Detailinformationen

+Capriccio op. 81 Nr. 3

Tonformat: stereo & multichannel (Hybrid)
  • Künstler: Zemlinsky Quartet
  • Label: Praga, DDD, 2009
  1. 1 Streichquartett Nr. 4 e-moll op. 44 Nr. 2 Start
  2. 2 1. Allegro assai appassionato Start
  3. 3 2. Scherzo: Allegro di molto Start
  4. 4 3. Andante Start
  5. 5 4. Presto agitato Start
  6. 6 Streichquartett Nr. 7 op. 81 (4 Sätze) (Auszug) Start
  7. 7 3. Andante con moto - Allegro fugato, assai vivace Start
  8. 8 Streichquartett Nr. 6 f-moll op. 80 Start
  9. 9 1. Allegro assai - Presto Start
  10. 10 2. Allegro assai Start
  11. 11 3. Adagio Start
  12. 12 4. Finale: Allegro molto Start

Produktinfo

Kammermusik aus Leipzig
Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann, fast gleichaltrig, waren einander in einer engen persönlichen und künstlerischen Freundschaft verbunden, obwohl sie durchaus gegensätzliche Typen waren: Mendelssohn, aus wohlhabendem Haus kommend, war ein weltläufiger Großbürger mit einem reichen Talent, das ihn bereits als Wunderkind in das Haus Goethes führte, der sich an der Musikalität des Knaben begeisterte. Als junger Mann lernte er auf ausgedehnten Reisen Europa von Italien bis nach Schottland kennen und blieb bis zu seinem frühen Tod ein musikalischer Kosmopolit – Schumann pries ihn als „Mozart des 19. Jahrhunderts“.

Robert Schumann hingegen, Buchhändlersohn aus Zwickau, entschied sich zögernd zwischen seiner literarischen und musikalischen Doppelbegabung schließlich für die Musik, musste allerdings Anfang der 1830er Jahre aufgrund einer Handverletzung die Hoffnungen auf eine pianistische Karriere aufgeben. Bis 1839 komponierte er ausschließlich Klaviermusik, doch schon in der Saison 1837 / 38 entdeckte er begeistert die Musik für Streichquartett. Um diese Königsgattung der Kammermusik genauer kennenzulernen, lud er die Musiker des Leipziger Gewandhaus-Quartetts zu sogenannten „Quartettmorgen“ in seine Wohnung ein: Da wurden intensiv Werke von älteren und jüngeren Zeitgenossen studiert. Es dauerte noch drei weitere Jahre, bis Schumann den Mut fand, selbst derartige Werke zu komponieren; im Jahr 1843 entstanden dann wie in einem Schaffensrausch die drei Streichquartette op. 41 sowie das Klavierquintett op. 44 und das Klavierquartett op. 47. Schumann hat seine drei Streichquartette op. 41 „dem Freunde Felix Mendelssohn Bartholdy“ gewidmet. Mendelssohns Streichquartette sind allerdings nicht in einer vergleichbaren Eruption geschrieben worden, sie begleiteten das Schaffen des Komponisten vom 14. Lebensjahr an bis zu seinem Todesjahr 1847. Ein Berührungspunkt der Kammermusik der beiden Freunde ist zweifellos das Leipziger Gewandhaus, dessen Kapellmeister Mendelssohn seit 1835 war und in dem auch sein Streichquartett op. 44 / 2 im Herbst 1837 uraufgeführt wurde.

Derzeit nicht erhältlich