E.T.A. Hoffmann als Opernkomponist ist entdeckenswert. Es zeigen sich zwar viele Paralellen zu seinem großen Vorbild W. A. Mozart, trotzdem findet man, vor allem in den Szenen, in denen das Böse herraufzieht, sehr viel Eigenes. Die Inhaltsangabe im Booklet ist die der gleichnamigen Oper von Albert Lortzing, was ich ein wenig unverantwortlich finde, weil: Bei der Aufnahme fehlen zum einen die Zwischensprechtexte und zum anderen noch einzelne kleinere Nummern, sodass man den ganze Zusammenhang nicht versteht. Und das, was auf der CD drauf ist, ist manchmal dermaßen geschnitten, dass man sehr verwirrt dasitzt (z.B. plötzlicher Wutausbruch des Ritters Huldbrand, der Grund des selben wurde herrausgeschnitten). Jedem, der diese Oper für sich entdecken will empfehle ich, sich das Libretto, einen Klavierauszug oder eine andere Aufnahme zu besorgen und das Ganze als Opernquerschnitt zu betrachten und die Oper bei Gelegenheit anzusehen. Es ist etwas für alle Mozart-Fans und für die, die das musikalisch-theoretische Vorbild zu Wagners "Fliegenden Holländer" kennenlernen wollen, denn auch Hoffmann arbeitet schon mit "Leitmotiven" (v.a. der Auftritt Kühleborns und Undinens).