabe Jesu ausstattet.
Detmar Huchting (25.08.2004)

Künstlerische Qualität: 9
Klangualität: 9
Gesamteindruck: 9

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