Detailinformationen

  • Künstler: Ewa Kupiec, RSO Saarbrücken, Skrowaczewski
  • Label: Oehms, DDD, 2002
  • Bestellnummer: 8435284
  • Erscheinungstermin: 1.1.2012

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 e-moll op. 11

  1. 1 1. Allegro maestoso Start
  2. 2 2. Romance: Larghetto Start
  3. 3 3. Rondo: Vivace Start

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 f-moll op. 21

  1. 4 1. Maestoso Start
  2. 5 2. Larghetto Start
  3. 6 3. Allegro Start

Produktinfo

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Seit vielen, vielen Jahren hat sich der polnische Dirigent Stanislaw Skrowaczewski mit den Klavier und Orchesterwerken Chopins beschäftigt. Frühe Aufnahmen mit Arthur Rubinstein (RCA), eine EMI-Gesamtaufnahme aller diesbezüglichen Werke mit Alexis Weissenberg geben davon Kunde – und dies in einer Weise, die in vielen Details bestätigt, daß es Skrowaczewski nicht nur um eine orchestrale Erfüllungsgehilfenschaft ging, sondern mehr und mehr um eine für das klavier-orchestrale Gesamtergebnis fruchtbare Analyse, Deutung und Realisation des begleitenden, aber auch heftig mitgestaltenden Orchesterparts.

Hier nun, in einer neuen Einspielung der beiden Klavierkonzerte mit den in letzter Zeit erfreulich profilierten Saarbrückener Symphonikern, bestätigt der Dirigent nicht nur diese grübelnde, sondern auch eine freudige Auseinandersetzung, es zeigt sich, dass man unter günstigen Umständen das Orchester tatsächlich als Dialogpartner, als färbenden und akzentuierenden Mitgestalter und nicht nur als Vorbereitungs- und Nachhallinstanz zu behandeln vermag. Skrowaczewski hat sich im Begleitheft zu diesem Thema geäußert, das ist erfreulich. Wichtiger indes ist, wie plastisch die einzelnen Orchesterstimmen nicht nur in den mächtigen, in diesem Fall keineswegs klobig klingenden Tuttis zu verfolgen sind, sondern auch im Mikrobereich der zarten Begleitung, wenn dem Klavier der Vortritt gewährt ist. Und Skrowaczewski bemüht sich mit seinen Saarbrückenern um sauberste Intonation – ein Manko vieler in aller Eile und von den Dirigenten halbherzig betreuten Aufführungen (und auch Einspielungen!), in deren Verlauf orchestrale Individualität meistens durch das willkürliche Hervorheben einer Bläserstimme behauptet wird.

Ewa Kupiec – Verzeihung, wenn ich sie erst jetzt erwähne! – bietet in beiden Konzerten Chopin-Emanzipation von feinster Geschmeidigkeit und Geläufigkeit. Ihr Spiel ist kraftvoll ohne jeden Hang zur akkordischen Brutalität, im f-Moll-Konzert klarer und souveräner gezeichnet, als ich es in einer Leipziger Live-Wiedergabe unter Blomstedt erlebt habe, gesund im Sinne einer Kantabilität, die in den nachdenklichen Sentenzen der Melancholie auch eine Wendung zum Positiven verleiht. In den Quasi-Etüdenpassagen der Kopfsätze zielt Kupiec nicht auf motorische Grenzwerte à la Argerich – und schon gar nicht riskiert sie Temposchwankungen und Espressivo-Überdruck, wie man das von Zimermans letzter, eigens vom Klavier aus „dirigierter“ DG-Version kennt.
Mithin: eine lehrreiche, fast schon musikdidaktische Einspielung von humaner musikantischer Qualität, die den beiden Chopin Konzerten fernab aller polnischen Selbstgenügsamkeit ein übernationales, weltkulturerbliches Flair verleiht.
Peter Cossé

Künstlerische Qualität: 9
Klangualität: 9
Gesamteindruck: 9

Pressestimmen

klassik-heute. com "Eine lehrreiche, fast schon musikdidaktische Einspielung von humaner musikantischer Qualität, die den beiden Chopin-Konzerten fernab aller polnischen Selbstgenügsamkeit ein übernationales, weltkulturerbliches Flair verleiht."

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