Das Fred Sherry String Quartet wurde von Fred Sherry für die Aufführung von Schoenbergs
Konzert für Streichquartett gegründet. Seine drei jungen Kollegen Jennifer Frautschi (Violine),
Jesse Mills (Violine) und Richard O'Neill (Viola) waren aufgrund ihrer Virtuosität und
Unbefangenheit gegenüber der Partitur prädestiniert für dieses Vorhaben. Diese Qualitäten
zeigen die Musiker auch auf der vorliegenden CD mit den letzten beiden Schoenberg-
Streichquartetten.
Das Streichquartett Nr. 2 hatte die 12-Ton-Entwicklung Schönbergs markiert und auch die
beiden letzten Streichquartette – Nr. 3 und 4 beinhalten atonale Klangwelten. Doch sind trotz
des Wegfalls der tonalen Ebene im Dritten Quartett op. 30 dennoch eindeutig klassische
Formen wie Thema und Variation wahrnehmbar. Das Vierte Streichquartett, das 1936 an der
Grenze zu Schoenbergs Spätwerk entstand, ist zugleich ein Höhepunkt seines Schaffens, und
auch Schoenberg selbst war extrem zufrieden mit dem Ergebnis. Die Einzelklänge sind in
diesem sehr sicher auskomponierten Werk nicht mehr in ihrem harmonischen Zusammenspiel
verständlich, sondern lediglich in der Beziehung aufeinander.
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